Langfristige Wettervorhersage

Kommt der Hitze-Herbst? Erste Wetter-Vorhersagen für September

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
    schließen

Geht der Sommer in die Verlängerung oder sorgt der September für Abkühlung? Erste Prognosen geben einen Wetter-Ausblick – auch auf die zu erwartenden Regenmengen in Baden-Württemberg.

Der Hochsommer hat Heilbronn und Baden-Württemberg fest im Griff. Mitte August steigen die Temperaturen fast täglich auf circa 30 Grad Celsius, durch die drückende Schwüle sind es mitunter sogar „gefühlte 40 Grad“ im Südwesten. Selbst schwere Gewitter sorgen für nur wenig Abkühlung in den aufgeheizten Stadtgebieten.

Gegen Ende des Monats steht dem Wetter im Südwesten jedoch eine wahre Achterbahnfahrt bevor. Prognosen sprechen zunächst von einer chaotischen Wetterlage inklusive Temperatursturz. Doch auch diese scheint zunächst nicht von langer Dauer zu sein, wie echo24.de bereits berichtete.

Nach Hitze-August in Baden-Württemberg: Wie wird das Wetter im September?

Mit Blick auf den anstehenden September scheint das Wetter jedoch eine klarere Linie zu fahren. Denn: Laut den ersten Langzeitvorhersagen der Wetterexperten bleibt es in dem Monat, der aus meteorologischer Sicht bereits zum Herbst zählt, wohl insgesamt eher kühl und nass. Und das, obwohl der Monat auch häufig im Zeichen des „Altweibersommers“ steht.

Was macht einen „Altweibersommer“ aus?

Als „Altweibersommer“ wird eine Phase bezeichnet, die sich durch warme und trockene Tage mit viel Sonnenschein auszeichnet. Sie fällt meist auf das Ende des Monats September, der aus meteorologischer Sicht eigentlich schon zum Herbst zählt. In dieser Zeit sorgen häufig stabile Hochdruckgebiete für die Schönwetterlage.

Wie das Wetterportal „wetter.de“ für die ersten Septemberwochen vorhersagt, rauschen die Temperaturen zunächst in den Keller. Die Prognosen beruhen dabei auf den Berechnungen des Europäischen Wettermodells ECMWF, das für den ersten Tag des Monats gerade mal Maximalwerte von knapp 20 Grad Celsius vorhersagt. Auch danach soll es weiterhin eher kühl bleiben.

Kühl, nass und herbstlich: So sieht die erste Prognose für den September aus

Zwar verzeichnet die Temperaturkurve zur Monatsmitte noch mal einen leichten Knick nach oben, doch gegen September-Ende scheint es deutlich herbstlicher in Deutschland zu werden. Im letzten Monatsdrittel werden laut dem Wettermodell gerade mal 15 Grad erwartet. Auch das amerikanische Wettermodell NOAA weicht kaum von dieser Vorhersage ab:

  • Septemberstart soll kühler und nass werden, mit Tageshöchstwerten von rund 20 Grad Celsius. Besonders im Süden und Westen wird einiges an Regen erwartet.
  • Zur Monatsmitte ist Entspannung in Sicht. Die Temperaturen klettern wieder etwas nach oben.
  • Das letzte Drittel wird laut den Wettermodellen eher kühl bei Werten um die 15 Grad Celsius, dafür aber weniger nass.

Regen vor allem in Baden-Württemberg: September wird wohl eher kühl und nass

Gerade der Septemberstart soll demnach in Deutschland besonders nass werden. In den ersten Wochen kann einiges an Regen fallen, heißt es laut „wetter.de“. Laut dem amerikanischen Wettermodell NOAA sind besonders der Süden und der Westen – und somit auch das Bundesland Baden-Württemberg – davon betroffen. Gegen Ende September könnte es jedoch zunehmen trockener werden, sodass ein klassischer „Altweibersommer“ noch einmal für herbstliche Ausflüge bei mildem Wetter sorgen könnte. Wie das Wetter nun aber letztendlich wirklich wird, ist selbst für die Meteorologen nur schwer vorherzusagen.

Bleibt das Sommerwetter im September in Baden-Württemberg erhalten – oder zeigt sich der Herbstmonat von seiner ungemütlichen Seite?

Bei den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle handelt es sich schließlich lediglich um Langzeitprognosen. Aber auch der 100-jährige Kalender zeigt eine erste Tendenz zeigen, wie das Wetter in den Herbstmonaten wird und ob mit einem „Altweibersommer“ gerechnet werden kann. Er basiert jedoch nicht auf Wettermodellberechnungen, sondern auf den langjährigen Beobachtungen und Erfahrung der Landwirte und Äbte.

Rubriklistenbild: © dpa/Thomas Warnack

Mehr zum Thema