Wetterdienst warnt

Waldbrandgefahr trotz Temperatursturz? Warum in Baden-Württemberg Vorsicht geboten ist

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Trotz sinkender Temperaturen steigt in Baden-Württemberg die Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst warnt – und mahnt zur Vorsicht.

Eigentlich war der Frühling bereits da. In Baden-Württemberg kletterte das Thermometer auf knapp 20 Grad – bei purem Sonnenschein. Doch zum Wochenende machte sich polare Kaltluft in Deutschland breit und sorgte für einen Temperatursturz. Die Sonne ließ den Südwesten aber dennoch nicht im Stich. Statt grauen Wolken gibt es strahlend blauen Himmel. Was viele Menschen freuen könnte, sorgt jedoch für ein Problem: Die Waldbrandgefahr steigt stetig an.

Viel Sonne – kaum Regen: Steigende Waldbrandgefahr trotz Temperatursturz in Baden-Württemberg

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ist aufgrund des erhöhten Risikos für Waldbrände Vorsicht geboten. Sonntag und Montag gilt laut dem Waldbrandgefahrenindex für den Großteil Baden-Württembergs die zweithöchste Stufe, die dann aber in den folgenden Tagen auf die mittlere Stufe absinkt. Laut einer Sprecherin des DWD sei auch in der kommenden Woche nicht mit Regen zu rechnen. 

Auch laut wetteronline.com sorgt der fehlende Regen für zu trockene Wiesen und Wälder. Schon ein kleiner Funke könne demnach genügen, um Laub oder Gras zu entzünden, heißt es in einem aktuellen Post auf der Plattform X. Wie echo24.de bereits berichtete, sind laut Wetterexperten alle Waldbrände menschengemacht. Meteorologe Jörg Kachelmann erklärte gegenüber der Redaktion: „Es gäbe keinen Waldbrand, wenn niemand ihn anzünden würde.“

Sommerliche Hitze sei demnach gar nicht dafür notwendig – es reichen auch frische Temperaturen und ausbleibender Regen. Gerade mit Blick auf die Grillsaison ist deshalb in Baden-Württemberg erhöhte Vorsicht geboten. Laut der Heilbronner Stimme sind die Feuerwehren in der Region Heilbronn bereits vorbereitet.

Regen bleibt auch weiterhin aus: Wetterwechsel in Baden-Württemberg kündigt sich an

Bis Montag soll es auch noch deutlich kälter als in den letzten Tagen sein. Dabei liegen die Temperaturen am Sonntag zwischen maximal 6 und 16 Grad. Hier sei auch mit Wind zu rechnen, sodass es laut der Sprecherin gerade im Schatten etwas kühler werden kann. Allerdings würden nur im Bergland, am Hochrhein und am Bodensee stärkere Böen erwartet werden. Der Wind lässt in der Nacht auf Montag wieder nach. Dabei gibt es aber in Baden-Württemberg verbreitet in der Nacht Frost. Tagsüber kann es am Montag dann bis zu 15 Grad geben. 

Im Verlauf der Woche können sich die Baden-Württemberger aber auch wieder auf höhere Temperaturen freuen. So rechnet der DWD mit bis zu 18 Grad am Dienstag. Am Donnerstag gibt es sogar am Oberrhein bis zu maximal 20 Grad. Auch die Nächte werden nach und nach milder. So soll es am Mittwoch schon nur noch vereinzelt Frost geben.

Rubriklistenbild: © KerstinxKokoska

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