Spritpreis steigt
CO2-Preis steigt ab 2025: Tabelle zeigt, wie teuer Tanken wird
- VonVanessa Lutzschließen
Autofahrer in Deutschland müssen sich 2025 auf höhere Spritpreise einstellen. Grund: Der CO2-Preis steigt erneut. Der Kosten-Hammer endet damit noch nicht: Es drohen jährliche Mehrkosten von 2000 Euro.
Auf die Bürger in Deutschland kommen im nächsten Jahr einige Änderungen zu – und manche könnten ziemlich teuer werden. Auch so mancher Autofahrer muss im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen, da die Typklassen der Kfz-Versicherungen neu festgelegt worden sind. Seit 2021 hat zudem der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid seinen Preis – und dieser wird auch 2025 nochmal spürbar steigen. Ein Ende ist damit aber noch nicht in Sicht, wie echo24.de zeigt.
CO2-Steuer fürs Tanken: Darum gibt es diese Bepreisung
Der CO2-Preis, auch CO2-Abgabe oder CO2-Steuer genannt, ist ein Instrument der Umweltpolitik: Die Abgabe bedeutet künftig laufend steigende Spritpreise, um die Klimaziele in Deutschland zu erreichen. Konkret: Fossile Energieträger wie Kohle, Benzin oder Erdgas sollen preislich unattraktiv werden, damit weniger verbrannt wird. Eingeführt wurde die Bepreisung 2021.
Im vorigen Jahr ist der CO2-Preis für Kraft- und Brennstoffe deutlich gestiegen: Zum 1. Januar 2024 wurde er nicht wie geplant von 30 auf 40 Euro, sondern auf 45 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid erhöht. Grund für die Erhöhung war die Haushaltskrise der Bundesregierung: Durch die Mehreinnahmen sollte das Haushaltsloch gestopft werden. Es gibt allerdings einige Tipps und Tricks für Autofahrer, wie sie trotz der hohen Spritpreise sparen können.
CO2-Steuer fürs Tanken: So viel teurer wird der Spritpreis 2025
In den folgenden Jahren zieht der CO2-Preis weiter an, 2025 auf 55 Euro pro Tonne, danach auf geschätzte 55 bis 65 Euro pro Tonne. Ab 2027 soll sich der Anstieg schließlich aus Angebot und Nachfrage ergeben. Der „ADAC“ hat den Preisanstieg der vergangenen und der kommenden Jahre errechnet:
| Jahr | Preis CO2 pro Tonne / Preisanstieg pro Liter Benzin / Diesel |
| 2021 | 25 Euro / circa 7 Cent / circa 8 Cent |
| 2022 | 30 Euro / circa 8,4 Cent / circa 9,5 Cent |
| 2023 | 30 Euro / circa 8,4 Cent / circa 9,5 Cent |
| 2024 | 45 Euro / circa 12,7 Cent / circa 14,2 Cent |
| 2025 | 55 Euro / circa 15,7 Cent / circa 17,3 Cent |
| 2026 | 55 bis 65 Euro / circa 16,9 Cent / circa 18,9 Cent |
| 2027 | Freie Preisbildung im Emissionshandel |
Laut Berechnungen des „ADAC“ wird im Jahr 2025 Benzin alleine aufgrund des CO2-Preises um circa 15,7 Cent teurer, bei Diesel gibt es einen Aufschlag von circa 17,3 Cent. Obendrauf kommt dann noch die Mehrwertsteuer.
CO2-Steuer könnte 2027 noch weiter steigen
Völlig unklar ist, wie hoch der Preis ab 2027 steigen wird. Ab dann ergibt sich die Höhe der Abgabe aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten an der Börse. Sprich: Die Bildung des CO2-Preises unterliegt dann dem Markt, wie „autobild.de“ erklärt. Eine Prognose des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung besagt, dass der CO2-Preis bis 2030 auf 120 Euro, bis 2050 auf 400 Euro pro Tonne steigen könnte. Letzteres würde einen Aufschlag von 1,20 Euro auf den Literpreis bedeuten.
Wie „autobild.de“ schreibt, könnte der Liter Sprit somit 3 Euro kosten. Das entspräche jährlichen Mehrkosten von 1170 Euro für durchschnittliche Autofahrer. Sollte die CO2-Abgabe den Sprit auf 4 Euro pro Liter verteuern, läge die Mehrbelastung bei 2145 Euro – pro Jahr.
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