Wird der Dezember eiskalt oder mild?

Wetter-Experte erstaunt über Dezember-Vorhersage: „Überraschend eindeutig“

  • VonDominik Jung
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Mit dem Eintritt in den Dezember beginnt die kalte Jahreszeit und die jüngsten Prognosen zeigen eine unerwartete Übereinstimmung beim Wetter – es könnte rekordbrechend sein.

München – Der November geht langsam seinem Ende entgegen. Er hatte einiges zu bieten. Nach ein paar sehr ruhigen Tagen mit Hochdruckwetter, kam es zum ersten kurzen Wintereinbruch. Danach rauschten die Temperaturen extrem in die Höhe und erreichten frühlingshafte Werte, am Dienstag (25. November) im Südwesten bis zu 22,3 Grad. Doch welches Wetter wartet uns nun im letzten Monat des Jahres?

Laut der neusten Prognosen könnte der Dezember vor allem sehr nass werden. (Montage)

„Normalerweise gibt es ja zwischen den Wettermodellen immer wieder recht große Unterschiede. Nicht so aber bei der Dezemberprognose. Die ist überraschend eindeutig- der Monat könnte erneut Rekorde brechen“, erklärt Diplom-Meteorologen und Klimaexperten Dominik Jung von wetter.net.

GFS und ECMWF mit einheitlicher Prognose für den Dezember

Das europäische Wettermodell berechnet in seiner langfristigen Prognose einen Dezember, der im Osten des Landes um bis zu 2 Grad wärmer als im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020 ausfallen könnte. Im Rest des Landes wird eine Abweichung von maximal 1,5 Grad berechnet. Recht ähnlich wird das ganze von der US-Wetterbehörde NOAA berechnet. Hier sieht deren CFS-Modell im Norden von Deutschland eine Abweichung von bis zu 2 Grad, im Süden von maximal 1 Grad im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten der Jahre 1991 bis 2020. Was bedeutet das?

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Extrem zu warm - neue Temperaturrekorde möglich

Demnach könnte der Dezember recht mild ausfallen. „Bis zu 2 Grad über dem neuen Klimamittel ist schon eine Hausnummer“ so Klimaexperte Jung. Das neuste 30-Jahresmittel ist ohnehin schon ein sehr warmer Abschnitt und dann nochmal bis zu 2 Grad darüber. Das könnte neue Rekordtemperaturen beinhalten.

Außerdem rechnen beide Wettermodelle für den Dezember mit recht viel Niederschlag. Viel Niederschlag, reichlich milde Luft – beides zusammen deutet auf eine typische Westwetterlage hin. Ein Tief nach dem anderen zieht vom Atlantik zu uns ins Land, bringt dabei warme und feuchte Luftmassen. „Das erhöht besonders das Risiko für Stürme, vielleicht sogar schwere Stürme“ weiß der Diplom-Meteorologe. Langweilig wird es beim Wetter im Dezember offenbar nicht werden.

Rubriklistenbild: © dpa/NOAA/CFS/Symbolbild

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