Wetterprognose

Blitze, Hitze und Gewitter: Bis zu 36 Grad! Jetzt knallt‘s in Deutschland

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Richtig heiße und deutlich kühlere Luftmassen treffen über Deutschland aufeinander. An der „scharfen Wettergrenze“ drohen am Wochenende kräftige Gewitter und Regengüsse.

Das Wetter am Wochenende wird hitzig: Bis zu 33 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag, allerdings nur in einem Teil des Landes. Eine Wetter-Grenze teilt Deutschland – kühlere Luftmassen aus dem Norden, mit eher herbstlichen Temperaturen, treffen auf richtig heiße Luftmassen aus dem Süden. Entlang der Luftmassengrenze soll es am Samstag knallen – kräftige Gewitter und große Regensummen drohen.

Luftmasse teilt Wetterlage in Deutschland: Hitze im Süden, herbstliche Temperaturen im Norden

Eine „spannende“ Wettergrenze wird es laut dem Meteorologen Dominik Jung am Samstag über Deutschland geben, wie er in einem Video von „wetter.net“ erklärt. Im Nordwesten Deutschlands liegen die erwarteten Höchsttemperaturen bei teilweise nur 16 bis 17 Grad.

Währenddessen schlägt im Südosten die Hitze zu: Bis zu 33 Grad werden in der Spitze erwartet. Am heißesten wird es wohl in Baden-Württemberg und Bayern. echo24.de gibt Tipps, wie die heißen Tage erträglicher werden.

„Scharfe Wettergrenze“ in Deutschland: Wo drohen kräftige Schauer und Gewitter?

Die Wettergrenze zieht sich einmal quer durch Deutschland, von Ost nach West – und sorgt für eine brisante Wetterlage. „An dieser scharfen Wettergrenze bilden sich zum Teil kräftige Regenfälle aus, stellenweise mit Blitz und Donner“, erklärt Dominik Jung. Regional können auch Unwetter auftreten.

„Sommer in der einen Region und Herbstwetter in der anderen Region. Mittendrin eben diese kräftigen Schauer und Gewitter“, fasst der Wetter-Experte die Prognose für Samstag zusammen. „Der Achterbahn-Sommer geht erst mal weiter“ – zumindest bis Samstag.

Richtig heiße und deutlich kühlere Luftmassen treffen über Deutschland aufeinander – es drohen Gewitter und Starkregen.

Bis zu 50 Liter pro Quadratmeter: Regenmengen am Wochenende „haben es in sich“

Im Tagesverlauf drohen laut DWD am Samstag Unwetter, regional „kräftige Gewitter“ und „schauerartig verstärkte Niederschläge“. „Die Regenmengen bis zum Sonntagabend haben es in sich“, erklärt Dominik Jung anhand des deutschen Wettermodells.

Von Mecklenburg-Vorpommern über Hessen bis rüber nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland bewegt sich der Übergang der Luftmassen – dort drohen „kräftige Regengüsse“ mit Gewittern mit bis zu 30 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Das französische Wettermodell berechnet sogar noch mehr Regen: Punktuell könnten bis zu 50 Liter Niederschlag fallen. Regional könnte das zu Überschwemmungen führen.

Bis zu 36 Grad: Hitzewelle trifft auf Deutschland – es wird „zunehmend drückend schwül“

Ab Sonntag soll sich die Wetterlage beruhigen. Die letzten Julitage bringen viel Sonnenschein und im Süden Deutschlands hitzige Temperaturen. Der Meteorologe Dominik Jung erwartet am Montag (29. Juli) und Dienstag (30. Juli) Spitzenwerte von 33 bis zu 34 Grad im Südwesten. Am Mittwoch (31. Juli) könnten es regional bis zu 35 oder sogar 36 Grad werden, laut Jung werde es im Breisgau am heißesten.

Überschwemmungen und Hitze: So extrem war der Sommer 2023 – Bilder zeigen Ausmaß

Die Schäden durch die Überschwemmungen dürften massiv sein.
 Feuerwehrwagen stehen vor einer überfluteten Brücke über die Sulm am Ortsausgang von Leibnitz in der Steiermark.
Touristen werden aus ihren Unterkünften mit Zillen (Booten) auf überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht.
ine überflutete Brücke über die Sulm im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.
Überschwemmungen und Hitze: So extrem war der Sommer 2023 – Bilder zeigen Ausmaß

Drei Hitzetage am Stück kündigen sich somit in der neuen Woche an – der Definition nach ist das bereits eine Hitzewelle. Laut Jung soll es „zunehmend drückend schwül“ werden. Und dann droht es mal wieder ungemütlich zu werden. Die schwülen Luftmassen sollen sich ab Donnerstag entladen, in „teils kräftigen Schauern und Gewittern“, primär im Norden und Westen Deutschlands.

Unwetter und Hitze wechseln sich ab – Sommer „gibt immer mehr Gas“ bis Mitte August

Der August startet mit erneut unbeständigem Wetter, kurzzeitig sind Regen und Gewitter möglich. Doch der Sommer „gibt immer mehr Gas“, es wird noch mal „richtig heiß“ in den Sommerferien – im August wird dann ein Hitze-Peak erwartet.

Ein Blick auf den 14-Tage-Trend bei „wetteronline.de“ zeigt: Von Donnerstag (1. August) bis Sonntag (4. August) bewegen sich die Höchstwerte voraussichtlich unter der 30-Grad-Marke, doch die soll ab dem 5. August erneut gleich an mehreren Tagen hintereinander geknackt werden.

In den Ensemble-Prognosen für Deutschland ist klar zu erkennen: Bis Mitte August bleibt es sommerlich bis hochsommerlich warm, regional dreht die Hitze noch mal auf – vor allem im Süden wird es schwitzig.

Rubriklistenbild: © IMAGO Klaus Rose/Andreas Franke