Moskau findet kein Gegenmittel

Wunderwaffe gegen Wladimir Putins Panzer: Javelin-Raketen sollen Unterschied machen

  • Patrick Mayer
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Die ukrainischen Streitkräfte fügen mit der Javelin, einer Panzerabwehrwaffe, den Panzer-Truppen von Wladimir Putin Verluste zu. Kiew bekommt Nachschub.

Kiew - Sie sind sehr hoch: Die Verluste für Russland im Ukraine-Krieg von Moskau-Autokrat Wladimir Putin. Das betrifft vor allem auch die Panzer-Truppen, die der Kreml völkerrechtswidrig und ununterbrochen über die Grenze in die Ukraine schickt.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland kann die Javelin nicht verteidigen

Laut der Open-Source-Intelligence-Website Oryx haben die russischen Streitkräfte seit Beginn ihres heimtückischen Überfalls auf den Nachbarn (Stand: 31. August, 18 Uhr) mindestens 17.602 Militär-Fahrzeuge verloren. Darunter waren demnach 3345 Kampfpanzer und 4483 Schützenpanzer. Auch in der russischen Region Kursk steigen Putins Panzer-Verluste nach dem ukrainischen Vorstoß.

Ukrainische Zivilisten werden von der Armee in der Anwendung der Javelin-Panzerabwehrwaffen geschult.

Viele dieser Panzer wurden seitens der Ukrainer mithilfe der amerikanischen Panzerabwehrwaffe Javelin ausgeschaltet. Denn: Putins Armee findet einfach kein Mittel gegen die Javelin Medium Antiarmor Weapon System, so die vollständige technische Bezeichnung der Waffen-Entwicklung des Javelin Joint Venture, eines Zusammenschlusses verschiedener US-Rüstungsunternehmen.

Waffen für die Ukraine: Die USA liefern Kiew tausende Javelin-Raketen

Jetzt erhält Kiew Nachschub an Javelin-Raketen - und zwar in großem Umfang. Das berichtet die Kyiv Post (KP). Konkret: Die US-Armee hat dem Bericht zufolge dem Joint Venture Lockheed Martin und Raytheon Javelin einen Produktionsvertrag über 1,3 Milliarden US-Dollar zur Herstellung Javelin-Anti-Panzer-Waffen sowie zugehöriger Ausrüstung erteilt. Darunter sind demnach rund 4.000 Raketen für die Ukraine, um zuvor gelieferte Bestände aufzufüllen, schreibt die KP.

Wie das Medium aus der ukrainischen Hauptstadt ferner berichtet, sei das neuerliche Waffenpaket Teil eines sieben Milliarden Euro schweren Rüstungsdeals zwischen der US Army und dem in Maryland ansässigen Rüstungskonzern. Demnach soll der amerikanische Waffenbauer wegen der gestiegenen Nachfrage planen, die Produktion der Javelin-Panzerabwehrwaffen auf bis zu 4000 Stück pro Jahr hochzufahren.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
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Ukraine-Krieg: Russische Armee vor Kiew und Charkiw mit der Javelin bezwungen

Die Javelin besteht aus einer schultergestützten Abschussvorrichtung und einer Lenkwaffe mit einer Reichweite von bis zu vier Kilometern sowie einem Gefechtskopf, der eine Hohlladung und einen vorfragmentierten Splittermantel hat. Der infrarotgelenkte Flugkörper steuert selbstständig ins Ziel, nachdem ein Soldat oder eine Soldatin das Ziel erfasst hat.

Es handelt sich um eine sogenannte Fire-and-Forget-Waffe, die nach dem Start nicht mehr in das Ziel gelenkt werden muss. Insbesondere bei Beginn des heimtückischen russischen Überfalls schlugen die Ukrainer Ende Februar und Anfang März 2022 die russischen Invasionstruppen vor Kiew und Charkiw mithilfe der Javelin zurück. (pm)

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