Luftmassengrenze entscheidet
„Bis zu 25 Zentimeter Schnee“ Mitte Januar – Wettermodell zeigt: Hier wird’s weiß
VonLisa Kleinschließen
Eine Luftmassengrenze legt sich Mitte Januar über Deutschland – die entscheidet, wo der Niederschlag als Regen oder Schnee herunterkommt. Die Wettermodelle sind sich uneinig.
Nachts rutschen die Temperaturen in Baden-Württemberg auf bis zu minus zehn Grad ab – und auch tagsüber bleiben sie regional unter dem Gefrierpunkt. Es ist eiskalt im Südwesten, der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Frost, regional auch vor Dauerfrost und Glätte. In Teilen Deutschlands werden sogar bis zu minus 15 Grad erwartet. Für das ultimative „Winter-Feeling“ fehlt es aktuell noch an einer entscheidenden Sache: Schnee. Nur wenige Skilifte sind geöffnet.
Doch das könnte sich schon bald ändern! „Das ist doch mal ein fettes Schneefallgebiet, was da berechnet wird“, sagt der Meteorologe Dominik Jung in einem aktuellen Video von „wetter.net“ mit Blick auf das europäische Wettermodell (ECMWF) für nächsten Mittwoch (17. Januar).
„20 bis 25 Zentimeter“: Wettermodell mit Schnee-Prognose – Eisregen droht in Deutschland
Die Luftmassen-Grenze wäre laut dem europäischen Wettermodell „ziemlich weit nördlich gelegen“. Demnach könnte es vor allem in Norden Deutschland „heftigen Schneefall“ geben: „20 bis 25 Zentimeter Schnee werden da berechnet, in den nördlichen Regionen“, sagt der Meteorologe im Wetter-Video.
Im Süden Deutschlands soll es laut „ECMWF“-Modell zwar auch eine Menge Niederschlag geben, allerdings gibt es den Berechnungen zufolge keine Hoffnung auf Schnee. Demnach soll es etwa in Baden-Württemberg ab Mittwoch und Donnerstag wieder deutlich wärmer werden: Bis zu zehn Grad werden erwartet.
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Im Bereich der Luftmassengrenze könnte es in der Mitte Deutschlands laut Dominik Jung Eisregen geben. Allerdings unterscheiden sich die Wettermodelle mit den Prognosen, wo die Luftmassengrenze wohl liegen wird, enorm.
Luftmassengrenze entscheidet über Schnee-Schwerpunkt – Süden geht wohl leer aus
Das amerikanische „GFS“-Wettermodell sieht die Luftmassengrenze deutlich weiter im Süden als das „ECMWF“-Modell, über dem Rhein-Main-Gebiet. Für Donnerstag (18. Januar) würde das „kräftigen Schneefall“ von Rheinland-Pfalz über Hessen bis Nordbayern bedeuten. Südlich davon sieht das amerikanische Wettermodell wie das europäische deutlich mildere Temperaturen ab Mitte Januar.
Am Freitag (19. Januar) könnte sich der Schnee dann regional weiter halten, die milderen Luftmassen würden sich laut des „GFS“-Modells nur im Süden ausbreiten. So oder so – egal ob europäisches oder amerikanischen Wettermodell: Baden-Württemberg scheint in Sachen Schnee erneut leer auszugehen.
In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wo der Schnee-Schwerpunkt liegt: über der Mitte Deutschlands oder doch eher im Norden. Die Ensemble-Prognose für Rheinland-Pfalz springt noch „wild“ herum. „Es ist ein Auf und Ab“, sagt Dominik Jung mit Bezug auf die erwarteten Temperaturen in den kommenden Tagen. Auch für Potsdam sieht das Ensemble ähnlich sprunghaft aus. „Wo genau diese Luftmassengrenze liegen wird, das werden wir heute noch nicht erfahren“, sagt der Meteorologe im Wetter-Video am Mittwoch.
„Teils Regen, teils Schnee“: Deutscher Wetterdienst mit vager Prognose
Der „DWD“ berichtet aktuell noch nicht von heftigen Schneefällen in der dritten Januar-Woche. Laut des Deutschen Wetterdienstes soll es zwar regional immer wieder schneien in Deutschland, im Bergland auch deutlich mehr, für Mittwoch (17. Januar) heißt es lediglich: „aufkommende Niederschläge, teils Regen, teils Schnee“.
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