Unbändiger Siegeswille

Die Falken feiern das hessische Triple und gewinnen auch in Nauheim

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Mit einer taktischen Meisterleistung gewinnen die Heilbronner Falken auch die Partie in Nauheim und feiern den dritten Sieg in Folge.

Mit eiserner Disziplin und harter Arbeit stellen die Heilbronner Falken den dritten Auswärtssieg in Folge sicher.
  • Falken beim dritten hessischen Spitzen-Klub in Folge zu Gast
  • Dylan Wruck nicht zu stoppen
  • Tor nach Traumpass von Kapitän Derek Damon

Mit dem heutigen Spiel in der DEL2 beim EC Bad Nauheim endet für die Heilbronner Falken die Hessen-Auswärts-Rundreise. Seit Saisonbeginn halten sich die Wetterauer unter den Spitzenteams der Liga und stehen vor der Partie auf dem vierten Tabellenplatz. Nur zu gerne würden sie den Abstand heute Abend auf die Unterländer verringern.

Die Heilbronner Falken wollen natürlich ihre Siegesserie bei den hessischen Spitzen-Klubs fortsetzen und nach den Erfolgen in Kassel und Frankfurt das Triple perfekt machen. Das gelingt. Sie gewinnen nach aufopferungsvollem Kampf mit 2:1.

Heilbronner Falken äußerst diszipliniert

Nachdem Falken-Stürmer Michael Knaub wegen seiner fünften Disziplinarstrafe gesperrt ist, muss Falken-Trainer Alexander Mellitzer umbauen. Insgeheim hatten wohl nicht nur die Fans gehofft, dass Pierre Preto aus Mannheim zur Verfügung steht, doch der Kooperationspartner Adler Mannheim benötigt ihn selbst. Somit besteht die dritte Reihe der Heilbronner Falken an diesem Tag ausschließlich aus Jungadlern. Schnell wird klar, mit welcher Taktik die Heilbronner Falken zum Erfolg kommen wollen. Mit schnellem Umschaltspiel aus einer kompakten Defensive.

Wieder einmal ist es Dylan Wruck, der die Falken in Führung bringt.

Nauheim anfangs das optisch überlegener Team, ohne aber echte Chancen herauszuspielen. In der achten Minute geht es dann blitzschnell. Ein Pass von Bryce Gervais aus der Abwehr, Dylan Wruck marschiert, visiert das lange Eck an - und trifft zum 0:1. Die Gäste auch in der Folgezeit taktisch sehr diszipliniert. Dann Powerplay Heilbronn. Richtig gut, aber ohne Treffer. Im Anschluss haben Brock Maschmeyer und Gervais gute Einschusschancen, scheitern aber an Felix Bick im EC-Tor. Zwei Minuten vor der Pause dann eine Traumkombination der Falken. Derek Damon bedient blind mit einem Rückhandpass den vor dem Tor lauernden Tim Miller: 2:0.

Falken-Stürmer Koch wird vom Puck getroffen

Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken in Unterzahl. Mit zwei dicken Chancen für die Unterländer, doch Miller trifft nur die Latte und Gervais scheitert an Bick. Mit Folgen, Miller humpelt nach der Aktion, aber wie üblich, spielt er weiter. Dann fünf Minuten Zwangspause für alle Akteure. Die Bande ist kaputt. Kaum ist der Puck wieder im Spiel, geben die Gäste Gas. Doch Bick wächst über sich hinaus.

Davis Koch wird in der 32. Minute von einer Scheibe voll ins Gesicht getroffen.

In der 32. Minute dann eine Schrecksekunde für die Heilbronner Falken. Davis Koch wird von einer Scheibe mitten ins Gesicht getroffen und liegt auf dem Eis. Die Schiedsrichter pfeifen nicht ab, das ist unverständlich. Koch schleppt sich zur Bank. Dann Überzahl für die Hausherren, da brennt es lichterloh vor dem Kasten von Matthias Nemec, aber irgendwie verhindern die Falken einen Treffer und retten das 0:2 in die Pause.

Heilbronner Falken mit Abwehrschlacht

Eines ist sicher: Das wird ein ganz heißer Tanz im letzten Drittel. Eine gute Nachricht für die Heilbronner Falken, Koch kann wieder mitwirken, nachdem er in der Pause medizinisch versorgt wurde. Die Hausherren mit viel Druck, die Gäste vornehmlich im eigenen Abwehrdrittel. Taktisch ist das eine Meisterleistung, was die Unterländer hier zeigen.

Unaufhörlich tickt die Uhr, aber das werden noch ganz schwere sieben Minuten. Bei einem Entlastungsangriff der Falken werden Gervais die Beine weggezogen. Powerplay Heilbronn, das ist die Chance für die Entscheidung. Doch nein, sie finden heute einfach nicht die Lücke, aber immerhin sind wieder zwei Minuten von der Uhr. Die Hessen riskieren alles, nehmen den Keeper vom Eis und 48 Sekunden vor dem Ende gelingt ihnen der Anschlusstreffer. Das war es dann aber auch.

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