Er ist wieder da
"Mr. Mercedesstern" ist zurück bei den Heilbronner Falken
VonMarc Thorwartlschließen
Nach einem Jahr bei den Kassel Huskies kehrt Stürmer Justin Kirsch für die nächsten beiden Jahre zu den Unterländern zurück.
- Der Neue ist ein alter Bekannter.
- Im Powerplay ist Justin Kirsch brandgefährlich.
- Er kennt das ganze Umfeld in Heilbronn.
Nach nur einem Jahr Unterbrechung kommt jetzt wieder zusammen, was zusammengehört. Mit Justin Kirsch können die Heilbronner Falken den ersten Neuzugang für die kommende Saison vermelden. Der Stürmer ist ein Rückkehrer. Von 2016 an trug er bereits drei Jahre lang das Unterländer Trikot, ehe es ihn vergangene Spielzeit zu den Kassel Huskies zog.
Gerade sein Abgang hatte bei den Fans damals für Diskussion gesorgt, war er doch in der Saison 18/19 zweitbester Torschütze der Heilbronner Falken. Vor allem im Powerplay war der 27-Jährige kaum zu stoppen. Ähnlich wie diese Saison Yannik Valenti, verwertete Kirsch am liebsten Querpässe per Direktabnahme. Und das meistens von dem Punkt aus, wo der Mercedesstern als Werbung auf dem Eis angebracht ist. So kam er zu seinem Spitznamen.
Neu-Falke Kirsch ist jetzt auch defensiv stärker
Nicht ganz so erfolgreich wie bei seinem Drang nach vorne war er bei der Abwehrarbeit nach hinten. Am Ende der Saison hatte er zwar 60 Punkte (31 Tore, 29 Vorlagen) für die Heilbronner Falken gesammelt, wies aber eine -13 bei der Plus-Minus-Bilanz auf. Doch da hat der Scharfschütze in dieser Saison in Hessen mächtig nachgebessert. Zwar sammelte er "nur" 45 Punkte (18 Tore, 27 Vorlagen), doch dafür glänzte er mit einem Plus-Minus-Wert von +13. Keine Frage, unter Huskies-Coach Tim Kehler war er bedeutend mehr in die Defensivarbeit eingebunden. "Er ist einer der torgefährlichsten Stürmer der Liga und ein ganz feiner Bursche. Ich hätte ihn gerne diese Saison bei uns im Kader gehabt", sagt der ehemalige Falken-Trainer Alexander Mellitzer. "Er hat in Kassel gezeigt, dass er seine Mitspieler gut in Szene setzen kann. Er wird eine Spitzensaison in Heilbronn haben."
Kirsch hatte nie einen Hehl daraus gemacht, wie wohl er sich bei den Heilbronner Falken fühlt. Jetzt kehrt er also zurück. "Ich freue mich, wieder zu den Falken zurückzukehren. Für mich und meine Frau ist Heilbronn wie eine Art Heimat, abseits von Kanada, geworden. Die Vorfreude auf die kommende Saison mit den Falken ist schon enorm groß." Der Vorteil jetzt bei seiner Rückkehr: Er kennt sich hier aus, trifft auf viele ehemalige Mannschaftskollegen, benötigt null Eingewöhnungszeit. Und im Powerplay dürften die Unterländer jetzt noch schlechter auszurechnen sein. Valenti auf halblinks, Kirsch auf halbrechts, das garantiert Tore am Fließband.
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