Frost-Prognose für den Frühling
Meteorologe warnt vor massiver Wetterwende: „Wird in vielen Regionen zu erheblichen Schäden führen“
- VonDominik Jungschließen
Trotz Sonne drohen eisige Nächte: Ein Wetter-Experte warnt vor Luftfrost bis -8 Grad. Für einige könnte das dramatische Folgen haben.
Hamm – Der Frühling hat gerade erst begonnen, doch schon steht der Natur ein eisiger Wetter-Rückschlag bevor. Diplom-Meteorologe und Klimaexperte Dominik Jung von wetter.net warnt eindringlich vor einem drastischen Kälteeinbruch am kommenden Sonntag (6. April) und Montag (7. April).
„In 1500 Meter Höhe messen wir bis zu minus 10 Grad, am Boden kann das in klaren Nächten zu Luftfrost von bis zu minus 8 Grad führen – das wird in vielen Regionen zu erheblichen Schäden führen“, erklärt Jung. Besonders betroffen sind laut Prognosen weite Teile Ostdeutschlands sowie der Norden und Süden des Landes. Grund für den plötzlichen Temperatursturz ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Deutschland festsetzt und dabei den Weg für eisige Luftmassen aus dem Osten freigibt. Dabei könnte das April-Wetter deutlich zu trocken ausfallen.
Wetter-Experte warnt: Frühblüher vor dem Kältetod
Viele Pflanzen stehen bereits in voller Blüte, die Bäume haben Knospen getrieben – doch die kommende Frostnacht könnte all das zunichtemachen. In Regionen mit klarem Himmel und wenig Wind kann die Temperatur bodennah auf bis zu -8 Grad fallen. Besonders in der Natur könnten die Schäden immens werden: Obstbäume, Ziersträucher und Frühblüher sind extrem frostempfindlich, sobald sie austreiben.
Der späte Frost trifft sie unvorbereitet und könnte regional das komplette Frühjahr zum Stillstand bringen. Während westliche Regionen wie das Rheinland eventuell glimpflich davonkommen und mit leichtem Bodenfrost rechnen dürfen, sieht es östlich der Elbe düster aus. Dort droht Luftfrost – also Minusgrade in zwei Metern Höhe, der Messhöhe des Deutschen Wetterdienstes.
Frost-Wetterprognose im Frühling: Landwirte fürchten Ernteausfälle
Auch in der Landwirtschaft wächst die Sorge. Besonders empfindlich reagieren Gemüsesorten wie Spargel, Salat oder Erdbeeren auf Frost. Für viele Landwirte ist der April ohnehin ein risikoreicher Monat – doch ein derart massiver Kälteeinbruch mitten in der zarten Wachstumsphase könnte zu teils dramatischen Ernteausfällen führen. Dabei startet die Spargel-Saison 2025 besonders früh.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten




Einige Bauern ziehen bereits Frostschutzmaßnahmen in Betracht: Heizgeräte, Folienabdeckungen oder sogar der Einsatz von Frostkerzen wird in Erwägung gezogen, um empfindliche Kulturen zu retten. Doch nicht jeder Betrieb kann sich solche Maßnahmen leisten. Sollte die Kälte so heftig ausfallen wie prognostiziert, drohen nicht nur wirtschaftliche Einbußen, sondern auch Preissteigerungen bei Obst und Gemüse. Eine erste Prognose sprengt auch für Ostern die Wetter-Hoffnungen.
Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com
