Schnee, Frost, Kälte?
Frostiger Dezember-Start – doch Experte überrascht mit Winter-Prognose
VonLisa Kleinschließen
Der Schnee hat es im November bereits bis ins Flachland geschafft. Bricht bald der Winter so richtig über Deutschland ein? Die Wettermodelle geben eine klare Prognose ab.
Mit dem ersten Dezember startet auch der Winter – zumindest aus meteorologischer Sicht. In diesem Jahr fällt dieser Tag sogar auf den ersten Advent. Die Temperaturen sind im November noch mal in die Höhe geschossen und haben dabei fast an der 20-Grad-Marke gekratzt. Doch zum Monatswechsel sinken die erwarten Tageshöchstwerte in Baden-Württemberg wieder deutlich. Regional bewegen sich die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt, nachts teils weit darunter bei bis zu minus sieben Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt regional vor Frost und vereinzelt Glätte.
Schlägt der Winter passend zum ersten Advent zu? Und: Wie wird der Winter 2024/25? Laut dem 100-jährigen Wetter-Kalender soll der Winter im Dezember so richtig Fahrt aufnehmen. Doch was sagen die Wettermodelle? Der Meteorologe Dominik Jung wirft in einem Video von „wetter.net“ einen genauen Blick auf die Prognose für den Winter.
Schnee, Frost und Kälte in Deutschland – Winter war bereits zu Besuch
Bereits Anfang September sorgte ein Wintereinbruch für Schneemassen in den Alpen und Frost auf dem Feldberg. Doch daraufhin folgten einige durchwachsene und milde Herbstwochen. Mitte November kam dann der nächste Winterbesuch, der Schnee bis ins Flachland brachte, bevor die Temperaturen wieder nach oben gerast sind.
Bilder zeigen Schnee-Landschaft in Baden-Württemberg und der Region Heilbronn




Auch wenn aktuell keine Schneemassen zu erwarten sind, zieht der Winter langsam aber sicher in Deutschland ein. Das Wetter wird unbeständiger, Frost und Glätte kündigen sich immer häufiger an. Steht uns ein eisiger Winter bevor?
Wie wird der Winter 2024/25 in Deutschland? Wetter-Experte mit klarer Prognose
Laut den aktuellen Prognosen soll der Winter 2024/25 in der Bilanz vor allem in den nördlichen Regionen Deutschlands ein bis zwei Grad wärmer ausfallen als das neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020, erklärt der Wetter-Experte Dominik Jung. Im Südwesten sei eine Abweichung von 0,5 bis einem Grad zu erkennen. Damit könnte der Winter eher mild ausfallen.
Zu diesem Ergebnis kommt auch „wetter.com“: „Sowohl das europäische ECMWF-Modell wie auch das CFS-Modell der amerikanischen NOAA berechnen ein bis zwei Grad zu hohe Werte“, heißt es dort. Doch was bedeutet überhaupt eine positive Abweichung und zu mild? Das Klimamittel für den Winter in Deutschland liegt in den Jahren 1991 bis 2020 laut „wetter.com“ bei 1,4 Grad.
„Das schließt natürlich nicht aus, dass es nicht dennoch mal Schnee oder Frost geben kann“, stellt der Meteorologe klar. Denn: Die Prognose bezieht sich nur auf die End-Bilanz für den gesamten Winter 2024/25. Wie „merkur.de“ berichtet, könnte Deutschland sogar einen tropischen Winter erleben.
Erstes Adventswochenende steht bevor: So startet der Winter in Deutschland
Das erste Adventswochenende soll laut Jung „recht freundlich“ ausfallen. Der Samstag soll in Deutschland „durchwachsen“ ausfallen, mit Hochnebel am Morgen und einer Chance auf Sonnenschein im Tagesverlauf. Die Temperaturen liegen zwischen vier und acht Grad.
Und wie wird der erste offizielle Wintertag? Laut Dominik Jung gibt es „trockenes Wetter, perfektes Wetter für alle Weihnachtsmärkte von Nord bis Süd, von West bis Ost“. Die Tageshöchstwerte in Deutschland bewegen sich zwischen vier bis neun Grad.
Der Wetter-Experte blickt auf die Ensemble-Prognose für das Wetter in Süddeutschland bis zur Monatsmitte. Auf das trockene Wetter zum ersten Advent folgt wechselhaftes Wetter mit Regen und die Temperaturen sollen etwas ansteigen, auf fünf bis sieben Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für Dienstag und Mittwoch (3. und 4. Dezember) Regen und Graupel an, im Bergland könnte es einzelne Schneeschauer geben.
Wetter-Experte mit enttäuschender Prognose für Kälte-Fans: „Dauer-Winter-Wetter will sich nicht einstellen“
„So richtiges Dauer-Winter-Wetter will sich nicht einstellen“, bilanziert Dominik Jung. „Kein Dauerfrost ist da erstmal zu erwarten, zumindest nicht bis Mitte Dezember.“ Insgesamt soll der Dezember ein bis zwei Grad wärmer im Nordosten werden sowie 0,5 bis ein Grad wärmer im Süden und Südwesten Deutschlands im Vergleich zum neuen Klimamittel.
„Das schließt natürlich nicht aus, dass es nicht trotzdem mal ein paar kalte Tage geben kann, auch im Dezember. Aber in der Gesamtbilanz soll es eher wieder ein milder Monat werden“, stellt der Wetter-Experte klar. Viel Schnee, Frost und Kälte sei demnach allerdings vorerst nicht zu erwarten.
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