Der Lauf geht weiter

Heilbronner Falken punkten auch bei den Tölzer Löwen

  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Bei den Oberbayern egalisieren die Heilbronner Falken gleich zweimal einen Zweitore-Rückstand.

Yannik Valenti traf in Tölz einmal, zu einem zwei weiteren Treffer leistete er die Vorarbeit.

Nur zwei Tage nach dem 6:3-Erfolg gegen den EHC Freiburg, steht für die Heilbronner Falken in der DEL2 das nächste Topspiel an: Sie sind zu Gast beim Tabellenzweiten, den Tölzer Löwen. Holen die Unterländer dort den vierten Sieg in Folge und steigen in die Spitzengruppe der Liga auf? Ja, das Spiel wird mit 6:5 nach Verlängerung gewonnen.

Im Tor vertraut Falken-Trainer Alexander Mellitzer erneut Matthias Nemec. Und er kann auf Michael Knaub zurückgreifen. Dessen Foul am Freitag gegen Freiburg wurde vom Kontrollausschuss der Liga nicht weiter geahndet. Ganz im Gegensatz zu der Aktion vom Tölzer Shawn Weller. Der bekam für seinen Check zum Kopf vier Spiele Sperre aufgebrummt - und fehlt somit heute in der Partie gegen die Heilbronner Falken. Ganz sicher eine Schwächung der Bayern.

Heilbronner Falken zu nachlässig

Die Partie geht schon wie gegen Freiburg ohne großes Abtasten los. Die erste Chance erspielen sich die Heilbronner Falken nach wenigen Sekunden - scheitern aber am Löwen-Goalie. Kurz danach Strafzeit gegen die Falken, aber das Unterzahlspiel klappt hervorragend. Dann Powerplay für die Gäste, Yannik Valenti scheitert. In der elften Minute haben die Löwen den Torjubel auf den Lippen, aber Tyler McNeely trifft das leere Tor nicht.

Marcus Götz erzielte mit seinem ersten Saisontreffer den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Wenige Sekunden später machen sie es besser. Scheibe vors Tor, ein Schläger dazwischen, jetzt steht es 1:0. Doch gleich darauf bekommen die Heilbronner Falken die Chance zum Ausgleich, aber Samuel Soramies scheitert mit einem Penalty. In der 15. Minute können die Unterländer dann jubeln. Marcus Götz trifft zum 1:1. Danach versäumen es die Falken, weitere Tore nachzulegen. Die Hausherren sind eigentlich immer dann gefährlich, wenn sie kontern können. Neun Sekunden vor der Pausensirene machen sie das 2:1. Aus Falken-Sicht ein Treffer der Kategorie "Unnötig".

Heilbronner Falken mit Doppelschlag

Im zweiten Drittel spielen die Heilbronner Falken schnell in Unterzahl. In diesem ist Matthias Nemec mit einem Monster-Save zur Stelle und hält das 1:2 fest. In der 28. Minute dann eine Schlüsselszene. Die Gäste versieben vorne eine Großchance, im direkten Gegenzug fangen sie das 1:3. Die Zuordnung im Defensivverbund hat nicht gestimmt, und das wird sofort bestraft.

Michael Knaub trifft mit seinem ersten Zweitliga-Tor zum 3:3.

Vielleicht gelingt den Falken ja in Überzahl der erneute Anschlusstreffer? In der 34. Minute haben sie die Gelegenheit dazu. Und das gleich doppelt, insgesamt 94 Sekunden spielen sie fünf gegen drei. Ja, Stefan Della Rovere trifft ins lange Eck zum 2:3. Gleich danach entschärft Nemec ein Break der Tölzer in Unterzahl.

Heilbronner Falken: Dieser Verteidiger hat die beste DEL2-Bilanz

Die Falken MÜSSEN mehr aufpassen. Und wie. Im direkten Gegenzug ist es Michael Knaub, der nach feiner Vorarbeit von Valenti nur noch den Puck ins leere Tor schieben muss. Innerhalb von 67 Sekunden ist das Spiel wieder völlig offen. Doch Tölz schlägt zurück. In der 39. Minute machen sie in Überzahl das 4:3. Wieder so ein spätes Tor, das ist ärgerlich.

Heilbronner Falken sind hellwach

Die spannende Frage fürs Schlussdrittel lautet: Können die Heilbronner Falken zurückschlagen? Ja, und das bereits nach wenigen Sekunden. Kevin Maginot vollendet in bester Stürmer Manier. Kurze Zeit später dann die erstmalige Führung der Gäste. Im Powerplay trifft Valenti zum 4:5. Dann lässt sich Kapitän Derek Damon zu einem Foul hinreißen. Überzahl Tölz. Eine scharfe Hereingabe prallt unglücklich von Maginots Schlittschuh ins eigene Tor: 5:5.

Kevin Maginot trifft erst zum 4:4, dann fälscht er eine Scheibe unglücklich ins eigene Tor zum 5:5.

Nach diesem Treffer beschränken sich beide Teams vorrangig auf Sicherung des eigenen Tors. Chancen ergeben sich nur dann, wenn ein Team einen Fehler macht. Die Zeit läuft herunter, es geht in die Verlängerung. Hier zeichnet sich Nemec gleich mehrfach aus, die Heilbronner Falken irgendwie zu passiv. Eine Minute vor dem Ende gibt es dann auch eine Strafzeit gegen die Hausherren. DIE Chance, um den Lucky Punch zu setzen. Und sie schaffen es. Elf Sekunden vor dem Penalty-Schießen packt Damon den Hammer aus und trifft zum 6:5. Die Falken haben den vierten Sieg in Folge eingefahren und setzen sich im oberen Tabellendrittel fest.

Rubriklistenbild: © Thorwartl

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