Lohnsteuer-Ermäßigung für 2023 und 2024

Steuer-Tipp für Arbeitnehmer: So bleibt mehr Netto vom Brutto

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
    schließen

Mit einem einfachen Trick mehr Geld auf dem Konto? Das geht, denn: mit der Lohnsteuer-Ermäßigung bleibt Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto.

Arbeitnehmer kennen das Problem: Brutto- und Netto-Gehalt unterscheiden sich oft stark. Zwar gibt es ab 2024 für Arbeitnehmer Änderungen bei Mindestlohn, Arbeitszeit und Co., die Lohnsteuer aber bleibt. In der Regel werden die Steuern automatisch vom Lohn abgezogen. Doch Arbeitnehmer können einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim Finanzamt stellen.

Das Finanzamt bewilligt den Antrag unter bestimmten Voraussetzungen. Ist der Antrag durch, zieht der Arbeitgeber weniger Steuern vom Lohn ab, schreibt „chip.de“.

Lohnsteuer-Ermäßigung bringt Geld für Arbeitnehmer: So bleibt mehr Netto vom Brutto

Um in den Genuss der Lohnsteuer-Ermäßigung zu kommen und mehr Nettogehalt zu erhalten, muss ein Antrag beim Finanzamt gestellt werden. Für das Jahr 2023 müssen Arbeitnehmer dies bis Ende November tun. Alternativ kann auch ein Antrag für 2024 gestellt werden und so die Freibeträge für zwei Jahre gesichert werden, wie „Chip.de“ schreibt. Der Antrag kann sich lohnen, denn einige Arbeitnehmer erhalten höhere Netto-Abzüge und weniger Lohn ab 2024.

Aber nicht jeder Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung wird auch bewilligt. Die Ermäßigung richtet sich nach der Höhe der Aufwendungen, wie beispielsweise Werbungskosten, Sonderausgaben oder weitere außergewöhnliche Belastungen. Für jede dieser Kategorien müssen mindestens 600 Euro pro Jahr aufgewendet werden, um einen Freibetrag zu erhalten.

Werbungskosten bei der Steuer

Werbungskosten sind unter anderem Arbeitsbekleidung, Fahrtkosten, Kosten für Arbeitszimmer, Reisekosten, Bewerbungskosten, Umzugskosten, Kontoführungsgebühren, Fortbildungskosten. Es handelt sich um all jene Kosten, die Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen, schreibt „Smart Steuer“.

Pauschbeträge und Werbungskosten: So gelingt der Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung

Es gibt Pauschbeträge, die bereits berücksichtigt sind. Zum Beispiel der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro für das Jahr 2023. Ein Arbeitnehmer muss also insgesamt mindestens 1.830 Euro Werbungskosten haben, um einen Freibetrag in diesem Bereich zu erhalten.

Das Finanzamt bietet eine Hilfeseite mit detaillierten Regeln und Ausnahmen bezüglich Steuer und Ermäßigungen an. Beispielsweise können die Fahrtkosten zur Arbeit beim Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung angegeben werden. Die Pauschale beträgt 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent für jeden weiteren Kilometer, schreibt „Steuer Tipps“.

Der Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung für 2023 muss bis spätestens 30. November gestellt werden. Wird der Antrag genehmigt, müssen ab Dezember weniger Steuern gezahlt werden. Dadurch bleibt den Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto – es sollte jedoch geprüft werden, um mit einer Steuerrückzahlung im folgenden Jahr gerechnet werden muss. Doch Vorsicht: Ab 2024 werden im Haushalt einige Änderungen Pflicht.

Auch bei der Rente gibt es ab 2024 Neuerungen: Das ändert sich im neuen Jahr für Rentner.

Rubriklistenbild: © IMAGO/ McPHOTO