Änderung ab März
Harte Strafen im Nachbarland ab März: Hier können deutsche Raser ihr Auto verlieren
VonAnni Gebhardschließen
Autofahrer aufgepasst: Wer außerhalb Deutschlands zu schnell fährt, dem kann ab März schlimmstenfalls das Auto abgenommen werden – welches Nachbarland Raser in Zukunft hart bestraft.
Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert – wenn Autofahrer geblitzt werden, geht es meist um kleine Bußgelder im zweistelligen Bereich. Ein Nachbarland will nun gegen diejenigen vorgehen, die nicht aus Versehen die Geschwindigkeitsbegrenzung minimal überschreiten, sondern mit voller Absicht über die Straße rasen. Das gilt auch für deutsche Touristen im Ausland und kostet im schlimmsten Fall das eigene Auto.
Härtere Strafen ab März: hier wird Verkehrssündern beim Rasen das Auto abgenommen
Außerhalb der deutschen Bundesgrenzen gibt es einiges im Straßenverkehr zu beachten. Viele Verkehrsregeln sind im Ausland anders, als hierzulande. Sei es das Tempolimit auf Autobahnen, Mautgebühren oder Bußgelder: Oft sind die Vorschriften strenger gehalten. Richtig teuer wird es ab März für Raser in Österreich. Auch deutsche Touristen werden hierbei nicht von den Behörden verschont. Ab einer zu hohen Geschwindigkeit kann der Nachbar im Südosten Deutschlands sogar das Auto einziehen.
Nationalrat in Österreich beschließt: Ab März gibt es härtere Strafen für Verkehrssünder
Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, traf der Nationalrat in der österreichischen Hauptstadt Wien im Juli 2023 den Entschluss. Die härteren Strafen gelten dabei nicht nur für österreichische Staatsbürger, sondern kann auch ausländischen Fahrern zum Verhängnis werden. Allerdings müssen für einen Einzug des Autos sehr hohe Geschwindigkeiten gefahren werden.
So könnten Fahrer, die innerhalb von Ortschaften mehr als 60 km/h zu schnell fahren, ihr Auto verlieren. Außerhalb von Ortschaften müsste die Geschwindigkeitsüberschreitung mehr als 70 km/h betragen, um den Entzug des Autos zu rechtfertigen. Österreich ist nicht das einzige Land, welches im Härtefall das Auto einzieht. Auch in Dänemark wurde das Auto eines Deutschen sogar schon zwangsversteigert.
Österreichische Behörden können Auto zwangsversteigern – auch Touristen betroffen
Laut „Frankfurter Rundschau“ gab das Verkehrsministerium außerdem bekannt, dass ein eingezogenes Fahrzeug anschließend sogar versteigert werden könnte, wobei die ursprünglichen Eigentümer keinen Einfluss mehr hätten. Dies könnte bereits beim ersten Verstoß drohen, wenn Fahrer innerhalb von Ortschaften 80 km/h und außerhalb von Ortschaften 90 km/h zu schnell fahren. Auch deutsche Touristen wären hiervon betroffen.
Österreichische verschärft Strafen gegen Raser: „Tätern die Tatwaffe aus der Hand nehmen“
Die zuständige Bezirksverwaltung entscheidet letztlich über das Schicksal des Autos. Einzig Mietwägen werden nicht versteigert. Für den Raser wird dennoch ein unbefristetes Fahrverbot verhängt, berichtet das Schweizer Portal „blick.ch“. Die österreichische Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) begründete die Entscheidungen mit der Unberechenbarkeit der Fahrzeuge bei solch hohen Geschwindigkeiten: „Es gibt eine Geschwindigkeit, bei der wird das Auto zur Waffe.“
Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen durch Raser. Mit den neuen Strafen will Österreich dem ein Ende setzen und „Tätern ihre Tatwaffe in Zukunft sofort und dauerhaft aus der Hand“ nehmen.
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