Wetter in Baden-Württemberg

Hitze am Wochenende: Wetter aus Afrika bringt schwüle Luft und fast 40 Grad

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
    schließen

Erst Sturm, dann Hitzewelle – das Wetter bringt Richtung Wochenende den Sommer mit voller Wucht nach Baden-Württemberg. Die Hitze wird jedoch wohl unangenehm schwül.

Der Sommer lässt es Anfang Juli gemütlich angehen. Warme Temperaturen, keine vom Himmel brennende Sonne – das Wetter in Baden-Württemberg ist angenehm. Doch das soll sich zum Wochenende ändern. Dann droht eine Hitzewelle mit fast 40 Grad. Dazu gesellt sich ab einem gewissen Punkt auch Gewitter-Gefahr, weshalb es unangenehm schwül werden soll. Der Sommer gibt wieder Gas – mit Heftig-Hitze aus Afrika.

Wetter aus Afrika auf dem Weg nach Baden-Württemberg – fast 40 Grad möglich

In Marokko (Afrika) werden teilweise 45 bis 46 Grad erwartet, zeigt „wetter.com“ auf der Karte. Auch „wetter.net“-Experte Dominik Jung spricht von 47 Grad im Land im Nordwesten von Afrika. Was das mit dem Wetter in Baden-Württemberg zu tun hat? Ganz einfach: Es kommt ein Warmluftvorstoß aus Afrika in Richtung Europa und schwappt dann auch nach Deutschland. Die erwartete Hitze im Juli setzt ein.

Am Freitag steigen die Temperaturen demnach auf bis zu 33 Grad an in Baden-Württemberg. Der Start ins Wochenende wird heiß, das Wochenende selbst legt noch eine Schippe drauf: Samstag und Sonntag kann es in Heilbronn, Mannheim und Freiburg bis zu 38, 39 Grad heiß werden. Afrikanische Schwitze-Hitze in Baden-Württemberg – und das bis in die kommende Woche hinein!

Wetter wird drücken schwül – Hitze und Gewitter am Wochenende

Doch damit noch nicht genug, denn Hitze und trockene Luft sind einigermaßen erträglich. An diesem Wochenende setzt aber auch erneut schwüles Wetter ein, wie schon im Juni. Die Gewitter-Gefahr steigt, soll aber aktuell noch weniger in Baden-Württemberg drohen. Experten sagen aber auch: Abwarten, wie sich die Lage entwickelt.

Bei der Hitzewelle ist viel trinken besonders wichtig.

„wetter.net“-Meteorologe Dominik Jung erklärt zum Wetter am Wochenende: „Es kann drückend schwül werden, das macht das Ganze deutlich unangenehmer.“ Punktuell sind in Deutschland dann auch kräftige Schauer und Gewitter drinnen, die sogar unwetterartig ausfallen können, während die Hitzeblase aus Nordafrika nach Deutschland wabert.

Wetter in Deutschland: Vor der Hitze kommt ein Sturmtief

Bevor es zur Heftig-Hitze kommt, gibt es in der ersten Juli-Woche allerdings noch ein Sturmtief, das in Deutschland einzieht. Laut Jung ist es ein „kleines Sturmtief“, die Böen sind bei rund 80 Stundenkilometern, aber: Da die Bäume dicht belaubt sind, warnt der Wetter-Experte vor abbrechenden Ästen und umfallenden Bäumen.

Der Grund: Sie bieten eine große Angriffsfläche für den Sturm. Ein Blick auf die Sturmkarte zeigt allerdings auch: Vor allem die Nordhälfte von Deutschland ist wohl betroffen am Mittwoch. Baden-Württemberg könnten Ausläufer erreichen, die dann vor allem am Nordrand des Landes wüten – also auch in der Region Heilbronn.

Die große Überraschung der aktuellen Wetter-Ereignisse: Die amerikanische Wetterbehörde NOAA hat die Prognose für den Juli korrigiert. Statt zwei Grad wärmer als das langjährige Klimamittel, soll die mittlere Temperatur jetzt nur noch 0,5 bis ein Grad zu warm werden. Bei der anstehenden Hitzewelle kaum zu glauben...

Rubriklistenbild: © Imago/Piero Nigro/Daniel Scharinger, Collage echo24.de