Wann kommen Schnee und Frost?

Erster Ausbruch arktischer Kaltluft – Winter jetzt „in Lauerstellung“

  • Lisa Klein
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Aktuell bestimmt ein Hoch das Wetter in Deutschland. In weniger als einem Monat ist meteorologischer Winterbeginn – ab wann stimmt sich das Wetter auf den Winter ein?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bezeichnet die aktuelle Wetterlage in Deutschland als „langweilige Hochdruckwetter“. Am Morgen gibt es vielerorts Nebel und Hochnebel, der sich regional hartnäckig hält – tagsüber klart es größtenteils auf und die Sonne zeigt sich. Ein Blick auf den 14-Tage-Trend zeigt: Daran ändert sich vorerst kaum etwas, abgesehen davon, dass es mal trübere und mal sonnigere Tage gibt. Dennoch zeichnet sich in den Langzeitprognosen ein Wetterwechsel ab – wann Frost droht und die Schneefallgrenze sinken könnte.

„Winterwetter hierzulande noch keine Spur zu sehen“ – wann wird es kühler in Deutschland?

„Das Winterwetter macht sich bisher noch rar, bis auf ganz vereinzelten leichten Frost abgesehen ist von Winterwetter hierzulande noch keine Spur zu sehen“, schreibt der „DWD“ Ende Oktober. Laut „wetterprognose-wettervorhersage.de“ könnte sich das Hoch, welches das aktuelle Wetter in Deutschland bestimmt, im Lauf der zweiten Novemberwoche weiter nach Westen verlagern – was für einen Wetterwechsel sorgen würde.

Wetterwechsel kündigt sich an: Regen und sinkende Temperaturen – reicht es für Schnee?

Ab Mitte des Monats, um den 13. November, droht laut „wetterprognose-wettervorhersage.de“ in Deutschland wieder Niederschlag. Bis dahin bleibe es voraussichtlich trocken. Auch laut „wetter.de“ soll Ende November insgesamt vermehrt Regen in Deutschland fallen.

Dann sollen auch die Temperaturen langsam sinken. Vor allem nachts könnten die Temperaturen vermehrt unter den Gefrierpunkt rutschen, schreibt „wetterprognose-wettervorhergsage.de“.

Flocken-Fans sollten sich allerdings noch nicht zu früh freuen. Dem 42-Tage-Trend von „wetter.de“ zufolge soll es zeitnah noch nicht weiß werden: „Über die gesamten 42 Tage gesehen, fallen die Tiefstwerte immer mal in den Minusbereich. Schnee scheint aber noch keiner zu fallen. Trotz der nächtlichen Minusgrade fällt zu wenig Niederschlag in dieser Zeit und außerdem ist der Boden noch zu warm, als dass etwaige Flocken liegen bleiben könnten“, heißt es.

Erster Ausbruch arktischer Kaltluft – Winter befindet sich „in Lauerstellung“

Dennoch bewegt sich das Wetter immerhin etwas in Richtung Winter. Laut dem Deutschen Wetterdienst kommt „tatsächlich etwas Bewegung ins Spiel“. Zum Monatswechsel habe es den „ersten großflächigen Ausbruch arktischer Kaltluft“ gegeben. Die Kaltluft mache sich vor allem in 1500 Metern Höhe bereits bemerkbar, wo die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt bewegen – allerdings noch nicht in Deutschland, sondern im Norden Europas.

Zwar seien einzelne Ausläufe der Kälte im Norden Deutschlands zu spüren, doch „landesweite Fröste oder gar Schnee bleiben aber weiter aus“, schreibt der DWD. Der Winter befinde sich „in Lauerstellung“, lässt aber weiter auf sich warten.

Generell könnte sich die Langzeitprognose für den November noch drehen – der Wetterwechsel inklusive Regen und sinkender Temperaturen sei noch nicht ganz eindeutig. „Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hoch den gesamten November dominiert“, schreibt „wetterprognose-wettervorhersage.de“. Eisige Temperaturen kündigen sich tagsüber flächendeckend im November noch nicht an – allerdings müsse laut „wetter.de“ regional durchaus mit Nachfrost gerechnet werden.

Spätestens mit dem meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember sollen laut „wetter.de“ dann der finale Temperatursturz kommen und „die Gradzahlen wieder purzeln“. Der 100-jährige Wetter-Kalender gibt eine klare Prognose für den Dezember.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Eifert