Mittlerweile „heimisch“

Nosferatu oder Hauswinkelspinne? So lässt sich der Unterschied erkennen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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  • Markus Merz
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Die Nosferatu ist in Deutschland inzwischen heimisch – aber häufig wird sie mit der Hauswinkelspinne verwechselt. Wie lassen sie sich unterscheiden?

In immer mehr Haushalten in Baden-Württemberg sorgen haarige, achtbeinige Krabbeltiere für Rätselraten: Nosferatu oder Hauswinkelspinne? Was haben wir da in unserer Küche, in unserem Bad oder an der Wand für eine Spinne sitzen? Was ist der Unterschied?

Die Nosferatu hat markante Merkmale auf ihrem Körper.

Auf den ersten Blick können sich die beiden Spinnen-Arten durchaus ähnlich sehen. Zumal die Menschen in Baden-Württemberg hauptsächlich mit der Hauswinkelspinne vertraut sind.

Oft mit der Hauswinkelspinne verwechselt: Nosferatu in Baden-Württemberg inzwischen heimisch

Die Nosferatu-Spinne ist noch etwas neuer in Deutschland als die Hauswinkelspinne, kommt oft in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor und breitet sich zunehmend über die Handelswege wie Autobahnen und den Güter- und Frachtverkehr aus dem Süden kommend aus. Mittlerweile gilt die Nosferatu sogar als „heimisch“.

Die Meldungen zuSichtungen gleichen sich dabei alle, finden aber doch an den verschiedensten Orten statt. Ob auf der Klobrille, im Schlafzimmer oder sogar im Supermarkt. Beim NABU Baden-Württemberg kann jeder die Funde der Nosferatu auch in einem Meldeportal eintragen und aufführen.

Nosferatu-Spinne und Hauswinkelspinne – die Unterschiede und Merkmale

Doch was sind die entscheidenden Merkmale, die eine Nosferatu-Spinne von einer Hauswinkelspinne unterscheiden?

Merkmale der Nosferatu-Spinne:

  • Die Körperlänge der Männchen erreicht bis zu 13 Millimeter, Weibchen können bis zu 19 Millimeter groß werden. Mit ausgestreckten Beinen erreichen die Tiere gut und gerne 5 Zentimeter.
  • Der Vorderkörper (Prosoma) ist gelblich-weiß mit ausgedehnter schwarzer Zeichnung und weißem Augenfeld. Der Hinterleib (Opisthosoma) ist vorne gelb-weißlich, hinten grau gefärbt und weist eine mediane schwarze Zeichnung auf.
  • Die Beine sind gelblich-grau gefärbt, mit schwarzen Ringeln. Von ihrem Aussehen her erinnert sie an eine große Wolfsspinne. Eine Besonderheit ist, dass sie dank ihrer Hafthaare an den Füßen auch an glatten Oberflächen wie z. B. Glaswänden klettern kann.

echo24.de erklärt, wie sich bei einer Begegnung mit einer Nosferatu-Spinne richtig verhalten wird.

Die Merkmale der Hauswinkelspinne:

  • Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 11,5 Millimetern, die Männchen bis neun Millimeter, haben aber längere Beine, die eine Spannweite von acht Zentimetern erreichen können.
  • Das Mal auf dem Brustschild ist in der Mitte einmal eingeschnürt, die vier seitlichen Flecken variieren stark. Der Hinterleib ist wesentlich runder. Der Körper ist dicht mit weichen Haaren besetzt. Die behaarten und beborsteten Beine sind undeutlich geringelt oder gefleckt.
Die Hauswinkelspinne wird schnell mit der Nosferatu-Spinne verwechselt.

Wer bei sich zu Hause eine Hauswinkelspinne entdeckt, sollte die Augen offen halten. Denn: Hauswinkelspinnen kommen in der Regel immer zu Zweit. Wer eine Begegnung vermeiden will, kann versuchen, die Hauswinkelspinne mit Hausmitteln fernzuhalten.

Rubriklistenbild: © H. Bellmann/F. Hecker/dpa picture alliance