Kolumne von Dominik Jung

Wetter-Modell legt Prognose zum Hitzesommer 2025 nach – „Das wäre ein Rekord“

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Trotz kühlem Start im Juni bleibt ein Wettermodell beim Hitzesommer: Neue Daten zeigen noch stärkere Abweichungen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Das europäische Wettermodell ECMWF bleibt bei seiner markanten Sommerprognose: Die Langfristberechnung für die Monate Juni, Juli und August 2025 zeigt erneut einen außergewöhnlich warmen und trockenen Sommer für Deutschland. Und nicht nur das – im Vergleich zur Mai-Prognose wurden die Temperaturabweichungen nach oben und die Niederschlagsmengen weiter nach unten korrigiert.

Kathy Schrey, Wetterexpertin vom Wetterdienst wetter.net, spricht von einer „bemerkenswerten Hartnäckigkeit“: „Das Modell hat seine Hitzeaussichten sogar noch einmal verschärft – das ist meteorologisch höchst bemerkenswert und alles andere als gewöhnlich.“ Laut der neusten Prognose des europäischen Wettermodells sollen die Temperaturen in allen drei Sommermonaten um bis zu 3 Grad über dem Klimamittel liegen. „Das wäre ein Rekordsommer, wie ihn das ECMWF so noch nie berechnet hat“ so Expertin Schrey.

Vor wenigen Stunden hat das europäische Wettermodell ECMWF sein neustes Sommer-Update herausgebracht. Der Sommer könnte noch dramatischer werden.

Wetter-Modell mit Prognose für den Sommer: Deutlich zu warm, deutlich zu trocken

Trotz des bislang frischen und nassen Frühsommers bleibt das ECMWF bei seiner Einschätzung: Für ganz Deutschland deuten die neuesten Wetterdaten auf anhaltende Hitze und Trockenheit hin. Alle drei Sommermonate sollen laut Modell deutlich über dem Temperaturmittel von 1991 bis 2020 liegen – bei gleichzeitig zu geringen Niederschlägen.

Das birgt Risiken: Hitzewellen mit 35 bis 40 Grad sind laut Prognose genauso möglich wie extreme Bodentrockenheit und Dürre in Teilen Deutschlands. Fachleute beobachten die Entwicklung mit großer Spannung – das ECMWF zählt zu den weltweit zuverlässigsten Klimamodellen im saisonalen Vorhersagebereich.

Der dritte Sommermonat August soll ebenfalls in ganz Deutschland deutlich wärmer als sonst ausfallen.

Wetter-Prognose: Von Frühlingskälte direkt in die erste Hitzewelle?

Der Kontrast zum aktuellen Wetter ist auffällig: Noch zu Pfingsten dominierten kühle Temperaturen, Regen und teils herbstliche Stimmung. Doch laut den neuen Langfristdaten könnte es schon in der Woche nach Pfingsten zum Umschwung kommen – mit der ersten markanten Hitzewelle des Jahres.

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Das würde einen rasanten Wechsel vom Frühling direkt in den Hochsommer bedeuten. Sollte sich dieser Trend durchsetzen, könnte 2025 erneut ein extremer Hitzesommer bevorstehen – mit möglichen Folgen für Landwirtschaft, Wasserversorgung und die Gesundheit der Bevölkerung. Das Thema bleibt hochbrisant. Indes könnte auch ein turbulenter Unwetter-Sommer drohen.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com ECMWF

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