Wetter in Baden-Württemberg
Hagel so groß wie Golfbälle – schwerste Unwetterlage des Jahres droht
VonTobias Beckerschließen
Am Donnerstag soll der heftigste Unwetter-Tag des bisherigen Jahres in Baden-Württemberg sein. Doch nicht die möglichen Tornados sind die größte Gefahr: Orkanböen mit großkörnigem Hagel drohen.
Jetzt kommt der bislang kräftigste Unwetter-Tag des Jahres! Das Wetter in Baden-Württemberg hat in der vorletzten Juni-Woche immer wieder mit Gewittern, teilweise Starkregen und starken Windböen aufgewartet, nun kommt es zum „großen Finale“. Am Donnerstag, kurz vor dem Wochenende, wird es nochmal richtig heftig, bevor dann das sommerlich freundliche Wetter wieder zurückkehrt.
Dabei sind die möglichen Tornados gar nicht die größte Gefahr, die droht! echo24.de berichtet in einem Unwetter-Ticker über die aktuelle Wetterlage in Baden-Württemberg.
Wetter in Baden-Württemberg: Tornado nicht ausgeschlossen, schlimmere Gefahr droht
Bereits am Mittwoch warnten einige Wetter-Experten vor der Tornado-Gefahr am Donnerstag. Eine zumindest leichte Entwarnung gibt es am Morgen des Unwetter-Tages. Auf echo24.de Anfrage erklärt der „Deutsche Wetterdienst“, dass „Tornados zwar nicht ausgeschlossen“ sind, aber die Wahrscheinlichkeit in der Mitte, im Nordwesten und Norden von Deutschland wesentlich höher ist. Dort wird die Wolkenbasis deutlich niedriger berechnet, was eher für eine Tornado-Entstehung spricht.
In Süddeutschland, also auch in Baden-Württemberg, kann man die gefährlichen Stürme nicht ausschließen, aber das große Thema bei den Wetter-Experten ist eher die „beträchtliche Unwetter-Gefahr“ generell. Es sei eine „selten starke Gewitterlage für den Nachmittag und Abend“ zu erwarten, heißt es. Nachdem es in den vergangenen Wochen durchweg sommerliche Schön-Wetter-Tage gab, ist der Donnerstag in der vorletzten Juni-Woche der krachende Abschluss der Gewitter-Tage.
Orkanböen und Heftig-Hagel drohen: Schlimme Unwetter in Baden-Württemberg erwartet
Tornados sind in Baden-Württemberg also eher unwahrscheinlich, aber eine andere Gefahr ist dafür sehr groß! Wie der „Deutsche Wetterdienst“ gegenüber echo24.de erklärt, drohen am Donnerstag sogar Orkanböen, die es teilweise schon in den Stunden vorher gab. Hinzu können sich Hagelkörner mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern und mehr gesellen.
Wahnsinns-Wind mit 120 km/h und dazu Heftig-Hagel? Trifft die Prognose zu, sind enorme Schäden vorprogrammiert. Auch „wetter.net“-Experte Dominik Jung warnt derzeit ausdrücklich, man solle Unwetter-Warnungen im Blick behalten. Der Donnerstag wird nichts für schwache Nerven. Der Sonnenschein am Vormittag im nördlichen Teil von Baden-Württemberg ist wohl im wahrsten Sinne die Ruhe vor dem Sturm.
Superzelle in Baden-Württemberg möglich – Wetter bessert sich am Freitag
Auch der Begriff Superzelle, also ein Sturm, der auch als rotierende Gewitter bezeichnet wird, sorgt immer wieder für Aufsehen an diesem Donnerstag. So erklärt Meteorologe Jung, dass die Gefahr am heftigsten Unwetter-Tag des bisherigen Jahres auch im Süden Deutschlands besteht. Erinnerungen an die Katastrophe in Braunsbach (Kreis Schwäbisch Hall) 2016 werden wach, die laut „SWR“-Wetterexperte auf eine Superzelle zurückzuführen sei. Auch im vergangenen Jahr gab es eine solche Superzellen-Warnung in Baden-Württemberg.
Doch die Unwetter flachen spätestens am Freitagvormittag wohl ab. Dann normalisiert sich die Wetterlage in Baden-Württemberg wieder und die Sonne kommt zurück. Die Temperaturen waren ohnehin die ganze Zeit schon hoch, was zu einer schwülwarmen, unangenehmen Luft führt. Am Wochenende meldet dann „wetter.de“ für Heilbronn schon wieder 30 Grad am Samstag und sogar 33 Grad am Sonntag. Nach dem Unwetter kommt also die nächste kleine Hitzewelle.
Rubriklistenbild: © Bernd März/Silas Stein/B&S/dpa/Imago, Collage echo24.de


