Deo, Haarspray und Sprühflaschen

Explosionsgefahr im Sommer: Beliebte Kosmetik darf bei Hitze nicht im Auto bleiben

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Im Sommer heizt sich das Auto schnell auf. Doch einige gängige Kosmetik- und Pflegeprodukte halten der Hitze nicht stand und drohen zu explodieren.

Sonne und hohe Temperaturen haben Auswirkungen auf bestimmte Pflegeprodukte und deren Verpackungen. Die Hitzeentwicklung im Fahrzeug ist bei sommerlichem Wetter ist nicht zu unterschätzen. Bei Hitze können scheinbar harmlose Produkte wie Deo, Haarspray und Nagellack zu einer echten Bedrohung werden.

Schon bei einer Außentemperatur von 28 Grad besteht für einige Gegenstände im Auto Explosionsgefahr. Autofahrer sollten diese Produkte im Sommer nicht im Auto lassen. echo24.de gibt einen Überblick welche Kosmetik bei Hitze im Auto zur Gefahr werden kann.

Welche Kosmetik darf bei Hitze nicht im Auto bleiben?

Viele Kosmetikprodukte enthalten leicht entzündliche Lösungsmittel und Gase. Dazu gehören Lösungsmittel wie Aceton und Ethanol, die zum Beispiel in Nagellackentfernern, Parfüms und einigen Haarstylingprodukten enthalten sind. Steigt die Temperatur im Autoinneren, dehnen sich diese aus und erhöhen den Druck im Behälter. Bei bestimmten Temperaturen kann dieser Druck so groß werden, dass der Behälter platzt oder explodiert, wie „Welt.de“ schreibt.

Kosmetikprodukte, die leicht entzündlich sind, deren Inhaltsstoffe sich bei Hitze ausdehnen oder anderweitig mit hohen Temperaturen reagieren, sollten im Sommer nicht im Auto bleiben. Es ist wichtig, diese Produkte von offenen Flammen und Wärmequellen fernzuhalten, um die Brandgefahr zu minimieren., wie „AOK“ warnt. Die genauen Inhaltsstoffe können meist auf der Verpackung entnommen werden. Übrigens nicht nur Kosmetik bedeutet für Autofahrer Gefahr: Hohe Temperaturen können auch wie Alkohol wirken.

Welche Produkte sind bei Hitze im Auto besonders gefährlich?

  • Deodorants: Durch den hohen Anteil an Treibgasen sind Deodorants besonders anfällig für Explosionen, wie „Firefighter Insider“ schreibt.
  • Haarspray: Die in Haarspray enthaltenen Lösungsmittel sind leicht entzündlich und können bei hohen Temperaturen Dämpfe bilden, wie „Kluthe Magazin“ erklärt.
  • Nagellack: Auch Nagellack enthält Lösungsmittel, die bei Hitze zu einer Gefahr werden können, wie „Focus“ schreibt. Allerdings droht keine Explosions-Gefahr, sondern es können durch Toluol giftige Dämpfe entstehen.
  • Parfüms: Viele Parfüms enthalten Alkohol, der ebenfalls leicht entflammbar ist.
  • Sprühdosen mit Aerosol: Generell alle Aerosol-Sprühdosen können bei Hitze zur Gefahr werden. Bereits zwischen 40 und 50° Grad Celsius können die Flaschen explodieren, wie „Welt“ schreibt.

Nicht nur gängige und beliebte Kosmetikprodukte wie Deos, Parfüm und Haarspray sind bei Hitze im Sommer riskant. Auch bei einigen Putzmitteln gilt bei Hitze Vergiftungs-Gefahr.

Wie schnell wird es im Auto zu heiß für Kosmetikprodukte?

Ab wann es für Kosmetikprodukte im Auto zu heiß wird, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Doch Aerosol-Sprühdosen oder andere Pflegeprodukte, die bei Hitze explodieren können, sollten keinen Temperaturn über 50° Grad Celsius ausgesetzt werden.

Im Sommer kann die Ausgangstemperatur im Auto 30 oder sogar 40 Grad betragen . In den ersten 5 Minuten steigt die Temperatur im Auto (bei einer Ausgangstemperatur von 30°C) um 4°C, nach einer halben Stunde bereits um 16°C auf insgesamt 46° Celsius . Bei direkter Sonneneinstrahlung und hochsommerlichem Wetter erreicht fast die Hälfte der Fahrzeuge eine Temperatur von 50 Grad Celsius, wie „AutoGott“ schreibt. Deshalb sollten Autofahrer bei Hitze Tipps zu Waldbrand-Gefahr und Verbrennungen befolgen.

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