100-jähriger Kalender
Wetter an den Hundstagen verrät: So heiß wird der restliche Sommer
VonJulia Cuprakowaschließen
Die Hundstage nähern sich in großen Schritten. Der erste Tag verrät, wie das Wetter in den nächsten Sommerwochen werden sollen. Ist eine Hitzewelle in Sicht?
Zwischen dem 23. Juli und dem 23. August ist es wieder so weit: Nach dem 100-jährigen Kalender stehen die Hundstage vor der Tür. Wird das Wetter in Deutschland in dieser Zeit warm und sonnig oder eher trüb und regnerisch – und welche Folgen könnte das haben? echo24.de berichtet, was es mit den Hundstagen im Wetterkalender auf sich hat, welche Vorhersagen der 100-jährige Kalender und Meteorologen für die Hundstage machen.
Hundstage geben Wetterprognose: Wie heiß wird der restlichen Sommer?
Die Hundstage, mit denen auch eine Bauernregel des 100-jährigen Kalenders verbunden ist, sind nicht nur für Meteorologen interessant, sondern auch für alle, die sich für Volksglauben und Bauernregeln interessieren. Die Hundstage haben nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun. Vielmehr leitet sich die Bezeichnung vom Sternbild „Großer Hund“ ab, in dem der Doppelstern Sirius (Hundsstern) am 23. Juli auf der Erde sichtbar wird und am 23. August wieder verschwindet, wie auch „nordbayern“ berichtet.
Bereits im zweiten Jahrhundert vor Christus machten die Ägypter die Sichtbarkeit des Sterns für Hitze verantwortlich. Was sich später als Irrtum herausstellte. Bei den alten Griechen erkannte man schließlich, dass Sirius nicht verantwortlich war, sondern nur zufällig mit der Sonne aufging. Der Name blieb dennoch, schreibt der 100-jährige Kalender.
Hundstage verraten weiteres Sommer-Wetter: Wie zuverlässig ist die Bauernregel?
In den Bauernregeln des 100-jährigen Kalenders heißt es: „Heiße Hundstage prophezeien einen kalten Winter“, „wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht, so wird’s bleiben, bis er untergeht“ oder auch „sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein“.
100-jähriger Kalender
Der 100-jährige Kalender, auch Wetterkalender oder Bauernkalender genannt, wurde Ende des 17. Jahrhunderts von einem Abt, Mauritius Knauer, verfasst. Der Kalender enthält Wettervorhersagen, die auf menschlichen Erfahrungen und Beobachtungen beruhen und sich an der Konstellation der Planeten orientieren. Außerdem enthält der Kalender zahlreiche Bauernregeln und verweist auf diese.
Das bedeutet: Ist das Wetter am ersten Hundstag, also am 23. Juli, sonnig und warm, soll es auch in den folgenden Tagen bis zum 23. August schön bleiben. Umgekehrt: Ist der erste Hundstag kalt und regnerisch, soll das Wetter auch in den folgenden Tagen schlecht bleiben. Wie wird das Wetter am ersten Hundstag 2024 sein?
Hundstage in Deutschland: So heiß könnte das Wetter werden
Obwohl die Bauernregel keinen wissenschaftlichen Hintergrund hat, gibt es einen gewissen Zusammenhang zwischen dem Wetter und den Hundstagen. Im Allgemeinen bezeichnen die Hundstage die heißeste Zeit des Jahres. Die Temperaturen können dann auf 35 bis 40 Grad Celsius klettern, schreibt „focus“. In der Kernzeit vom 25. Juli bis 7. August kann es aber auch zu unbeständigen Südwestlagen kommen.
Diese bringen kühleres Regenwetter. Wie das Wetter im Juli wird und wann uns eine Hitzewelle erwartet, beschreibt auch der 100-jährige Wetterkalender in seiner Prognose. Laut „focus“ müssen die Hundstage also nicht unbedingt heiß werden – aber es ist sehr wahrscheinlich. Zu einem anderen Zeitpunkt soll es laut Bauernkalender wieder lange „richtig heiß“ werden.
Wie wird das Wetter an den Hundstagen 2024 laut Meteorologen?
Laut „weather.com“ sind sowohl der Siebenschläfertag als auch die Hundstage meteorologische Singularitäten. Das bedeutet: In den ursprünglichen Bauernregeln steckt eine nachweisbare Systematik. Schließlich hat die Siebenschläfertag-Prognose in diesem Jahr ins Schwarze getroffen. Das Wetter im Juli bleibt grundsätzlich wechselhaft, wie echo24.de bereits berichtete. „Mal ist es heiß, mal eher kühl, mal regnet es wenig, mal viel auf einmal“, sagt auch der Meteorologe Jan Schenk.
Wird das auch in den Hundstagen so sein? „Grundsätzlich sind die Hundstage die heißeste Phase des Jahres. Und das scheint auch in diesem Jahr so zu sein“, so Schenk weiter. Es könnte allerdings sein, dass die Hundstage etwas später beginnen – also erst Anfang August – aber dann verdichten sich die Anzeichen für einen heißen und teilweise auch trockenen Monat.
Wie das Wetter in den Hundstagen tatsächlich wird und ob die Bauernregel des 100-jährigen Kalenders mit ihrer Wettervorhersage Recht behält, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Auch für das Wetter in Deutschland im Jahr 2024 macht der 100-jährige Kalender eine klare Prognose.
Rubriklistenbild: © dpa / imago / Collage: echo24.de

