„XTL“- und „B10“-Diesel
Neue Kraftstoffe: Keine Freigabe für „B10“ von Audi – diese Modelle dürfen „XTL“ tanken
VonLisa Kleinschließen
Zwei neue Kraftstoffe sollen 2024 eingeführt werden. Ohne Herstellerfreigabe sollten die allerdings nicht einfach so getankt werden. Audi erklärt, welche Modelle für „XTL“ geeignet sind und warum es keine Freigaben für „B10“ gibt.
Wie in jedem Jahr gibt es 2024 einige Änderungen für Autofahrer. Auch an der Tankstelle bleibt nicht alles gleich: Es sollen neue Kraftstoffe eingeführt werden – „XTL“ und „B10“. echo24.de berichtete bereits, welche Autos generell die neuen Spritsorten tanken dürfen. Ausschlaggebend ist hier die Freigabe durch den Hersteller. Auf echo24.de-Nachfrage erklärt Audi, welche Fahrzeugmodelle für die neuen Kraftstoffe geeignet sind.
Neue Kraftstoffe an der Tankstelle: Welche Audi-Modelle vertragen „XTL“?
„Nur dem Fahrzeughersteller sind mögliche Auswirkungen auf Fahrzeugbetrieb, Emissionen, Materialunverträglichkeiten, etc. im Detail bekannt, deswegen obliegt ihm auch die Freigabe“, erklärte der „ADAC“ bereits.
Wie Audi gegenüber echo24.de erklärt, gibt es bei vielen Fahrzeugen bereits einen entsprechenden Hinweis am Auto, ob das Fahrzeug für „XTL“-Diesel geeignet ist: „Ab Werk für Kraftstoffe der EN 15940 freigegebene Audi-Modelle tragen grundsätzlich einen XTL-Aufkleber im Tankdeckel. Dies trifft auf aktuelle Modelle der Baureihen A3, A4, A5, A6, A7, Q2, Q3 und Q5 mit 4-Zylinder-TDI-Aggregaten zu“, heißt es.
Und weiter: „Auch Audi-Modelle mit V6-Dieselmotoren bis einschließlich 210 kW (286 PS) können den sogenannten HVO-Kraftstoff nach der europäischen Norm EN 15940 tanken. Zur Erteilung einer Freigabe/Nutzungserweiterung führt Audi ein umfangreiches Prüf- und Absicherungsprogramm durch“.
Kein Hinweis im Tankdeckel? Das rät Audi allen Autofahrern, die „XTL“ tanken wollen
Doch was ist mit den Audi-Modellen, die aktuell noch keinen Hinweis im Tankdeckel haben? „Zusätzlich wird es nachträgliche Nutzungserweiterungen für Bestandsfahrzeuge geben, die noch nicht ab Werk freigegeben sind“, erklärt Audi. Und rät Autofahrern: „Für diese Fahrzeuge ohne werksseitig angebrachten XTL-Tankdeckelaufkleber kann die XTL-Freigabe über den Audi-Kundendienst bestätigt werden“.
Derzeit werden laut dem Autohersteller „Freigaben für eine wachsende Anzahl an Modellvarianten erarbeitet, die nach und nach über den Kundendienst verfügbar sein werden. Nach erfolgreichem XTL-Check erhalten diese Fahrzeuge dann ebenfalls den XTL-Aufkleber im Tankdeckel.“
Wer einen älteren Audi fährt, sollte vermutlich bei den alten Kraftstoffen bleiben: „Insbesondere ältere Modelle vor Modelljahr 2015 werden nach heutigem Stand nicht für eine entsprechende XTL-Nutzungserweiterung abgesichert.“, erklärt der Fahrzeughersteller.
„B10“ nicht für Audi-Fahrzeuge freigegeben: Autofahrer sollten den neuen Kraftstoff nicht tanken
Und wie sieht es mit „B10“ aus? Tatsächlich ist laut Audi „B10“ derzeit „für Audi-Fahrzeuge nicht freigegeben“. Der Grund: „Seitens Audi liegt der Fokus hinsichtlich alternativer Kraftstoffe auf XTL-Kraftstoffen“, heißt es auf echo24.de-Nachfrage. „Eine nachträgliche Nutzungserweiterung durch die Audi-Werkstätten besteht derzeit nicht“.
Heißt: Audi-Fahrer sollten besser die Finger von „B10“ lassen. echo24.de erklärt, was Autofahrer tun müssen, wenn sie falsch getankt haben. Übrigens könnte das Fahren von Verbrennern bald noch teurer werden: Das Umweltbundesamt plant eine höhere Steuer für Verbrennungsmotoren.
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