Reservetank und stehen bleiben

Zu wenig Treibstoff getankt? Wann Autofahrern Strafe droht

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Nicht nur einen Schaden am Motor, sondern gleich ein Bußgeld – das riskieren Autofahrer, wenn nur noch eine geringe Menge Sprit im Tank des Autos ist.

Noch kurz zur Arbeit oder zum Bäcker fahren? Wer kennt es nicht, die Tanknadel nähert sich der Null und die Warnleuchte, dass bald wieder getankt werden sollte, leuchtet auf. Wird der Sprit im Wagen knapp, dann riskieren Autofahrer jedoch nicht nur stehenzubleiben, sondern zudem ein Bußgeld, als Strafe. Deshalb sollten Pkw-Fahrer nicht nur auf rot-weiße Aufkleber auf Straßenlaternen achten, sondern auch auf den Füllstand ihres Tanks.

Den Tank des Autos komplett leer zu fahren, kann dem Motor des Fahrzeugs schaden. Doch nicht nur deshalb rät der „ADAC“ dazu, das Auto bereits vollzutanken, sobald nur noch ein Viertel der Füllmenge an Sprit im Tank ist.

Schnell volltanken: Bei leerem Tank droht Autofahrern Bußgeld und sogar ein Punkt

Warten, bis die Reserveanzeige leuchtet, kann äußerst riskant sein: Gerät ein Autofahrer mit geringer Spritmenge im Tank in einen Stau, hat die angefahrene Tankstelle ausnahmsweise geschlossen oder kommt es zu einer anderen Verzögerung, so sind Benzin oder Diesel ganz schnell aufgebraucht und der Wagen bleibt einfach stehen.

Doch eventuell bleibt es nicht bei der Aufgabe, an neuen Treibstoff zu kommen oder der Angst, dem Motor des Autos geschadet zu haben, wenn das Auto stehen bleibt. Betroffenen droht unter Umständen auch noch ein Bußgeld. Denn ein leerer Tank gilt zwar nicht als Panne, aber auf einige Dinge muss dennoch geachtet werden, wie „Bußgeld-Info“ erklärt:

VergehenStrafe
Liegen­gebliebenes Fahr­zeug nicht kennt­lich gemacht30 Euro
Liegen­gebliebenes Fahr­zeug nicht ab­gesichert30 Euro
Andere durch liegen gebliebenes Fahrzeug gefährdet60 Euro und ein Punkt
Unfall durch liegen­gebliebenes Fahr­zeug verursacht75 Euro und ein Punkt
Liegen­gebliebenes Fahr­zeug nicht beleuchtet30 Euro
Unbeleuchtetes, liegengebliebenes Fahrzeug gefährdet andere60 Euro und ein Punkt
Unfall durch unbeleuchtetes, liegengebliebenes Fahrzeug75 Euro und ein Punkt

Schnell volltanken: Bei diesem Füllstand droht Autofahrern Bußgeld und sogar ein Punkt

Es kommt also weniger auf die Menge im Tank generell an, sondern darum, ob das Auto wegen Benzin- oder Dieselmangel stehen bleibt. Ein Bußgeld droht demnach erst ab einem Füllstand von null Litern im Tank. Wird mit dem leeren Tank jedoch gut umgegangen und kommt es zu keinem Unfall, dann passiert in der Regel nichts. Es sei denn, das Fahrzeug bleibt auf der Autobahn oder der Schnellstraße stehen.

Die Füllmenge des Tanks ist von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich. Ein großer Audi kann meist mehr Sprit tanken, als ein kleiner Smart, deshalb sollten auch Fahrer aufpassen, die sich ein Auto leihen oder mieten.

Auf der Autobahn stehen geblieben: Das kostet der leere Tank

Ist der Sprit auf der Autobahn oder auch auf einer Kraftfahrstraße leer gegangen und das Auto bleibt dort stehen, wird erst einmal ein Bußgeld von 35 Euro fällig, denn das Stehenbleiben auf solchen Straßen ist nicht erlaubt. Es bleiben drei Minuten, um den Tank zu füllen, dies ist unter Umständen mit einem Ersatzkanister mit Treibstoff möglich. Doch dauert das Halten länger als drei Minuten, so gilt es Parken. Parken hingegen wird sogar mit 70 Euro Bußgeld bestraft, wie der „Bußgeldkatalog“ aufklärt.

Kraftfahrstraße

Die sogenannten Kraftfahrstraßen dienen ebenso wie Autobahnen dem schnelleren Vorankommen im überregionalen Verkehr (damit Schnellstraßen). Doch sie sind meist nicht so gut ausgebaut.

Übrigens kann ein Auto auch stehen bleiben, wenn Benzin und Diesel verwechselt und ein Autofahrer auch ein Bußgeld, wegen der Lautstärke erwarten - „Geräuschblitzer“ halten nämlich die Lautstärke des Fahrzeugs fest.

Rubriklistenbild: © IMAGO / panthermedia; IMAGO / Shotshop

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