Ein absolutes Kampfspiel

Falken verlieren nach Verlängerung gegen Bad Tölz

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Zum zweiten Mal an diesem Wochenende müssen die Heilbronner Falken in die Overtime - dieses Mal mit dem besseren Ende für die Gäste.

Die Chancenverwertung war das große Manko der Falken. In dieser Situation kann Bryce Gervais den Puck nicht am Tölzer Keeper vorbeibringen.

In der DEL2 jagt bei den Heilbronner Falken derzeit ein Spitzenspiel das nächste. Nur zwei Tage nach dem hart umkämpften Sieg beim EHC Freiburg, müssen sie heute Abend daheim gegen die Tölzer Löwen antreten. Die stehen aktuell auf dem siebten Tabellenplatz - demjenigen, der den Gang in die Pre-Playoffs bedeutet.

Die Heilbronner Falken haben neun Punkte Vorsprung auf die Oberbayern. Sie könnten also mit einem Sieg bereits eine Art Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs herbeiführen. Auf der anderen Seite werden die Löwen natürlich alles daran setzen, den Abstand auf Platz sechs zu verringern. Am Ende entscheidet die Verlängerung über die Partie. Zugunsten der Gäste, sie gewinnen mit 3:2.

Heilbronner Falken wieder früh im Rückstand

Ähnlich wie beim Sieg im Breisgau, muss Falken-Trainer Alexander Mellitzer auch heute improvisieren. Jan-Luca Schumacher, dreifacher Vorlagengeber vom Freitag, ist heute wieder für die Jungadler an der Scheibe. Da kommen die Gerüchte, dass die Heilbronner Falken nochmals auf dem Transfermarkt zugeschlagen haben, gerade recht. Im Spiel erwischen die Gäste den besseren Start. Nach 93 Sekunden gehen sie in Führung. Unbehelligt können sie viermal nachstochern, bis die Scheibe über die Linie geht.

Derek Damon (Mitte) erzielt den Ausgleichstreffer zum 1:1.

Die Heilbronner Falken finden langsam in die Spur, auch das erste Powerplay bleibt ungenutzt. Doch jetzt haben sie sich freigeschwommen, es geht vornehmlich in Richtung Gästetor. Dann erneut Überzahl Heilbronn - und dieses Mal passt es. Brock Maschmeyer zieht von der blauen Linie ab, Derek Damon fälscht ab, 1:1. Es kann so einfach sein. Auch danach die Unterländer im Vorwärtsgang, doch es bleibt beim 1:1 zur Pause.

Heilbronner Falken mit starker Unterzahl

Ins zweite Drittel starten die Heilbronner Falken in Überzahl, da sich ein Tölzer noch zu einer Entgleisung nach dem Abpfiff der ersten 20 Minuten hat hinreißen lassen. Und was für ein Powerplay der Hausherren. Dylan Wruck bekommt die Scheibe von Torhüter Mirko Pantkowski zugespielt und marschiert. Übers ganze Feld und durch vier Tölzer, um dann auch noch aus spitzem Winkel genau über die Schulter des Keepers ins kurze Eck zu treffen. 22 Sekunden sind gespielt. Jetzt die Unterländer mit deutlich Oberwasser, teilweise werden die Gäste im eigenen Abwehrdrittel eingeschnürt. Bis die Falken zwei Strafzeiten in kurzem Abstand ziehen. Aber selbst bei doppelter Überzahl gelingt den Oberbayern kein Treffer.

Dylan Wruck auf dem Weg zum 2:1.

Die Chancenverwertung ist das große Manko der Heilbronner Falken an diesem Abend. Egal ob Bryce Gervais, Corey Mapes, Stefan Della Rovere oder Davis Koch, immer wieder kommt noch ein Abwehrbein der Tölzer oder der Keeper dazwischen. Dann einer der ganz wenigen Entlastungsangriffe der Gäste, ein Falken-Defender rutscht aus, die Löwen machen das 2:2. Damit ist der Spielverlauf des zweiten Drittels auf den Kopf gestellt. Mit dem 2:2 geht es in die Pause.

Heilbronner Falken suchen die Lücke

Auch im letzten Abschnitt stellen die Heilbronner Falken das aktivere Team, doch die Gäste machen es wirklich geschickt, immer wieder stellen sie die Passwege zu, gute Chancen sind Mangelware. Selbst im Powerplay, das die Unterländer zweimal haben, irgendwie läuft es nicht richtig zusammen. Die Löwen hingegen haben gute Chancen, wenn sie schnell spielen.

Drei Minuten vor Schluss eine Doppelchance. Erst bringen die Heilbronner Falken aus aussichtsreicher Position und trotz mehrerer Chancen den Puck nicht im Netz unter, dann entschärft Pantkowski ein Break der Gäste. Langsam läuft die Zeit herunter. Es gibt Verlängerung. Hier sind die Gäste aktiver und zielstrebiger. Mit Erfolg, sie sichern sich den Extrapunkt, Shawn Weller macht das 3:2.

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