Bis zu 30 Schnuppen pro Stunde

Höhepunkt der Perseiden: Tropennacht sorgt für ideale Sicht auf Sternschnuppen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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In der Nacht auf Dienstag sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen – die Perseiden erreichen ihren Höhepunkt. Die Sicht ist ideal, dank einer trockenen Tropennacht.

Es ist heiß in Baden-Württemberg – und nicht nur tagsüber ist die Wärmebelastung hoch. Die Temperaturen liegen Mitte August regional sogar bei „gefühlten 40 Grad“ – nachts gibt es insgesamt nur wenig Abkühlung. Tropennächte kündigen sich an, das bedeutet, dass die Temperaturen bei über 20 Grad bleiben. Während einer Tropennacht lässt es sich eher schlecht schlafen – doch neben der schlechten Nachricht gibt es auch eine Gute, zumindest für alle Sternschnuppen-Fans.

Schlaflos wegen Tropennacht? Blick in den Himmel lohnt sich – besonders viele Sternschnuppen am Himmel

Wer in der Tropennacht aufgrund der Wärme schlaflos ist, der sollte anstatt sich zu ärgern, lieber in den Nachthimmel schauen. In der Nacht von Montag auf Dienstag erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Dann können besonders viele Sternschnuppen am Himmel beobachtet werden. Es wird eine überwiegend klare Nacht erwartet.

Wer also sowieso nicht schlafen kann, sollte sich auf den Balkon oder in den Garten setzen und in den Himmel schauen. Die Bedingungen, die ein oder andere Sternschnuppe zu sichten sind aktuell ideal.

Perseiden erreichen ihren Höhepunkt: Bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde

In der Nacht zum Dienstag sollen wieder besonders viele Sternschnuppen am Himmel über Baden-Württemberg zu sehen sein. Die Voraussetzungen für die Perseiden sehen gut aus, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet kaum Bewölkung für die Nacht. Im besten Fall können die Menschen 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Besonders gut stehen die Chancen im Norden von Baden-Württemberg. Auch über Stuttgart soll es laut DWD klar bleiben. Südlich davon kann es gebietsweise wolkig werden, denn am Nachmittag könne es teils über dem Schwarzwald zu Gewittern kommen, hieß es. Die dünne Bewölkung kann sich aber schnell wieder auflösen.

Kein Regen, nur Sternschnuppen: Hier ist die Sicht auf den Perseiden-Schauer in der Tropennacht am besten

Sternschnuppen kann man von überall aus sehen. Bessere Chancen gibt es jedoch, wenn die Umgebung so dunkel wie möglich ist. Gute Beobachtungsposten sind aus diesem Grund möglichst weit weg von den Lichtern der Stadt, erklärt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg.

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Der Blick zum Himmel sollte frei von Hindernissen wie Bäumen, Gebäuden oder hohen Bergen sein, sagt Martin Federspiel vom Planetarium Freiburg. Auch Mondlicht stört die Beobachtung. „In der Nacht des Maximums geht der zunehmende Mond gegen Mitternacht unter“, erklärt Federspiel. Unter anderem darum sei die zweite Nachthälfte bis zum Beginn der Morgendämmerung günstig für die Beobachtung der Perseiden. 

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