Von Frankreich bis nach Tschechien
A6: Raststätten, Sehenswürdigkeiten und Co. entlang der Autobahn
Die A6 ist mit ihren 480 Kilometern die wichtigste Verbindungsstrecke von Ost nach West im Süden Deutschlands. Alle Infos über die Autobahn.
Die Bundesautobahn 6 (kurz: BAB 6/A6) ist rund 480 Kilometer lang und verläuft von der französischen Grenze im Südwesten Deutschland bis zur tschechischen Grenze im Südosten. Die A6 ist aber nicht nur die wichtigste Ost-West-Verbindung im Süden der Bundesrepublik, sondern auch Teil der etwa 5000 Kilometer langen „Europastraße 50“, welche vom Atlantik bis zum Kaspischen Meer führt. Wer von der französischen Hauptstadt Paris nach Prag will, muss über die A6. Mit ein Grund, weshalb auf der Bundesautobahn jede Menge Verkehr ist.
Wo beginnt die A6? Hier führt die Bundesautobahn im Süden entlang
Die A6 beginnt an der französisch-deutschen Grenze am Übergang „Golende Bremm”, also am südlichen Stadtrand von Saarbrücken (Saarland) und endet an der tschechischen Grenze bei Waidhaus in der Oberpfalz (Bayern). Autofahrer benötigen vom Anfang bis zum Ende der Bundesautobahn 6 in Deutschland etwas mehr als fünf Stunden bei freier Fahrt.
Quer durch insgesamt fünf Bundesländer führt die Autobahn 6: Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Auf der Strecke liegen unter anderem Kaiserslautern, Mannheim, Heidelberg, Heilbronn und Nürnberg.
Wie wird die Bundesautobahn 6 noch genannt?
Die offizielle Bezeichnung lautet Bundesautobahn 6, die Abkürzung ist „BAB 6”, umgangssprachlich und kürzer ist jedoch „A6”. Doch die Autobahn im Süden hat auch noch weitere Bezeichnungen, die sich auf bestimmte Teilabschnitte beziehen. Die „Neckarlinie” führt zwischen Mannheim und Heilbronn, als „Kraichgau-Autobahn“ wird der A6-Abschnitt zwischen Walldorf und Heilbronn bezeichnet. Die „Via Carolina” führt von Nürnberg nach Waidhaus, erklärt „meine-auto.info”.
Doch warum eigentlich die Zahl sechs? Seit 1975 wird die Vergabe der Zahlen auf den Bundesautobahnen (BAB) nach einem bestimmten Prinzip vorgenommen. echo24.de erklärt, was es mit den geraden und ungeraden Autobahnziffern auf sich hat.
Welche Autobahnen kreuzt die A6?
Von der A6 aus gelangen Autofahrer in alle möglichen Richtungen. Die Bundesautobahn kreuzt von West nach Ost die Autobahnen A8 am Autobahnkreuz Neunkirchen, die A5 am Autobahnkreuz Walldorf, die A81 am Autobahnkreuz Weinsberg, die A7 am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim, die A9 am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost, die A3 am Autobahnkreuz Altdorf und die A93 am Oberpfälzer Wald.
Wer von der A6 auf die A5 wechselt, gelangt je nach Fahrtrichtung nach Karlsruhe, Darmstadt oder Frankfurt. Die A81 führt nach Würzburg und Stuttgart. Auf der A7 gelangen Autofahrer ebenfalls nach Würzburg oder nach Ulm. Nach München oder Nürnberg führt die A9. Die A3 und die A93 bringt Autofahrer bis nach Regensburg. Die Großstädte im Süden sind durch die Autobahnen gut vernetzt.
Rund 100.000 Autofahrer sind allein in der Region Heilbronn pro Tag auf der Bundesautobahn 6 unterwegs. Vor allem in der Ferienzeit – rund um Ostern, Pfingsten, den Sommerferien und Weihnachten – kommt es schnell zum Verkehrschaos und langen Staus auf der A6. Wer schneller ans Ziel kommen möchte, sollte auf die orangefarbenen Pfeile auf der Autobahn achten.
Welche Tempolimits gelten auf der A6?
Wie auf jeder Autobahn in Deutschland gelten je nach Abschnitt unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. Nach einer Unfallserie am Walldorfer Kreuz wurde dort ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde festgelegt. Es gibt sowohl Zonen, in denen die Geschwindigkeit auf 100 km/h begrenzt ist sowie Bereiche, in denen Autofahrer 110, 120 und 130 km/h fahren dürfen. Auf bestimmten Abschnitten kann auf der A6 aber auch Vollgas gegeben werden und die Geschwindigkeit ist unbegrenzt.
echo24.de erklärt die wichtigsten Schilder, welche Autofahrer kennen sollten. Vor allem das Verkehrsschild mit Pfeilen und Kreisen ist wichtig, um das Tempolimit zu erkennen. Wer mit Google Maps navigiert, kann sich mit einem einfachen Trick die geltenden Tempolimits anzeigen lassen, um kein Blitzerfoto zu riskieren.
Sehenswürdigkeiten entlang der BAB 6
Entlang der 480 Kilometer gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, direkt in Autobahnnähe, „mobile.de” hat einige davon zusammengefasst: Fußballfans können am Betzenberg den Traditionsclub 1. FC Kaiserslautern besuchen, inklusive Stadionführung und Museum. Am Autobahnkreuz Mannheim bietet sich ein Besuch des Technoseum an – in Sinsheim wartet direkt das nächste Technikmuseum. Wer eine längere Pause einlegen will und sich etwas Wellness gönnen, ist von der A6 schnell in den Badewelten Sinsheim. Die BAB 6 führt außerdem direkt am Schloss Schwetzingen vorbei und der Rennstrecke Hockenheimring, wo immer wieder große Open Air Konzerte stattfinden.
Auf der Strecke gibt es noch ein weiteres Highlight: Die A6 führt direkt über die höchste Straßenbrücke Deutschlands, die Kochertalbrücke, welche 185 Meter über dem Talgrund liegt.
Raststätten und Tankstellen mit Toiletten entlang der A6
An diesen Autobahnraststätten gibt es laut „raststaetten.de” sowohl eine Tankstelle und E-Ladesäulen als auch Toiletten. Die Tankstellen sind alle täglich 24 Stunden geöffnet. (Stand: 10. Januar 2022).
- Goldene Bremm Nord – bei der Ausfahrt Saarbrücken-Goldene Bremm Richtung West
- Goldene Bremm Süd – bei der Ausfahrt Saarbrücken-Goldene Bremm Richtung Ost
- Homburg Süd – bei der Ausfahrt Homburg Richtung Ost – hier gibt es auch eine Raststätte, die von 6 bis 22 Uhr geöffnet ist.
- Waldmohr – bei der Ausfahrt Waldmohr Richtung West – hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten.
- Pfalz – bei der Ausfahrt Wattenheim Richtung Ost/West –hier gibt es auch eine Raststätte, die von 6 bis 22 Uhr geöffnet ist.
- Am Hockenheimring West – am Dreieck Hockenheim Richtung Ost – hier gibt es Übernachtungsmöglichkeiten.
- Am Hockenheimring Ost – am Dreieck Hockenheim Richtung Ost
- Kraichgau Nord – bei der Ausfahrt Sinsheim-Süd Richtung West
- Kraichgau Süd – bei der Ausfahrt Sinsheim-Süd Richtung Ost – hier gibt es ein Nordsee-Restaurant.
- Hohenlohe Nord – bei der Ausfahrt Kupferzell Richtung West
- Hohenlohe Süd – 9 bei der Ausfahrt Kupferzell Richtung Ost
- Frankenhöhe Nord – bei der Ausfahrt Feuchtwangen-Nord Richtung West
- Frankenhöhe Süd – bei der Ausfahrt Feuchtwangen-Nord Richtung Ost
- Kammersteiner Land Nord – bei der Ausfahrt Schwabach-West Richtung West – hier gibt es eine Nordsee-Filiale sowie ein Restaurant.
- Kammersteiner Land Süd – bei der Ausfahrt Schwabach-West Richtung Ost
- Oberpfälzer Alb Nord – bei der Ausfahrt Sulzbach-Rosenberg Richtung West
- Oberpfälzer Alb Süd – bei der Ausfahrt Sulzbach-Rosenberg Richtung Ost
Stau und Sperrungen auf der A6
Auf der A6 kommt es immer wieder zu Staus, aufgrund von hohem Verkehrsaufkommen, kleineren und größeren Unfällen sowie Bauarbeiten. Wer eine Fahrt über die A6 plant, sollte vorab die aktuelle Verkehrslage checken. Das geht zum einen direkt in gängigen Navigationsapps wie GoogleMaps oder der TomTomGo.
Zudem können die aktuellen Staumeldungen für die A6 unter anderem auf „stau.info”, „adac.de” und „verkehrsinformation.de” gecheckt werden. Wer selbst im Stau steht, kann zudem Verkehrsverzögerungen an die jeweiligen Portale melden, sodass andere Autofahrer die Strecke meiden können. Auch echo24.de berichtet regelmäßig über Unfälle, Vollsperrungen und Staus auf der Autobahn.
Entstehungsgeschichte der Bundesautobahn 6 – Ausbau läuft weiter
Verschiedene Quellen sind sich einig: Die Geschichte der Bundesautobahn 6 reicht bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die Autobahnverbindung zwischen den Räumen Heilbronn und Nürnberg war bereits Teil des Grundnetzes der Reichsautobahnen.
Die Geschichte der Autobahn 6, wie wir sie heute kennen, beginnt Aufzeichnungen zufolge offiziell 1935 mit der Planung und dem Bau einer Autobahnverbindung zwischen Heilbronn und Nürnberg. Noch in den 30er Jahren wurden die ersten Teilstrecken der heutigen A6 in Betrieb genommen. Die Pläne für die Fertigstellungen wurden allerdings durch den Zweiten Weltkrieg (1939 bis 1945) unterbrochen, Streckenbereich wurden während des Kriegs beschädigt.
Nach Kriegsende wurde der A6-Ausbau in den 50ern wieder aufgenommen. 1957 wurde Saarland wieder in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert, womit der Grundstein gelegt war, die A6 an die Grenze zu Frankreich anzuschließen. In den 60ern wurde der Anschluss bis an die französische Grenze dann vollendet. Bis Mitte der 2000er folgten noch zahlreiche Bauarbeiten auf Teilstrecken, bis die A6 final fertiggestellt wurde.
Bauarbeiten auf der A6 – sechsspuriger Ausbau bei Heilbronn
Auch heute noch kommt es zu zahlreichen Bauarbeiten auf der A6 und damit auch zu jeder Menge Sperrungen sowie Staus. Im Dezember 2022 konnte der sechsspurige Ausbau bei Heilbronn fertiggestellt werden – eine große Entlastung für den Verkehr. Für 1,3 Milliarden Euro wurde die 25,4 Kilometer lange Strecke zwischen dem Weinsberger Kreuz und der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg in zwei Abschnitten ausgebaut. Knapp fünf Jahre haben die Bauarbeiten auf der A6 gedauert und immer wieder zu Vollsperrungen sowie Teilsperrungen von Anschlussstellen geführt. Insgesamt 36 Brücken wurden neu gebaut, 28 weitere saniert.
A6-Ausbau abgeschlossen: 1,3 Milliarden Euro für sechs Fahrspuren




Höhepunkt des Ausbaus war wohl der Querverschub des Neckartalübergangs. Mitte Februar 2022 wurde die rund 824 Meter lange und 48.460 Tonnen schwere Neckarbrücke verschoben – um 21,74 Meter, wie echo24.de berichtet. Ein Meilenstein während des A6-Ausbaus.
