Bundesweiter Gehalts-Vergleich

Gehaltscheck in Baden-Württemberg: In dieser Stadt verdienen Angestellte am meisten

  • Fabian Girschick
    VonFabian Girschick
    schließen

Wie gut verdienen Menschen in Baden-Württemberg eigentlich im Vergleich zum Rest der Deutschen? Absolut nicht schlecht! In einer Stadt sogar besonders viel.

Vor kurzem hat das Jobportal „Stepstone“ einen neuen Gehaltsreport veröffentlicht, in dem nicht nur auf das bundesweite Mediangehalt, sondern auch die regionalen Unterschiede eingegangen wurde. Hierbei zeichnen sich klare Differenzen zwischen den einzelnen Bundesländern und Städten ab.

Zudem lassen sich auch signifikante Unterschiede zwischen den Branchen und Unternehmensgrößen feststellen. echo24.de hat nachfolgend die spannendsten Erkenntnisse zusammengefasst – mit einer freudigen Botschaft für alle Baden-Württemberger.

Baden-Württemberger verdienen im Bundes-Vergleich am Drittbesten

Ein Blick auf das Median-Gehalt in brutto zeigt, dass Menschen in Baden-Württemberg im Median am drittbesten verdienen – und zwar 47.000 Euro (im Jahr 2023). Damit liegt das Ländle sogar noch vor Bayern, wo die Bürger im Median ein Bruttojahreseinkommen von 46.000 Euro hatten (Platz 5), und Berlin mit 46.500 Euro (Platz 4).

Was ist das Mediangehalt?

Laut Stepstone beschreibt das Mediangehalt die Mitte aller Daten: 50 Prozent liegen über diesem Wert, 50 Prozent darunter. Diese Angabe sei in der Regel genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden könne.

Nur zwei Bundesländer konnten Baden-Württemberg noch toppen – und zwar Hamburg und Hessen. Hier verdienten die Bürgerinnen und Bürger 2023 im Median ganze 49.750 Euro, beziehungsweise 47.500 Euro. Am wenigsten erwirtschafteten die Berufstätigen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 36.500 Euro).

Stuttgarter verdienen im deutschlandweiten Vergleich am Zweitbesten

Werden nun die Städte und nicht die Bundesländer verglichen, landet Baden-Württemberg auf gewisse Art und Weise sogar auf Platz zwei der Top-Verdiener– denn die Landeshauptstadt Stuttgart sichert sich den zweiten Platz auf der Liste der Städte mit den höchsten Gehältern (im Median 54.500 Euro brutto pro Jahr in 2023). Gefolgt von Frankfurt (54.250 Euro) und Wiesbaden (53.500 Euro). Nur Münchner verdienten noch mehr (56.250 Euro).

Ein Grund hierfür könnte sicherlich auch sein, dass man in der Automobilindustrie zumindest 2022 zu den Top-Verdienern zählt – und es in München und Stuttgart mit BMW und Mercedes-Benz jeweils einen der erfolgreichsten Hersteller von Autos gibt. Die Bundesagentur für Arbeit ist übrigens zu einem anderen Ergebnis bekommen, in welcher Stadt Baden-Württemberger am meisten verdienen.

In dieser Branche gibt es am meisten Geld – Median-Gehalt liegt bei über 60.000 Euro

2023 tauchte die Automobilindustrie jedoch nicht in den Top-Branchen nach Gehalt auf. Vorne mit dabei sind stattdessen das Bankwesen mi 63.250 Euro, die Luft- und Raumfahrt mit 57.750 Euro und die Pharmaindustrie mit 57.250 Euro. Mit 57.000 Euro ist dieses ja auch die Wissenschafts- und Forschungsbranche vertreten (Platz 4). Die Versicherungsbranche rutschte mit 56.000 Euro auf Platz 5.

Unternehmen mit mehr als 5.000 Angestellten zahlen ihren Mitarbeitenden übrigens deutlich mehr als Kleinunternehmen mit bis zu 50 Angestellten. Erstere dürfen sich im Median auf 53.500 Euro brutto pro Jahr einstellen, letztere lediglich auf 38.500 Euro. Richtig gut lässt es sich übrigens bei Würth verdienen – mehr als 95.000 Euro sind in manchen Jobs drin.

Gender-Pay-Gap in Deutschland weiterhin hoch: Frauen verdienen immernoch weniger Geld als Männer

In dem Gehaltsreport von „Stepstone“ macht sich auch weiterhin ein großer Unterschied zwischen der Bezahlung von Männern und Frauen bemerkbar. Durchschnittlich 12,40 Prozent weniger verdienten Frauen 2023 im Vergleich zu Männern. Hierbei spricht man vom sogenannten „Gender-Pay-Gap“.

Allgemein gab es in Deutschland aber einen Abwärtstrend bei den Gehältern, denn während der bundesweite Median 2023 bei 43.750 Euro lag, waren es 2021 noch 44.074 Euro. Vor kurzem berichtete echo24.de darüber, wer 2024 mit mehr Nettoabzügen rechnen muss. Mit einem Steuer-Trick bleibt für Arbeitnehmer mehr übrig.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/stockfotos-mg

Mehr zum Thema