Verwarnungsgeld droht

Frist für Führerschein-Umtausch verpasst? Was Autofahrer tun sollten

  • Melissa Sperber
    VonMelissa Sperber
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Die nächste Führerschein-Umtauschfrist endet am 19. Januar. Doch was passiert, wenn Autofahrer den Umtausch verpassen – und was müssen sie dann tun?

Etwa 15 Millionen Papierführerscheine und rund 28 Millionen Scheckkartenführerscheine müssen bis 2033 umgetauscht werden. Das betrifft alle Autofahrer, deren Führerschein vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde – egal, ob grauer oder rosafarbener „Lappen“ oder weiße Scheckkarte. Die nächste Umtauschfrist endet am Freitag, 19. Januar 2024.

Der Grund: Führerscheine sollen künftig EU-weit einheitlich und fälschungssicher sein. Mit einer Erfassung in einer Datenbank sollen zudem mögliche Missbrauchsfälle vermieden und garantiert werden, dass die Angaben auf dem Führerschein stets aktuell sind, wie echo24.de berichtet.

Umtauschfristen für Führerscheine: Was passiert, wenn Autofahrer das Datum verpassen?

Was passiert jedoch, wenn Autofahrer ihre Umtauschfrist verpassen? Wer ohne gültigen Führerschein in einer Polizeikontrolle erwischt wird, muss für die Ordnungswidrifkeit mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von zehn Euro rechnen. Im Ausland kann es unter Umständen deutlich teurer werden, wenn Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis erwischt werden, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ berichtet.

Von ABS bis TÜV: Diese Abkürzungen sollte jeder Autofahrer kennen

Verschiedene PKWs stehen hintereinander.
TÜV Süd Technischer Überwachungsverein KFZ Auto-Plakette Verkehrssicherheit Hauptuntersuchung
Schild mit Tüv Plakette, HU, Deutschland, Europam Hauptuntersuchung
Ein Mechaniker fuellt Motoroel in ein Kraftfahrzeug
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Autofahrer, die ihre Frist verpasst haben, sollten deswegen den Umtausch so schnell wie möglich nachholen. Das ist vielerorts sowohl online als auch in der örtlichen Führerscheinstelle möglich. Wichtig ist jedoch, dass Antragsteller die richtigen Dokumente nicht vergessen. Für den Umtausch werden Personalausweis oder Reisepass, ein biometrisches Passfoto und ein aktueller Führerschein benötigt – er kostet etwa 25 Euro, hinzu kommen die Kosten für das Passfoto.

Unterschiedliche Fristen: Wann müssen Autofahrer den Führerschein umtauschen?

Für viele Autofahrer stellt sich die Frage: Wann muss ich umtauschen? Dafür sind zwei Daten relevant: das Geburtsjahr des Fahrers und das Ausstellungsdatum. Wurde der Führerschein bis zum 31. Dezember 1998 ausgestellt, ist für Autofahrer das Geburtsjahr entscheidend. Es gelten folgenden Fristen:

  • Geburtsjahr vor 1953: Umtausch bis 19. Januar 2033
  • Geburtsjahr 1953 bis 1958: Umtausch bis 19. Januar 2022
  • Geburtsjahr 1959 bis 1964: Umtausch bis 19. Januar 2023
  • Geburtsjahr 1965 bis 1970: Umtausch bis 19. Januar 2024
  • Geburtsjahr 1971 oder später: Umtausch bis 19. Januar 2025

Wurde der Führerschein ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt, dann ist das Ausstellungsjahr entscheidend. Es gelten diese Fristen:

  • Ausstellungsjahr 1999 bis 2001: Umtausch bis 19. Januar 2026
  • Ausstellungsjahr 2002 bis 2004: Umtausch bis 19. Januar 2027
  • Ausstellungsjahr 2005 bis 2007: Umtausch bis 19. Januar 2028
  • Ausstellungsjahr 2008: Umtausch bis 19. Januar 2029
  • Ausstellungsjahr 2009: Umtausch bis 19. Januar 2030
  • Ausstellungsjahr 2010: Umtausch bis 19. Januar 2031
  • Ausstellungsjahr 2011: Umtausch bis 19. Januar 2032
  • Ausstellungsjahr 2012 bis 18. Januar 2013: Umtausch bis 19. Januar 2033

Umtauschfristen für Scheckkarten-Führerscheine

Wer vor 1953 geboren wurde, kann sich bis zum 19. Januar 2033 Zeit mit dem Umtausch lassen – unabhängig vom Ausstellungsdatum oder dem Format des Führerscheins.  Als Grund nennt das Verkehrsministerium, dass man so sicherstellen will, dass Ältere überhaupt noch fahren wollen. Vorsicht gilt auch für Besitzer von Führerscheinen, die ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden. Denn: Sie sind nur noch 15 Jahre gültig und müssen regelmäßig erneuert werden.

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