Abkühlung in Sicht
Wetter in Baden-Württemberg: „Extremhitze macht bald eine längere Pause“
VonFranziska Schusterschließen
Spanienhitze lässt am Wochenende die Temperaturen in Baden-Württemberg in die Höhe schießen. Schon bald können wir aber bei angenehmem Sommerwetter aufatmen, kündigt Meteorologe Dominik Jung an.
Stuttgart - In den vergangenen Wochen haben vor allem Gartenbesitzer im Südwesten alle Hände voll zu tun. Das Wetter in Baden-Württemberg steht immer wieder unter Einfluss von Heißluft aus der Sahara. Flächendeckenden Regen gab es ebenfalls schon länger nicht mehr. Zwar sorgten Gewitter zwischenzeitlich für etwas Regen, dieser fiel jedoch stark lokal begrenzt und auch nur in geringen Mengen. Die Situation wird auch in dieser Woche nicht besser. Am vergangenen Wochenende (15. und 16. Juli) ließ Spanienhitze die Temperaturen auf 35 Grad und mehr ansteigen.
Schon bald soll die Extremhitze aber „eine längere Pause machen“, wie Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinem neuesten Wettervideo sagt. Nach dem Hitzepeak am Samstag (15. Juli) sehe es „gar nicht mehr so extrem heiß aus“. Angenehmes Sommerwetter kündigt sich in Baden-Württemberg an.
Wetter in Baden-Württemberg: Nach Spanienhitze wird Kaltfront erwartet – Sommerwetter bleibt trotzdem
Bevor es jedoch soweit ist, ging das Schwitzen im Südwesten in die nächste große Runde. Nach relativ angenehmen Sommertagen mit maximal 30 Grad folgte am Freitag (14. Juli) wieder ein Temperatursprung. Bei bis zu 34 Grad lockte das Sommerwetter in Baden-Württemberg viele nach draußen. Wer diesen Sommer Abkühlung sucht, kann auch aus diesen zehn schönen Badeseen in Baden-Württemberg wählen.
Zur Halbzeit des meteorologischen Sommers am Samstag (15. Juli) ging das Wetter in Baden-Württemberg in die Vollen. Bis zu 36 Grad wurden als Tageshöchstwerte vorhergesagt. In Norddeutschland war es bei knapp 28 Grad vergleichsweise kühl. Der Grund für den großen Temperaturunterschied waren Polar- und Wüstenluftmassen, die miteinander konkurrieren.
Nach den Extremtemperaturen am Samstag wurde eine Kaltfront erwartet, die die Hitze ablösen wird. Diese Kaltfront bildete in Deutschland eine Gewitterlinie. Im Laufe des Samstagabends gab es in Baden-Württemberg Gewitter vom Westen her kommend. Am Sonntag (16. Juli) lagen die Höchstwerte in Baden-Württemberg bei 21 Grad in den höchsten Lagen und 28 Grad in den Niederungen.
Wetterlage in Baden-Württemberg „entspannt“ sich – Temperaturen werden angenehmer
Ab Sonntag werden dann angenehmere Temperaturen in Baden-Württemberg erwartet. Aus Nordwesten kommt Kaltluft nach Deutschland gezogen und verdrängt allmählich die Heißluft nach Südosten hin. Kalt wird es dadurch in Baden-Württemberg zwar noch lange nicht, extreme Hitze wie in den Tagen zuvor haben wir dann aber nicht mehr zu erwarten. Die Woche startet freundlich, immer wieder gibt es Sonnenschein.
„Entspannt“ gehe es auch am Dienstag (18. Juli) weiter, kündigt Dominik Jung an. Im Südwesten sollen die Tagestemperaturen bei viel Sonne auf bis zu 32 Grad ansteigen, am Mittwoch (19. Juli) auf bis zu 33 Grad. Auch für den Rest der Woche gehen die Vorhersagen davon aus, dass nicht mehr als 27 bis maximal 32 Grad am Freitag (21. Juli) erreicht werden.
| Stadt | Dienstag (19. Juli) | Mittwoch (20. Juli) | Donnerstag (21. Juli) | Freitag (22. Juli) |
| Stuttgart | 19 bis 30 Grad | 16 bis 26 Grad | 15 bis 25 Grad | 14 bis 24 Grad |
| Mannheim | 18 bis 32 Grad | 18 bis 26 Grad | 17 bis 25 Grad | 16 bis 24 Grad |
| Heidelberg | 18 bis 30 Grad | 18 bis 26 Grad | 17 bis 25 Grad | 16 bis 24 Grad |
| Heilbronn | 17 bis 30 Grad | 18 bis 27 Grad | 17 bis 25 Grad | 16 bis 24 Grad |
| Ludwigsburg | 18 bis 30 Grad | 18 bis 26 Grad | 16 bis 25 Grad | 16 bis 23 Grad |
| Esslingen am Neckar | 20 bis 31 Grad | 16 bis 26 Grad | 15 bis 25 Grad | 14 bis 24 Grad |
| Freiburg im Breisgau | 20 bis 30 Grad | 18 bis 26 Grad | 17 bis 25 Grad | 15 bis 25 Grad |
(Quelle: wetter.com)
Ausreichend Regenfälle sind bis Ende kommender Woche nicht in Sicht. „Aber auch die große Hitze scheint nach Samstag mal eine längere Pause machen zu wollen“, sagt Dominik Jung. Die Situation hinsichtlich drohender Wald- und Wiesenbrände spitzt sich dennoch weiter zu. „Die Trockenheit frisst sich langsam immer weiter in die tieferen Erdschichten“, sagt der Diplom-Meteorologe. Die neueste Prognose des amerikanischen GFS-Modells berechnet bis zum 21. Juli gerade einmal Niederschlagsmengen von 3 bis maximal 9 Liter Regen pro Quadratmeter.
Dem stimmt auch die Ensemble-Prognose für Süddeutschland bis zum 28. Juli zu. Die Regensummen werden von Tag zu Tag weiter nach unten berechnet, wie Dominik Jung erklärt. Schauer und Gewitter gebe es wenn dann vor allem im Alpenraum. Die Temperaturen liegen konstant um 25 Grad. Offenbar können wir in den kommenden Wochen bei angenehmem Sommerwetter und -temperaturen erst einmal durchatmen. Dass die Temperaturen wieder ansteigen, ist natürlich nicht ausgeschlossen. Für den Sommer 2023 gab es zuletzt ein heftiges Prognosen-Update.
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