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100-jähriger Kalender erklärt: Das sind die Folgen des milden Oktober für den Winter

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Der Oktober zeigt sich insgesamt doch eher mild. Bauernregeln zufolge hat das Wetter im Oktober Einfluss darauf, wie der Winter 2024/25 werden könnte.

Der 100-jährige Kalender gibt nicht nur Prognosen für das Wetter in den nächsten Tagen, Wochen und sogar Monaten ab – sondern fasst auch Bauernregeln zusammen. Anhand dieser lassen sich grobe Vorhersagen treffen, wie das aktuelle Wetter die weitere Entwicklung beeinflussen könnte. Bauernregeln sind schon vor langer Zeit entstanden, weit bevor es genaue Berechnungen durch Wettermodelle gab. So gibt es laut dem 100-jährigen Kalender auch einige Bauernregeln, die anhand der aktuellen Wetterlage Rückschlüsse auf das erwartbare Wetter im Winter zulassen.

Milder Oktober – was das aktuelle Wetter laut 100-jährigen Kalender für den Winter bedeutet

Das aktuelle Wetter im Oktober hat laut Bauernregeln einen großen Einfluss darauf, wie der Winter 2024/25 werden könnte. So lautet etwa eine Bauernregel laut des 100-jährigen Wetterkalenders: „Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will“.

Der 100-jährige Wetter-Kalender

Der „100-jährige Kalender“ wurde im 17. Jahrhundert von einem Abt, Mauritius Knauer, verfasst. Er wird auch Bauernkalender oder Wetterkalender genannt. Der Wetterkalender stützt sich für seine Vorhersagen und Prognosen auf Beobachtungen und Erfahrungen der Menschen sowie auf die Konstellation der Planeten. Wissenschaftlich belegt ist der hundertjährige Kalender nicht.

Das Wetter in Deutschland zeigt sich aktuell von einer sehr milden Seite – sowohl die Tageshöchstwerte als auch die nächtlichen Temperaturen bewegen sich weit über dem Gefrierpunkt. Der Oktober zeigt sich teils von seiner goldenen Seite – so wurden etwa Mitte des Monats in Baden-Württemberg bis zu 23 Grad erwartet.

Demnach entspricht der Oktober wohl eher „warm und fein“ als „nass und kühl“. Bedeutet: Der Bauernregel des 100-jährigen Kalenders zufolge dürfte die kalte Jahreszeit in diesem Jahr doch recht winterlich ausfallen.

Viel Schnee im Winter? So muss das Oktober-Wetter laut Bauernregeln dafür sein

Eine weitere Bauernregel gibt den nächsten Hinweis, wie der Winter 2024/25 werden könnte. So schreibt der 100-jährige Kalender: „Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel“. Eine ähnliche Bauernregel lautet: „Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.“

Tatsächlich haben sich in den vergangenen Tagen vor allem im Süden Deutschlands viele Nebelschwaden am Morgen gebildet. Das lässt den Bauernregeln zufolge Schneeliebhaber immerhin auf ein paar Flocken hoffen.

Oktober-Wetter hat Einfluss auf den Winter – das sind die Folgen laut 100-jährigen Kalender

Es gibt noch einige weitere Bauernregeln, denen zufolge die Wetterlage im Oktober einen Einfluss auf den Winter hat. Allerdings treffen diese Bauernregeln nicht auf das aktuelle Oktoberwetter 2024 zu:

  • Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar.
  • Wenn’s im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
  • Schneit’s im Oktober gleich, wird der Winter weich.
  • Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt.

So richtig warm ist der Oktober nicht – zumindest nicht so wie im vergangenen Jahr. 2023 hat ein Oktober-Tag mit über 30 Grad in Baden-Württemberg sämtliche Hitzerekorde gebrochen. Das aktuelle Wetter könnte demnach bedeuten, dass der Februar 2025 nicht allzu kalt ausfallen könnte.

100-jähriger Kalender sagte Frost für Oktober vorher

Auch die nächste Bauernregel ist auf das aktuelle Wetter im Oktober nicht anwendbar. Zwar hat es im Oktober bereits einzelne Frostnächte gegeben – doch so richtig frostig war der Monat insgesamt nicht. Frost und Schnee hat es dafür bereits im September gegeben. Der Bauernregel zufolge weist das Wetter im Oktober also nicht auf einen milden Januar hin – und auch keinen „weichen“ Winter. Ob das wiederum für einen „harten“ Winter und einen frostigen und schneereichen Januar spricht?

Auch übermäßig stürmisch hat sich der Oktober eher nicht gezeigt. Zwar sorgte der Ex-Hurrikan „Kirk“ für etwas Wirbel – doch insgesamt war der zweite Herbstmonat verhältnismäßig ruhig. Bewahrheiten sich die Bauernregeln des 100-jährigen Kalenders, steht wohl kein früher Wintereinbruch 2024 bevor.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Rene Traut/ Herrmann Agenturfotografie/ Collage: echo24.de

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