Sommerwetter am Wochenende

Saharastaub schlägt „voll durch“ – Himmel bleibt Sonntag sehr getrübt

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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  • Adrian Kilb
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Das Wochenende in Baden-Württemberg ist richtig sommerlich. Doch der Saharastaub sorgt am Sonntag für Schleierwolken. Trotzdem bleiben die Temperaturen konstant hoch.

Während sich noch am Donnerstag die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gelb und orange färbte und sich regional Sturmböen und teils schwere Gewitter bildeten, lockte seit Freitag die Sonne viele Menschen in Baden-Württemberg ins Freie. Ein Vorgeschmack auf den Sommer: Bis zum Montag könnte es eine ganze Serie sonniger Tage mit Temperaturen über 25 Grad in vielen Teilen Deutschlands geben.

30-Grad-Marke am Samstag geknackt – auch Sonntag wird es richtig warm

In Baden-Württemberg gibt es am Samstag den ersten Sommertag, regional sogar den ersten Hitzetag – und das mitten im Frühling. Erwartet wurden Temperaturen bis 30 zu Grad am Oberrhein. „Rekordverdächtig warm“ für diese Jahreszeit sollte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden.

Zunächst belief sich der vorläufige Rekordwert auf 29,9 Grad – doch der Wert wurde nach oben korrigiert: Die 30-Grad-Marke wurde geknackt. 30,1 Grad wurden in Ohlsbach im Rheintal gemessen.

Vermasselt uns der Saharastaub in Sachen Sommertage am Sonntag noch die Tour?

Ein wahrer Sonnen-Spielverderber trifft am Sonntag auf Deutschland. Der Saharastaub wirbelte am Samstagnachmittag noch über dem Himmel Frankreichs. „Er wird es nicht schaffen, uns die Tour in Sachen Sommertag zu vermasseln“ prognostizierte Dominik Jung für den Samstag. Am Sonntag sieht das anders aus.

Der Staub aus der Sahara treibt die Wolkenbildung am Sonntag an und „schlägt voll durch“, so Meteorologe Jung. Auch der „DWD“ schreibt für Sonntag: „Zu Beginn viel Sonne, im Tagesverlauf dichtere Schleierwolken und durch Saharastaub getrübter Himmel“.

Die Temperaturen könnten dadurch etwas gedämpft werden. Trotz zum Teil dichterer Schleierwolken oder von Saharastaub gelblich-diesig getrübter Himmel soll es dennoch wieder außergewöhnlich warm werden mit Höchstwerten zwischen 24 und 28 Grad.

Am Montagnachmittag droht Blutregen – Temperatursturz auf acht Grad

Am Montagnachmittag kündigen sich Schauer und Gewitter an, die den Saharastaub aus der Atmosphäre waschen. Die Folge könnte Blutregen sein, bei dem der Saharastaub zusammen mit dem Regen auf allen Oberflächen landet.

Und dann verabschiedet sich das Sommerwetter: Der DWD erwartet ab Dienstag eine Abkühlung. Dann kommt der Regen richtig zurück und Temperaturen sinken im Westen auf acht bis zwölf Grad.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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