Wetter in Baden-Württemberg

Sommer-Absturz zum Monatswechsel – kommt die Wetter-Wende mit Kälte und Regen?

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Die Regen-Prognose und die kühleren Tage Ende Juni lassen auf einen angenehmen Juli hoffen. Aber: Das Wetter soll auch im Juli deutlich zu heiß werden.

Die letzte Woche im Juni wird etwas kühler und bringt auch den ein oder anderen Schauer mit. Dennoch bleibt der Monat rekordverdächtig. Zwar nicht wegen der Temperaturen, aber die Trockenheit ist beängstigend. Der Blick geht beim Wetter in Baden-Württemberg deshalb auf den Juli. Läutet die letzte Juni-Woche einen Wetter-Wechsel ein oder geht der Hitze-Sommer weiter?

Wetter in Baden-Württemberg: Juni in den Top fünf seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Der Juni 2023 nimmt einen Platz in den Top fünf der trockensten Juni-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung ein, erklärt „wetter.net“-Experte Dominik Jung in der letzten Woche des Monats. Die wird wiederum mit Regen in Baden-Württemberg vorhergesagt. Am Mittwoch und Freitag soll es in Heilbronn und Stuttgart regnen, zeigen verschiedene Experten. Das Juni-Ende fällt wohl ins Wasser, wie echo24.de bereits berichtete.

Aber heftiger Regen fällt wohl nur lokal. Der „Deutsche Wetterdienst“ schreibt zudem für Freitag: „Schauerartiger Regen mit örtlichen Gewittern, dabei lokal Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel.“ Möglich, ja – aber eben nur lokal. Der Monatswechsel wird dennoch nicht so sommerlich, wie die letzten Wochen vermuten ließen. Und Jung erklärt zum Regen: „Das kennt man alles schon aus den letzten Wochen. Warten wir mal ab, was da wirklich herunterkommt.“

Wetter im Juli in Baden-Württemberg: Sehr heiß, deutlich zu trocken

Heißt: Es wird zwar kühler, große Regenmassen sind aber wohl nicht zu erwarten, wie auch die Wettermodelle aus Deutschland und Amerika zeigen. Bis zum 12. Juli bleibt es dann angenehm warm. Die Tendenz: Temperaturen bei rund 25 Grad, einzelne Ausreißer nach oben und in Baden-Württemberg auch der ein oder andere Regenschauer. Das zeigt die Ensemble-Prognose, also die Übersicht verschiedener Läufe der Wetter-Berechnungen.

„wetter.net“-Experte Jung deutlich: „Von Kälteeinbruch kann da weit und breit keine Rede sein.“ Der Juli wird seit Wochen immer wieder neu prognostiziert. So gibt es das CFS-Modell der amerikanischen Wetterbehörde NOAA, das echo24.de schon erklärt hat. Dieses Modell beschäftigt sich mit langfristigen Prognosen, die man eher als Tendenzen betrachten sollte, lag aber zuletzt häufig ziemlich gut.

Der Juli soll in 2023 deutlich zu warm und zu trocken werden.

Der Juli wurde zuletzt deutlich zu warm und zu trocken berechnet. Experten rechnen mit einem sehr heißen Juli. So soll es ein bis zwei Grad wärmer als das langjährige Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 werden. Ähnliches gilt auch für den August. Trifft diese Vorhersage ein, könnte der Sommer 2023 ein Jahrhundertsommer werden.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/Julian Stratenschulte/dpa, Collage echo24.de