Wetterdienst warnt
Gewitterfront zieht über die Region Heilbronn – weitere Unwetter in der Nacht möglich
VonMichaela Ebertschließen
Eine Unwetterfront nach der nächsten zieht ab Mittwoch über Baden-Württemberg. Auch die Region Heilbronn-Franken bleibt nicht verschont. Wo es am Abend und in der Nacht besonders heftig zugeht.
- Am Mittwoch kommt es in Baden-Württemberg zu einem Wetterwechsel: Eine Unwetterfront zieht auf.
- Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bereits vor Hochwasser und Überschwemmungen.
- Auch die Region Heilbronn bleibt von Gewittern nicht verschont.
Eine düstere Gewitterfront schiebt sich am Mittwochabend von Südosten her über Baden-Württemberg. Besonders in den südlicheren Regionen, wie rund um den Bodensee wüten schwere Unwetter – am Abend erreichen einige der Gewitterzellen auch die Region Heilbronn-Franken. Auch in der Nacht ist zunächst keine Entspannung in Sicht.
21:27 Uhr: Besonders im Osten des Landkreises kam es am Mittwochabend zu schweren Gewittern. Der Großteil der Region wurde jedoch verschont. Doch auch in der Nacht muss in Baden-Württemberg mit weiteren Unwettern gerechnet werden. Das teilt der DWD am Abend mit.
Demnach rückt die Gewitterfront auf den Süden Deutschlands zu. Zunächst beginnen die Unwetter im Alpenvorland. Abends und nachts zieht die Front dann nordwestwärts. Die „Hauptaktivität“ liege vom Alpenvorland bis ins östliche Baden-Württemberg, später könnten auch Südhessen und NRW betroffen sein. Auf dem Weg in nördlichere Regionen könnten die Gewitter alos erneut den Heilbronner Landkreis passieren. In diesem Fall muss auch wieder mit heftigem Starkregen sowie stürmischen Böen und Hagel gerechnet werden.
Superzelle zieht über Baden-Württemberg: Gewitter auch im Raum Heilbronn und Hohenlohe
20:24 Uhr: Bei dem Unwetter, das sich am Mittwochabend gegen 20 Uhr über der Hohenloher Ebene gebildet hat, handelt es sich derzeit um die größte Gewitterzelle über dem Bundesland Baden-Württemberg. Die Ausläufer der Front haben auch den Landkreis Heilbronn getroffen – besonders in Möckmühl und Roigheim kam es zu Blitz, Donner und Starkregen.
Gewitterzelle schiebt sich über Hohenlohe: Besonders viele Blitze im Osten vom Landkreis Heilbronn
20:10 Uhr: Der aktuellen Prognose von „kachelmannwetter.com“ zufolge trifft die Gewitterzelle auch die Ortschaft Möckmühl im Landkreis Heilbronn.
20:00 Uhr: Das Zentrum der Gewitterzelle befindet sich gegen 20 Uhr etwa neun Kilometer westlich von Künzelsau. Laut „Kachelmannwetter.com“ zeichnet sich das Unwetter dort durch besonders viele Blitze aus. In etwa zehn Minuten kam es beispielsweise zu insgesamt 173 Entladungen. Auch Starkregen fällt in der Region.
Ein blitzreiches #Gewitter mit Starkregen zieht von der Hohenloher Ebene in den Neckar-Odenwald-Kreis. /LDhttps://t.co/SlrErOKv5G
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) May 15, 2024
19:18 Uhr: Besonders rund um Öhringen brodelt es am Abend bereits. Einer aktuellen Prognose von „kachelmannwetter.com“ zufolge schiebt sich die Gewitterzelle mit einer Geschwindigkeit von etwa 35 km/h nach Nordwesten – und damit auch auf den Landkreis Heilbronn zu.
Mit etwa 180 Blitzen in den letzten 10 Minuten sei die Blitzaktivität in der Gewitterzelle sehr hoch. Auch Hagelkörner mit einer Größe von rund einem Zentimeter Durchmesser fallen.
Unwetterfront in Baden-Württemberg: Wetterdienst warnte bereits vor Überschwemmungen
Erstmeldung, 19:10 Uhr: Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Deutsche Wetterdienst immer wieder gewarnt: Es könne zu Hochwasser und Überschwemmungen kommen. Bereits am Montag hatte sich eine heftige Gewitterzelle über dem Landkreis Heilbronn entladen und in Gemmingen Spuren der Verwüstung hinterlassen. Die Aufräumarbeiten könnten noch Tage andauern.
Starke Überschwemmungen in Gemmingen – Bilder zeigen Ausmaß




Ob es die Region erneut in einem derart heftigen Ausmaß trifft, bleibt noch ungewiss. Schließlich sei es bei Gewittern besonders schwer, ihren genauen Entstehungsort festlegen, wie ein Meteorologe bereits gegenüber echo24.de erklärte. Am Abend gilt jedoch bereits die Unwetterwarnung der Stufe zwei: Starke Gewitter mit Sturmböen von bis zu 70 km/h und Starkregen sind demnach nicht auszuschließen.
Rubriklistenbild: © Screenshot „Kachelmannwetter.com“ / IMAGO / Collage echo24.de


