Bis zu 13 Grad

Sturm statt Schnee: Experte mit Weihnachtsprognose – „massives Tauwetter“ droht

  • Adrian Kilb
    VonAdrian Kilb
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Der Deutsche Wetterdienst erwartet auch an den Tagen vor Heiligabend stürmisches Wetter. Erst am 24. Dezember soll der Wind dann weniger werden. Gibt es noch Hoffnung auf weiße Weihnachten?

Die aktuellen Wetterkapriolen wühlen Baden-Württemberg auf. Sturmtief „Zoltan“ brachte am Donnerstag und Freitag Windböen, Gewitter und Dauerregen über das Land – und sorgte so für zahlreiche Schäden und Behinderungen. Polizei und Feuerwehr mussten in Heilbronn und der Region zu knapp 90 Einsätzen ausrücken.

Phasenweise war auch der Bahnverkehr eingeschränkt. Doch damit nicht genug: Für das untere Jagst- und Kochergebiet rund um Öhringen (Hohenlohekreis) gilt nun eine Hochwasser-Warnung. Die Flüsse drohen überzulaufen. Auch in der Nacht zum Samstag „bleiben die Pegel im Südwesten relativ hoch“, sagt Meteorologe Dominik Jung von „Wetter.net“. Da sehnt man sich doch förmlich besinnliche, ruhige Feiertage herbei. Doch bis es soweit ist, braut sich erneut etwas zusammen.

Gibt es Schnee an Heiligabend? Wetter-Experte gibt klare Prognose ab

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet an den Tagen vor Heiligabend weiterhin stürmisches Wetter. Am Samstag soll es zu Sturmböen und in hohen Lagen zu Orkanböen kommen. Oberhalb von 1.000 Metern könne es sogar noch etwas schneien und damit vereinzelt glatt werden.

Eine weiße Weihnacht wird es aber nicht geben – selbst im Hochschwarzwald nicht, wie ein DWD-Sprecher in Stuttgart sagte. Milde Luftmassen brächten den geringen Neuschnee spätestens ab Samstagnacht zum Schmelzen. Dann „setzt massives Tauwetter ein“, sagt Meteorologe Dominik Jung von „Wetter.net“.

Frühlingshaftes Wetter am ersten Weihnachtsfeiertag

Die Temperaturen pendeln sich in den nächsten Tagen im Flachland um die 10 bis 13 Grad ein. Vielerorts komme es Freitag und Samstag zu Regen, der am Heiligabend und an den Feiertagen dann weniger werde. Immerhin sollen der nachlassende Wind und Regen am 24. sowie am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag für eine etwas gemütlichere Stimmung sorgen. 

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Im Hochschwarzwald und im Oberrheingraben können Heiligabend zwar weiterhin Sturmböen auftreten. Aber am ersten Weihnachtsfeiertag wird es dann überwiegend richtig mild mit Temperaturen bis 13 Grad in Baden-Württemberg. „Das reicht fast schon für einen Frühlingsspaziergang“, so Wetter-Experte Dominik Jung.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Collage echo24.de

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