Wo die meisten Straftaten passieren
Kriminalitätskarte zeigt: Dies ist die gefährlichste Stadt in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg gehört zu den sichersten Bundesländern in Deutschland. Doch auch hier gibt es Städte, in denen die Zahl der Straftaten deutlich heraussticht. Welche Stadt ist die „kriminellste“?
Neben Bayern gehört Baden-Württemberg zu den sichersten Bundesländern. Dennoch gibt es natürlich auch in Baden-Württemberg zahlreiche Straftaten, die verübt werden. Auf einer Karte von „Deutschlandatlas“ ist die Verteilung der Straftaten veranschaulicht, die innerhalb eines Jahres begangen wurden und aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgehen.
Im Jahr 2021 kamen in ganz Deutschland auf 100.000 Einwohner durchschnittlich knapp 5.200 Straftaten. Die Hochrechnung verfolgt dabei dasselbe Prinzip, wie auch in der Corona-Pandemie für die Fallzahlen genutzt wurde. Bei einem genaueren Blick auf die Straftaten auf der Deutschlandkarte, geclustert nach Bundesländern oder Landkreisen, fällt auf, dass es ein starkes Nord-Süd-Gefälle gibt. Zudem sind Städte häufiger von Kriminalität betroffen als Landkreise. Die Anzahl an Straftaten liegt in Städten bei bis zu 13.100 pro 100.000 Einwohner.
Karte zeigt: Freiburg im Breisgau ist die kriminellste Stadt Baden-Württembergs
Obwohl Baden-Württemberg auf Platz zwei der sichersten Bundesländer landen konnte, gibt es auch hier einige Städte, in denen die Straftaten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2021 insgesamt bei „über 7.000 und mehr“ lag. Dies ist die höchste Kategorie, die eine Stadt oder ein Landkreis erzielen kann. Bei „unter 4.000“ gelten Städte und Landkreise dahingegen als sicher.
Mit 9516,76 Straftaten insgesamt pro 100.000 Einwohner im Jahr 2021 liegt Freiburg im Breisgau mit Abstand auf Platz 1 der kriminellsten Städte in Baden-Württemberg. Keine andere Stadt und kein anderer Landkreis können annähernd so viele Straftaten verzeichnen wie die Universitätsstadt mit rund 230.000 Einwohnern.
Karlsruhe und Mannheim landen auf Platz 2 und 3 der kriminellsten Städte Baden-Württembergs
Verglichen mit anderen baden-württembergischen Städten und Landkreisen haben allerdings auch Karlsruhe (7653,13), Mannheim (7561,64), Heidelberg (7004,49), Stuttgart (6731,34) sowie Baden-Baden (6703,46) eine relativ hohe Kriminalitätsrate. Genauso wie Ulm (6423,80), Pforzheim (6391,25) und Lörrach (6277,69).
Mit 5.000 bis 6.000 Straftaten insgesamt pro 100.000 Einwohner können auch Rastatt, Offenburg und Heilbronn nicht wirklich glänzen. Hieran zeigt sich, dass nicht nur Groß-, sondern auch Kreis- und Mittelstädte von Kriminalität betroffen sind. Jedoch eben nicht ganz so stark. echo24.de berichtet: So gefährlich ist es in Heilbronn wirklich.
Der Enzkreis ist laut Kriminalstatistik der sicherste Landkreis in Baden-Württemberg
So schockierend diese Zahlen auch sein mögen, so erfreulich ist es, dass ein Großteil der Landkreise und Städte bei unter 4.000 Straftaten insgesamt pro 100.000 Einwohner liegt. Ein besonders positives Beispiel ist hier der Enzkreis mit 2543,15 Straftaten, sofern man bei Straftaten überhaupt von positiv sprechen kann. So oder so ist er aber auf jeden Fall der Landkreis mit der geringsten Anzahl an Straftaten.
2022 ist die Anzahl der Straftaten in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen
Für das Jahr 2022 liegen auf der Website des „Deutschlandatlasses“ aktuell leider noch keine Zahlen vor. Dafür wurde aber ein Sicherheitsbericht des Landes Baden-Württemberg veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass die Kriminalitätsbelastung in Baden-Württemberg 2022 bei 4.944 Straftaten je 100.000 Einwohner lag und damit – die beiden Pandemie-Jahre ausgenommen – den niedrigsten Stand seit dem Jahr 1984 erreichte.
Laut Medienberichten bleibt Freiburg aber weiterhin die kriminellste Stadt in Baden-Württemberg. Um dem in Zukunft vorzubeugen, wurde laut des Sicherheitsberichtes 2022 eine Videoüberwachung eingeführt.
Die politisch-motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg hat zugenommen. Auffällig ist: Die Straftaten durch Klimaaktivisten haben sich versiebenfacht. (von Fabian Girschick).
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