Aktuelle Lage an der Front

Bachmut-Wende im Krieg? Ukraine veröffentlicht Details zu Russlands Verlusten

Alle Autoren
    schließen
  • Bedrettin Bölükbasi
    Bedrettin Bölükbasi
  • Bona Hyun
    Bona Hyun
  • Daniel Dillmann
    Daniel Dillmann

Russland verringert wohl die Präsenz am AKW in Saporischschja. Die Ukraine rückt in Bachmut weiter vor. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update vom 30. Juni, 16.20 Uhr: Die Ukraine hat angesichts einer möglichen Niederlassung russischer Wagner-Söldner in Belarus mit der Verstärkung des Schutzes ihrer Grenze im Norden begonnen. Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj und der für den Nordabschnitt zuständige Generalleutnant Serhij Najew seien mit den Sicherheitsvorkehrungen beauftragt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Diese Entscheidung sei nach Beratungen des Oberkommandos gefallen.

Nach unbestätigten Berichten unabhängiger Medien hat in Belarus bereits der Bau von Feldlagern für die Wagner-Armee begonnen. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko, der zwischen dem Kreml und Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin ein Ende des Aufstandes vermittelt hatte, sagte, dass die Kampferfahrungen der Truppe dem Land zugutekämen.

News im Ukraine-Krieg: Kiew macht neue Angaben zu Russlands Verlusten in Bachmut

Update vom 30. Juni, 15.20 Uhr: In der ostukrainischen Stadt Bachmut liefern sich russische und ukrainische Truppen weiterhin schwerste Gefechte. Im Laufe des Tages habe es in der Nähe von Bachmut 10 größere Gefechte gegeben, wobei man mehr als 104 russische Soldaten ausgeschaltet und 166 verwundet habe, behauptete der Sprecher der östlichen Kampfgruppen der Ukraine, Serhij Tscherewatji, laut der Agentur Ukrinform. Die ukrainische Armee mache Druck auf das russische Militär, das großen Widerstand leiste, gab Tscherewatji weiter an. Bei den Zusammenstößen habe man 6 russische Soldaten gefangen genommen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig bestätigen.

Ein ukrainischer Soldat feuert einen Granatenwerfer auf russische Stellungen an der Frontlinie in der Nähe von Bachmut.

News im Ukraine-Krieg: Moskau verringert Präsenz an AKW in Saporischschja

Update vom 30. Juni, 13.35 Uhr: Offenbar verringert Moskau die russische Präsenz am Atomkraftwerk im ukrainischen Saporischschja. Einige Vertreter der russischen Atombehörde Rosatom hätten das Gebiet des AKW verlassen, berichtete die britische Zeitung The Guardian unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst. Außerdem wolle man die ukrainischen Arbeiter des AKW sehr wahrscheinlich auf die Halbinsel Krim evakuieren. Indes wies der russische Außenminister Sergei Lawrow Vorwürfe zurück, dass sich Russland auf eine „Provokation“ im AKW vorbereite. Er bezeichnete sie laut der staatlichen Agentur Tass als „pure Lügen“.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Ukraine-Krieg: Gegenoffensive erzielt weitere „Teilerfolge“

Update vom 30. Juni, 11.45 Uhr: Im Rahmen ihrer Gegenoffensive hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben im südlichen Gebiet Saporischschja weitere „Teilerfolge“ erzielt. Die Truppen setzten sich aktuell auf den neu erreichten Positionen südlich von Orichiw fest, teilte der Generalstab am Freitag bei Facebook mit. Auch an anderen Abschnitten in dem Gebiet sollen russische Truppen zurückgedrängt worden sein. Im östlichen Gebiet Donezk seien ukrainische Vorstöße trotz harter Kämpfe bei der zerstörten Stadt Bachmut weiter erfolgreich. Konkrete Angaben zu befreiten Ortschaften machte das ukrainische Militär nicht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Angriffe der russischen Truppen gab es dem ukrainischen Generalstab zufolge weiter bei Marjinka und Awdijiwka im Donezker Gebiet. Zudem versuche die russische Armee ihre Positionen bei Rosdoliwka und Bilohoriwka an der Grenze zum Luhansker Gebiet zu verbessern. Entlang der Frontlinie gebe es dazu weiter Artilleriebeschuss und Angriffe der russischen Luftwaffe.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew veröffentlicht neue Zahlen

Update vom 30. Juni, 10.20 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach wurden binnen eines Tages schätzungsweise 560 russische Soldaten getötet oder verwundet. Unabhängig verifizieren ließen sich die Angaben zunächst nicht. Die Gesamtzahl der seit Beginn des Ukraine-Kriegs getöteten oder verwundeten Soldaten stieg somit auf über 228.000. In Klammern die Verluste beziehungsweise Veränderungen zum Vortag.

  • Soldaten: 228.340 (+560)
  • Flugzeuge: 315
  • Hubschrauber: 308
  • Panzer: 4041 (+3)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 7863 (+6)
  • Mehrfachraketensysteme: 630 (+6)
  • Drohnen: 3519 (+6)
  • Artilleriesysteme: 4127 (+11)
  • Quelle: Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Angaben vom 30. Juni 2023.

Ukraine-Krieg: Deutliche Erfolge der Ukraine bei Bachmut

Update vom 30. Juni, 6.50 Uhr: Nach Angaben des Institute for Study of War (ISW) hat die Ukraine bei ihrem Vormarsch auf Bachmut die strategische Initiative ergriffen.

Die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maljar erklärte am 29. Juni, dass die ukrainischen Truppen „die operative Initiative im Gebiet Bachmut an der Front ergriffen“ habe und dass sich die russischen Streitkräfte „nach Verlusten langsam zurückziehen“. Laut Maljar haben die ukrainischen Truppen bei ihrem Vormarsch auf Klischiwka, das sieben Kilometer südwestlich von Bachmut liegt, 1.200 Meter und auf Kurdumiwka, 13 Kilometer südwestlich der Stadt, 1.500 Meter gewonnen.

In einer ähnlichen Meldung teilte das ukrainische Militär auf Facebook mit, dass seine Soldaten in der Nähe von Bachmut „eine breite Offensive“ durchführen.

Ukraine-Krieg: Streitkräfte rücken bei Bachmut weiter vor

Update vom 29. Juni, 21.13 Uhr: Nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers hat die Ostgruppe der Streitkräfte Fortschritte gegen russische Stellungen um Bachmut gemacht. „Wir rücken jeden Tag weiter vor“, sagte Militärsprecher Serhij Tscherewatyi. Er behauptete auch, dass die Russen zusätzliche Einheiten in Richtung Bachmut verlegten, darunter eine Luftlandeeinheit aus einem weiter nördlich gelegenen Sektor. Ein Kommandeur in dem Gebiet, Denis Jaroslawski, erklärte zudem, die ukrainischen Truppen hätten „Klischtschijiwka praktisch vollständig unter ihre Kontrolle gebracht“. Es sei ein strategischer Punkt, von dem aus die Offensivaktionen südlich von Bachmut beginnen werden.

News im Ukraine-Krieg: Russland verstärkt Luftangriffe

Update vom 29. Juni, 19.25 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs setzten die Russen am Donnerstag sechs Flugabwehrlenkraketen des Typs S-300 gegen zivile Infrastruktureinrichtungen in den Städten Saporischschja und Tschujiw ein. Darüber hinaus führten sie im Laufe des Tages 23 Luftangriffe und etwa 46 Angriffe mit Mehrfachraketen auf Stellungen ukrainischer Truppen und Siedlungen durch. Das berichtete pravda.com.

Update vom 29. Juni, 16.50 Uhr: Nach Angaben von Natalja Humenjuk, der Pressesprecherin der Südlichen Verteidigungskräfte der Ukraine, bereitet sich Russland auf neue Raketenangriffe vor. „Der Feind verstärkt Aufklärungsmissionen entlang der Frontlinie und versucht tiefer in hintere Regionen einzudringen“, sagte sie der Rundfunkanstalt Radio Free Europe. Das deute auf die „Vorbereitung für neue Raketenangriffe“ hin.

Update vom 29. Juni, 15.40 Uhr: Wegen ständigen russischen Beschusses hat die ukrainische Armee die Bevölkerung der Grenzkreise im nordöstlichen Gebiet Sumy zur Flucht aufgefordert. „Ich rufe alle dazu auf, bitte flieht, um das eigene Leben zu retten!“, schrieb Generalleutnant Serhij Najew bei Telegram. Die örtlichen Behörden seien bei der Evakuierung behilflich. Russland setze täglich Raketenwerfer, Artillerie und Gleitbomben in diesem Gebiet ein. „Der Abschnitt Sumy bleibt der gefährlichste im nördlichen Operationsgebiet“, unterstrich Najew.

News zum Ukraine-Krieg: Russland meldet Angriff auf Kramatorsk: Zwei ukrainische Generäle getötet?

Update vom 29. Juni, 14.25 Uhr: Die russische Armee hat nach eigenen Angaben bei ihrem Angriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine zwei ukrainische Generäle und dutzende weitere Offiziere getötet. Durch den Angriff seien „zwei Generäle, bis zu 50 Offiziere der ukrainischen Streitkräfte und bis zu 20 Söldner und ausländische Militärberater“ getötet worden, hieß es in einer vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Erklärung.

Nach ukrainischen Angaben wurden am Dienstag (27. Juni) bei einem Angriff auf ein Restaurant in Kramatorsk zwölf Menschen getötet und etwa 60 weitere verletzt. Das russische Verteidigungsministerium hatte am Mittwochabend mitgeteilt, es habe einen „zeitweiligen Stützpunkt“ der 56. mechanisierten Infanterie-Brigade der ukrainischen Armee angegriffen. Die ostukrainische Großstadt Kramatorsk ist ein wichtiger Bahnverkehrsknotenpunkt und Standort militärischer Einrichtungen.

Update vom 29. Juni, 13.35 Uhr: In der Gefechtsrichtung der Siedlung Tawrija im ukrainischen Saporischschja wollen die Streitkräfte der Ukraine dem russischen Militär schwere Verluste zugefügt haben. Im Laufe der letzten 24 Stunden seien fast 3 Kompanien an russischen Soldaten ausgelöscht worden, berichtete der regionale ukrainische Kommandeur Oleksandr Tarnawskji im Kurznachrichtendienst Telegram. Außerdem habe man 19 Stücke militärischer Ausrüstung zerstört, hieß es. Eine Kompanie besteht je nach Militär aus ein Dutzend bis etwa 200 Soldaten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

Ukraine-Krieg: Kiews Militär kämpft um Siedlungen nördlich und südlich von Bachmut

Update vom 29. Juni, 12.15 Uhr: Die Gegenoffensive der Ukraine bringt bereits kleine Erfolge mit sich. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Resnikow verspricht viel mehr.

Update vom 29. Juni, 11.30 Uhr: Die Gefechte in der Nähe von Bachmut konzentrieren sich ukrainischen Angaben zufolge auf die Siedlungen Klischtschijiwka im Süden und Berchiwka im Norden der umkämpften Stadt. „Im Süden der Stadt gibt es schwere Gefechte, doch die ukrainische Armee ist dabei, die Kontrolle über Klischtschijiwka zu übernehmen“, schilderte der ukrainische Armee-Kommandeur Denis Yaroslavskji gegenüber dem Sender Radio Liberty. Dabei handle es sich um eine Siedlung mit „strategischer Höhe“, von der aus man alles sehen und unter Kontrolle halten könne. Sollte man Klischtschijiwka komplett einnehmen, so könne man vom Süden aus neue Offensiven gegen Bachmut starten.

Auch im Norden von Bachmut gebe es Gefechte um die Kontrolle von Berchiwka. Aus einigen nördlichen Straßen von Bachmut seien russische Milizen vollständig vertrieben worden, so Yaroslavskji. Eine Kontrolle über beide Siedlungen werde der ukrainischen Armee die „operationelle Kontrolle“ über Bachmut geben.

Ukraine-Krieg: Zahl der Opfer nach Angriff auf Kramatorsk steigt weiter

Update vom 29. Juni, 8.00 Uhr: Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Café in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk ist die Zahl der Toten auf zwölf gestiegen. Die Einsatzkräfte zogen nach Angaben des Zivilschutzes am Donnerstagmorgen eine weitere Leiche aus den Trümmern des komplett zerstörten Gebäudes. Die Bergungsarbeiten seien nun beendet, teilte die Behörde mit. Sie veröffentlichte auch ein Video, auf dem die Arbeiten sowie Drohnenaufnahmen vom Ausmaß der Zerstörung zu sehen waren.

Angriff auf Kramatorsk: Mutmaßlicher Hintermann festgenommen

Update vom 29. Juni, 5.30 Uhr: Nach dem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk mit mindestens elf Toten ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein mutmaßlicher Hintermann festgenommen worden. „Heute hat der ukrainische Geheimdienst zusammen mit Spezialeinheiten der Polizei die Person festgenommen, die den Terrorakt koordiniert hat“, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner abendlichen Videoansprache. Zugleich sprach er den Angehörigen aller Opfer sein Beileid aus.

Ukraine-Krieg: Kiew meldet Abschuss eines Kampfjets

Update vom 28. Juni, 22.50 Uhr: Die Flugabwehr der Ukraine meldet den Abschuss eines russischen Kampfjets des Typs SU-25. Der 10. Gebirgsjägerbrigade Edelweiss sei der Treffer mithilfe einer schultergestützten Flugabwehrrakete russischer Bauart mit der Bezeichnung 9K38 Igla gelungen. Das teilte das Pressebüro der ukrainischen Streitkräfte via Telegram mit. Ein Video soll den Abschuss dokumentieren.

Scholz sieht Putin nach Söldneraufstand geschwächt

Update vom 28. Juni, 21.33 Uhr: Scholz geht davon aus, dass der abgebrochene Aufstand der Söldnergruppe Wagner den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschwächt hat. „Auf alle Fälle wird das sicherlich langfristig auch Auswirkungen haben in Russland“, sagte der SPD-Politiker am Abend in der ARD laut Vorabmeldung. „Ich glaube schon, dass er (Putin) geschwächt ist.“ Der Aufstand zeige, „dass die autokratischen Strukturen, die Machtstrukturen Risse haben“ und Putin keineswegs so fest im Sattel sitze, wie er immer wieder behaupte.

Update vom 28. Juni, 19.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht sich aktuell keine Sorge um einen Angriff der Wagner-Söldner aus Belarus. „Ich kann nicht sagen, dass sie eine Bedrohung in Belarus darstellen werden, weil ich denke, dass das Kontingent nicht sehr groß ist“, so Selenskyj während einer Pressekonferenz. Die Situation an der Nordgrenze der Ukraine sei unverändert.

News aus dem Ukraine-Krieg: Schlacht um Soledar tobt erneut

Update vom 28. Juni, 18.30 Uhr: Neue Berichte von der Front rund Bachmut und Soledar lassen weitere Erfolge der Ukraine im Krieg mit Russland erahnen. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen die Truppen Kiews den Donbass-Kanal überquert und den Damm eingenommen haben. Videos auf Twitter sollen russische Luftangriffe an den Salzminen von Soledar zeigen, was auf ein Vorrücken der ukrainischen Bodentruppen in der Region schließen lässt.

Soledar stand lange Zeit im Fokus des Ukraine-Kriegs. Die Stadt mit den weit verzweigten Salzminen gilt als strategisch besonders wichtig. Russland hatte Soledar nach wochenlangen blutigen Kämpfen und mit Unterstützung der Söldnerarmee Wagner schließlich erobert.

Brigade meldet Vormarsch - aktuelle News aus dem Ukraine-Krieg

Erstmeldung vom 28. Juni: Kiew – Ukrainischen Streitkräften ist nach eigener Aussage gelungen, im Krieg mit Russland weiter an Boden gutzumachen. Die schwer bewaffnete 47. mechanisierte Infanteriebrigade der Ukraine habe es geschafft, Teilerfolge gegen russische Einheiten an der hart umkämpften Front rund um Saporischschja zu erzielen. Man habe russische Verteidigungsanlagen einnehmen können und sei „tief“ in die Linien des Gegners vorgedrungen. Das teilte Brigadefeldwebel Valery Markus in seinem Telegram-Kanal mit. Zuerst darüber berichtet hatte das Nachrichtenportal Kyiv Post.

Laut dem Feldwebel habe man Russland schwere Verluste zugefügt und befinde sich weiter auf dem Vormarsch. Die Gegenoffensive der Ukraine würde sich aber in den kommenden Tagen wohl verlangsamen. „Es sieht so aus, als würde es nicht schnell gehen. Die Verteidigungsanlagen hier sind sehr dicht. Sie sind sehr gut gebaut“, so Markus.

News aus dem Ukraine-Krieg: Mechanisierte Infanteriebrigade im Fokus

Die 47. mechanisierte Infanteriebrigade ist im Ukraine-Krieg mit zahlreichen westlichen Waffensystemen ausgestattet. Sie verfügt sowohl über deutsche Leopard-Panzer als auch über britische Bradley-Schützenpanzer. Anfang Juni war die Einheit in einen Hinterhalt geraten und hatte zahlreiche der Fahrzeuge in einem Minenfeld verloren, wie Merkur.de von IPPEN.Media berichtete.

News aus dem Ukraine-Krieg: Russland attackiert Städte

Neben den Kämpfen an der Front werden auch die Städte der Ukraine wieder zum Kriegsschauplatz. Aus Kramatorsk meldeten die Behörden einen russischen Raketenangriff. Ein Restaurant in der Stadt soll von einem Geschoss aus Russland getroffen worden sein. Elf Menschen wurden getötet, darunter drei Kinder. 61 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Auch aus Wowtschansk, eine Siedlung nahe der ostukrainischen Stadt Charkiw wurden Angriffe gemeldet, bei denen drei Zivilisten gestorben sein. (mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Efrem Lukatsky/dpa

Mehr zum Thema