Riskante Fahrt bei Eis und Schneee
Aqua-Planing und lange Bremswege – bei diesen Winterreifen droht Autofahrern Gefahr
VonJuliane Reyleschließen
Im Winter wird es nass und glatt auf den Straßen. Doch nicht jeder Reifen bietet Sicherheit, wie Tests zeigen – bei einigen Modellen droht Autofahrern Gefahr.
Dieses Jahr schon die Reifen gewechselt? Für Autofahrer, die keine Ganzjahresreifen fahren, gilt: Winterreifen von „O“ bis „O“. Das heißt, von Oktober bis Ostern sollten die Reifen für Schnee, Eis, Frost und starken Regen geeignet sein. Doch Vorsicht ist geboten. Die Qualität der Reifen spielt eine wichtige Rolle für die Sicherheit. Im Winter sind die Straßen meist nass, glatt und rutschig, die Bereifung des Autos sollte diesen Witterungsbedingungen gewachsen sein. „AUTO BILD“ hat einige Tests durchgeführt – nicht immer war das Ergebnis so, wie es sich Autofahrer wünschen. Außerdem sollten Autofahrer mit dem Reifenwechsel nicht zu lange warten, sonst droht Bußgeld.
Winterreifen im Test: Bei diesen Modellen droht Autofahrern Gefahr
2023 führte „AUTO BILD“ einige Reifen-Tests auf Winter-Testgelände durch. Teilweise soll der Bremsweg auf nasser Fahrbahn gefährlich lange gewesen sein. Der Bremsweg spielt im Hinblick auf Unfälle und Geschwindigkeitsreduzierung in Gefahrensituationen, eine wichtige Rolle.
Zu den Reifen gehören unter anderem der „Kormoran Snow XL“-Winterreifen mit einem Bremsweg von rund 38 Metern. Ebenso problematisch fielen die Ergebnisse der Modelle „Maxxis Premitra Snow WP6“, „Nankang SV-3 Winter Activa“ und „Tigar Winter“ aus.
Bei fortführenden Tests wurden jedoch noch weitere Mängel bei Reifen festgestellt. Zwei Winterreifenmodelle, der Austone „Skadi SP901“ und der „Goodride SW608 Snowmaster“, werden aufgrund von Schwächen bei Nässe und Schnee von „AUTO BILD“ nicht empfohlen.
Lange Bremswege und Aquaplaning-Gefahr: Riskante Winterreifen für Autofahrer
Auch der „ADAC“ testete Reifen und warnt vor drei Modellen. Der „Lassa Sonways 4“ und der „Austone Athena SP901“ erhielten vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub die Note „mangelhaft“. Der „Lassa“-Reifen schnitt vor allem auf schneebedeckter Fahrbahn schlecht ab. Der „Austone“-Reifen schnitt auf nasser Fahrbahn im Vergleich zu den anderen Reifen am schlechtesten ab. Lange Bremswege, schwieriges Handling und schlechte Aqua-Planing-Eigenschaften.
Worauf Autofahrer bei „Aqua-Planing“ und nasser Fahrbahn achten müssen, erklärt echo24.de. Außerdem ist es gut zu wissen, wann die Straße wirklich als „nass“ gilt, wenn das Verkehrsschild „Nässe“ am Straßenrand steht.
Winterreifen-Test: Gefährlich lange Bremswege bei Nässe
Der Bremsweg spielt eine wichtige Rolle für die Fahrsicherheit. Nicht umsonst ist es wichtig, den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen einzuhalten und die Geschwindigkeit anzupassen. Aber auch die Reifen spielen beim Bremsverhalten eine wichtige Rolle. „AUTO BILD“ hat die Bremswege verschiedener Winterreifen bei Nässe getestet:
| Reifen | Bremsweg |
| Kormoran Snow XL | 38 Meter |
| Petlas Snowmaster W651 | 38 Meter |
| Maxxis Premitra Snow WP6 | 38,4 Meter |
| Nankang SV-3 Winter Activa | 38,4 Meter |
| Tigar Winter | 38,4 Meter |
| Superia Bluewin UHP2 | 38,5 Meter |
| Matador MP93 Nordicca | 38,6 Meter |
| CST Medallion Winter WCP1 | 38,9 Meter |
| Riken Snow | 39,1 Meter |
| Triangle Snowlink PL02 | 39,2 Meter |
| Goodride ZuperSnow Z-507 | 39,4 Meter |
| Westlake Snowmaster Z-507 | 40,3 Meter |
| Rotalla Setula W Race S330 | 40,4 Meter |
| Tourador WinterPro TSU2 | 40,4 Meter |
| Gripmax SureGrip Pro Winter | 40,6 Meter |
| Kenda KR 501 Wintergen 2 | 40,9 Meter |
| Roadstone Winguard Sport | 41,1 Meter |
| Minerva S 210 Ice-Plus | 41,9 Meter |
| Imperial Snowdragon 3 | 42,3 Meter |
| Tomket Snowroad Pro 3 | 42,3 Meter |
| Double Coin DW300 | 42,7 Meter |
| Momo W-2 North Pole | 42,8 Meter |
| Traxmax S-210 Ice Plus | 42,9 Meter |
Doch nicht nur bei Winterreifen, auch bei Ganzjahresreifen sollten Käufer aufmerksam sein, warnt „AUTO BILD“. Gleich mehrere Modelle schnitten in Tests schlecht ab, insbesondere hinsichtlich des Bremsverhaltens. Zum Beispiel wiesen der „Tomket Allyear 3“ und der „Hifly All-Turi 221“-Reifen gefährlich lange Bremswege auf.
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