Gewitter und Starkregen

„Schwerste Unwetterlage des Jahres“: Gewitterbilanz für Baden-Württemberg

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  • Juliane Reyle
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  • Lisa Klein
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  • Melissa Sperber
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Es wurde die „schwerste Unwetterlage des Jahres“ erwartet und neben Starkregen und Großhagel bestand Sorge vor Superzellen – doch Baden-Württemberg blieb weitestgehend verschont.

  • Warnung vor schweren Gewittern am Donnerstag bis Freitagmorgen
  • „Deutscher Wetterdienst“ erklärt: Bildung von Superzellen möglich
  • Örtlich können sich Orkanböen und Großhagel bilden
  • Entwarnung am Freitagmorgen: Baden-Württemberg bleibt von schweren Unwetter-Schäden verschont

Seit Beginn der Woche ziehen Hitzegewitter über Baden-Württemberg, die örtlich zu überfluteten Straßen und umgestürzten Bäumen geführt haben. Doch das schien nicht nur ein „Unwetter-Vorspiel“ gewesen zu sein, denn: Am Donnerstag galt Alarmstufe Rot. Der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD) warnte vor schweren Unwettern mit Starkregen, Orkanböen und Hagel sowie vor Superzellen. Und diese hätten besonders gefährlich werden können, wie echo24.de berichtet.

Der Grund: Im Bereich von Superzellen können sich Tornados bilden, auch in Baden-Württemberg. Laut Dominik Jung, „wetter.net“-Experte, drohte am Donnerstag die bisher „schwerste Unwetterlage des Jahres“. Grund dafür war laut DWD heiße und feuchte Luft subtropischen Ursprungs, die nach Baden-Württemberg strömte. Doch das Land blieb verschont.

Entwarnung am Freitagmorgen: Baden-Württemberg bleibt von schwereren Sturmschäden verschont

Update am Freitag, 06.20 Uhr: Nach zahlreichen Warnungen vor gefährlichen „Superzellen“ und Tornados in Baden-Württemberg kann am Freitagmorgen erst einmal aufgeatmet werden. Mancherorts war die Feuerwehr zwar im Einsatz, doch im Großen und Ganzen blieb das Land von schwereren Unwetter-Schäden verschont. In Freiburg stürzten wegen Sturmböen einige Bäume um, wie die „dpa“ schreibt und in Heidenheim wurden Unterführungen durch Starkregen überflutet.

Kleinere Einschränkungen wegen des Unwetters gab es auch im Regionalverkehr der Bahn. Bis 2 Uhr war ein Teil der Strecke Freiburg-Basel gesperrt. Einige Veranstaltungen, wie das Konzert der Musikerin Ayliva in Ulm-Wiblingen, wurden sicherheitshalber abgesagt. Doch insgesamt lief das Unwetter glimpflich ab. In benachbarten Bundesländern hingegen spielte sich das Unwetter wesentlich stärker ab. Hessen muss schwerere Sturmschäden verzeichnen, wie der „SWR“ schreibt.

Am Freitagmorgen gibt es derzeit keine neuen Unwetterwarnungen für Baden-Württemberg.

Wetterdienst warnt weiterhin vor schweren Gewittern in Baden-Württemberg

Update am Donnerstag, 22:10 Uhr: In Baden-Württemberg wird weiterhin vor schweren Unwettern gewarnt. Erwartete Schwerpunkte sind die Regionen Karlsruhe, Freiburg, Stuttgart und Tübingen, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) berichtet. Es seien unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich.

„Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich“, heißt es vonseiten des DWD: Dem Lagezentrum im Stuttgarter Innenministerium lagen am Abend noch keine Meldungen über mögliche Schäden vor. „Wir beobachten die Lage“, sagte ein Sprecher.

Wegen des Unwetters kommt es im Regionalverkehr der Deutschen Bahn (DB) in Baden-Württemberg zu Beeinträchtigungen. Betroffen sind demnach der Regionalexpress 7 zwischen Karlsruhe und Basel und die Regionalbahn 27 zwischen Freiburg und Basel. Der Zugverkehr sei eingestellt worden, es gebe keinen Ersatzverkehr mit Bussen.

Erste Unwetterschäden in Freiburg durch Gewitterzelle

Eine Gewitterzelle hat am Donnerstagabend das Stadtgebiet Freiburg mit Sturmböen und starkem Regen erreicht. Wie die Feuerwehr mitteilte, verursachte das Gewitter Schäden durch abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume. Die Bahnlinie Richtung Bad Krozingen war durch Bäume blockiert. Die Feuerwehr Freiburg bearbeitete im Freiburger Stadtgebiet deshalb 19 Einsätze. Die Gewitterzelle zog nordwärts ab.

Verspätungen und Ausfälle bei der Deutschen Bahn wegen Unwetterschäden

Update am Donnerstag, 21:30 Uhr: Die Deutsche Bahn twittert, dass der „Zugverkehr bundesweit durch Unwetterschäden erheblich beeinträchtigt“ ist. Passagiere werden gebeten, sich regelmäßig in der App „DB Navigator“ oder online zu informieren. Laut Flugplan des Stuttgarter Flughafens gibt es derzeit keine Verzögerungen aufgrund der Unwetter.

Erste Hagelmassen und Überschwemmungen in Baden-Württemberg

Update am Donnerstag, 20:48 Uhr: „Kachelmannwetter“ meldet auf Twitter die ersten „Hagelmassen und Überschwemmungen“ im Landkreis Heidenheim. Heidenheim befindet sich im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern,

Erste Gewitter in Baden-Württemberg – Regenfront zieht über das Land

Update am Donnerstag, 19:25 Uhr: Es geht los in Baden-Württemberg. Auf dem Radar von „Kachelmannwetter“ sind erste Gewitter über der Schwäbisch Alb zu sehen. Eine Regenfront zieht über den Schwarzwald.

Update am Donnerstag, 19 Uhr: „Vom Süden und Südwesten kommen nun immer häufiger heftige Gewitter auf“, twittert „Kachelmannwetter“. Währenddessen wird aktuell vor Tornados vor Braunschweig gewarnt. Weiterhin ist die Lage in Baden-Württemberg eher noch ruhig.

Erste Gewitterzellen bilden sich über Baden-Württemberg – Luft ist „explosiv“

Update am Donnerstag, 18:30 Uhr: Wie „Kachelmannwetter“ twittert, ist auch im Süden die Luft „explosiv und es können sich noch kräftige Gewitter bilden“. Dem Warnmonitor des DWD zufolge bilden sich bereits die ersten Gewitterzellen über Baden-Württemberg – derzeit mit Schwerpunkt über dem Schwarzwald und Richtung Aalen.

Erste Gewitterzellen bilden sich über Baden-Württemberg.

Unwetter rückt näher – erste Überschwemmungen in Deutschland

Update am Donnerstag, 17:55 Uhr: Während es in Baden-Württemberg noch ruhig zu geht, trifft das Unwetter Nordhessen ordentlich. In Kassel hat der Starkregen bereits für erste Überflutung gesorgt.

So langsam entwickeln sich auch Unwetter weiter südlich, die ersten Unwetter wurden nun auch im Taunus gemeldet. Laut „Kachelmannwetter“ bilden sich auch die ersten Gewitterzellen an der Grenze zu Bayern. Damit rückt das Unwetter auch immer näher an Baden-Württemberg.

Hagelkörner so groß wie Golfbälle im Westen Deutschlands: Riesige Hagelkörner auch in Baden-Württemberg möglich

Update am Donnerstag, 17:20 Uhr: In Hessen sind die ersten Hagelkörner in Golfball-Größe heruntergekommen. Laut „Unwetterradar Deutschland“ zieht die Unwetterfront derzeit weiter Richtung Harz. Wann das Unwetter inklusive Gewitter, Starkregen und Hagel auf Baden-Württemberg trifft, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen.

Unwetter-Front kommt: Verspätungen und Ausfälle am Flughafen Stuttgart möglich

Update am Donnerstag, 17:10 Uhr: Auf echo24.de-Nachfrage erklärt eine Sprecherin des Flughafen Stuttgarts, dass es möglicherweise im Laufe der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu Verspätungen oder Ausfällen aufgrund der Wetterlage kommen kann. „Aktuell läuft alles regulär“, erklärt die Flughafensprecherin.

Allerdings müssen Passagiere mit Verzögerungen rechnen, wenn die Unwetterfront über Mittel oder Süddeutschland zieht. Daher rät der Flughafen Stuttgart allen Passagieren, regelmäßig den Flugzeugstatus auf der Webseite des Airportes zu checken. Sollte es zu Ausfällen oder Verspätungen kommen, sollen sich Fluggäste direkt an die jeweilige Airline wenden.

Unwetterfront zieht über Deutschland – Superzelle gesichtet: Video zeigt enormes Ausmaß

Update am Donnerstag, 16:55 Uhr: Die ersten Unwetter haben Deutschland erreicht. Eine Superzelle hat sich über Kassel in Hessen gebildet. Ein Video auf Twitter zeigt das enorme Ausmaß. „Kachelmannwetter“ warnt ausdrücklich vor sehr großem Hagel. Noch liegt der Unwetter-Schwerpunkt derzeit auf dem Westen Deutschlands. Doch im Laufe des Nachmittags und Abends zieht die Unwetterfront den Prognosen zufolge auch über Baden-Württemberg.

Unwetter in Baden-Württemberg: Erste Veranstaltungen abgesagt, Feuerwehr bereit sich auf Überschwemmungen vor

Update am Donnerstag, 16:10 Uhr: Die ersten Veranstaltungen werden aufgrund der Unwetterwarnung in Baden-Württemberg für Donnerstagabend abgesagt. Wer am Abend etwas vor hat, sollte sich vorab informieren, ob die geplante Veranstaltung stattfindet.

Währenddessen bereitet sich die Feuerwehr in Baden-Württemberg auf die Unwetterlage vor. Die Feuerwehr Heilbronn etwa rät Bürgern, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem mit Blick auf den drohenden Starkregen, der für Überschwemmungen sorgen kann.  

Unwetter-Front rollt auf Baden-Württemberg zu – schnelle Überflutung von Straßen und Kellern möglich

Update am Donnerstag, 13:35 Uhr: Am Nachmittag wird eine schwere Unwetterfront auf Baden-Württemberg treffen. Besonders gefährlich können dabei nicht nur die Gewitter werden, sondern besonders auch Starkregen und Hagel mit Korngrößen bis zu sieben Zentimeter, wie der DWD erklärt.

Durch die Hitze und den fehlenden Regen der letzten Wochen ist der Boden ausgetrocknet – und kann große Regenmengen nicht aufnehmen. Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (HVZ) warnt deshalb vor „starken Wasserstandsanstiegen“ in den Bächen und kleinen Flüssen.

Starkregen und Überschwemmungen: Wenn Unwetter über Deutschland ziehen

Gewitterzelle sorgt für Überschwemmung mit Hochwasser.
Autos versinken im Hochwasser, eine Überschwemmung breitet sich aus.
Ein Auto versinkt im Hochwasser, es ist oft schwierig bei solchen Bedingungen den Überblick zu behalten.
In der Region kam es zu einigen großen Überschwemmungen, aber zu keinen nennenswerten Personenschäden.
Starkregen und Überschwemmungen: Wenn Unwetter über Deutschland ziehen

In bebauten Gebieten kann es zudem zu überlasteten Kanalisationen und schnellen Überflutungen von Straßen, Kellern, Unterführungen und Tiefgaragen kommen. „Auch außerorts sind Überflutungen von Straßen möglich“, schreibt die HVZ. Die gute Nachricht: Für größere Flüsse besteht aktuell keine Hochwassergefahr. Doch kommt es zu Überflutungen, kann das richtige Verhalten Leben retten.

Unwetter-Warnung für Baden-Württemberg am Donnerstag – Superzellen drohen

Erstmeldung vom Donnerstag, 9:26 Uhr: Bereits in den Morgenstunden sind bis zum Vormittag immer wieder schwere Gewitter möglich, örtlich kann es auch zu Sturmböen, Starkregen und kleinkörnigem Hagel kommen. Gefährlich wird es dann jedoch ab dem Nachmittag, wenn die Unwetterfront auf Baden-Württemberg trifft. Eine amtliche Warnung des DWD vor schwerem Gewitter gilt ab 13 Uhr.

Lokal kann es während dieser Gewitter zusätzlich zu heftigem Starkregen mit Mengen um die 40l/m kommen, auch Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h, vereinzelt sogar 140 km/h, drohen. In Kombination mit Großhagel mit Korngrößen bis zu sieben Zentimeter kann das schnell gefährlich werden. Wer zu Hause bleiben kann, sollte das unbedingt tun. Auch für Bayern gilt eine amtliche Unwetter-Warnung vor schweren Gewittern, Orkanböen, Großhagel, wie „Merkur“ berichtet.

Rubriklistenbild: © Bernd März / IMAGO

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