Spannend bis zur letzten Minute
Heilbronner Falken vergeben zu viele Chancen
VonMarc Thorwartlschließen
In Kassel setzt es die vierte Niederlage in Folge.
Wieder ist es nichts mit den vier Reihen. Beim DEL2-Spiel bei den Kassel Huskies stehen den Heilbronner Falken nur elf Stürmer zur Verfügung. Immer noch ist Alex Lambacher verletzt. In der Verteidigung fehlt Marcus Götz. Zweimal trafen die Falken in der Vorbereitung auf die Hessen. Beide Male zogen sie den Kürzeren. Die Serie der Hausherren hält. Sie gewinnen mit 4:2.
Falken-Coach Alexander Mellitzer hat auf die Torflaute der vergangenen Spiele reagiert und Umstellungen vorgenommen. Justin Kirsch stürmt im ersten Block für Greg Gibson. Der ist dafür Center in der Reihe mit Kevin Lavallée und Tim Bernhardt.
Heilbronner Falken geraten früh in Rückstand
Die Hausherren starten gleich im Vorwärtsgang. Nach einem Fehlpass von Gibson kontert Sam Povorozniouk und kann nur durch ein Foul gestoppt werden: Unterzahl Falken. Und schon klingelt es im Kasten. Tyler Gron nimmt Maß, sein Schuss wird abgefälscht. Es steht in der vierten Minute 1:0.
Doch nur eine Minute später jubeln die Falken. Eine Traumkombination schließt Kirsch zum 1:1 ab. Aber das Tor ist verschoben. Die Referees bemühen den Videobeweis - und geben den Treffer nicht. Danach haben beide Teams einige Möglichkeiten. Eine davon nutzen die Huskies in der 14. Minute zum 2:0. Dabei bleibt es bis zur Pause.
Heilbronner Falken mit dem frühen Anschlusstreffer
Im zweiten Abschnitt stellt Mellitzer die Reihen erneut um. Richi Gelke wechselt aus der Abwehr in den Angriff und bildet fortan mit Samuel Soramies und Pierre Preto eine vierte Sturmreihe. Die Falken sind jetzt deutlich bissiger. Endlich wird der Körperkontakt gesucht, und auch das Forchecking klappt jetzt besser. Die Bemühungen werden belohnt. Lavallée trifft in der 24. Minute zum frühen Anschlusstor. Aber die Huskies können sich heute auf die Falken verlassen. Wieder einmal erlauben sich die Falken einen unnötigen Scheibenverlust im eigenen Abwehrdrittel, und Richie Mueller macht das 3:1.
Doch auch die Hessen spielen nicht fehlerfrei. Keeper Marcel Melichercik passt hinter dem Tor auf Gibson, der bedient sofort Roope Ranta - und so eine Chance lässt sich Heilbronns Top-Torjäger nicht entgehen. Nur noch 3:2 in der 30. Minute. Danach gibt es ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Tore fallen bis zur Pause aber nicht mehr.
Kassel Huskies treffen nur den Pfosten
Viel Glück gleich zu Beginn des letzten Abschnitts für die Heilbronner. Sie sind noch in Unterzahl. Mueller zieht ab - und scheitert am Pfosten. Die Falken vergeben gute Chancen durch Kyle Helms und Ranta. Dann wieder Powerplay der Hessen. Break der Falken, Lavallée wird gefoult, es gibt Penalty. Ranta läuft an, scheitert aber an Melichercik. Das war DIE Chance in Unterzahl.
Jetzt die stärkste Phase der Gäste. Zeitweise setzen sie sich im Angriffsdrittel richtig fest, scheitern aber mit einer Vielzahl an Chancen. Die Drangperiode unterbrechen sie dann selbst. Ranta muss auf die Strafbank. Aber auch diese Unterzahl überstehen sie unbeschadet.
Die Entscheidung fällt durch ein Empty-Net-Goal
Direkt im Anschluss dann endlich Überzahl Falken. Vielleicht machen sie ja was daraus? Die Unterländer spielen es richtig gut. Doch das Tor ist wie vernagelt. Unbarmherzig läuft die Zeit herab. Als die Falken alles riskieren und den Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nehmen, kommen die Hausherren in Scheibenbesitz und treffen in der 59. Minute zum 4:2 ins leere Tor.
Aufstellung:
Huskies
T: Melichercik; Hungerecker
V: Müller, Heinrich; Kraus, Dinger; Christ, Walters;
S: Schirmacher, Krüger, Bödefeld; Müller, Neal, Ritter; Mellieur, Povorozniouk, Carciola; Gron, Henning, Busch;
Falken
T: Pantkowski; Frensel
V: Maschmeyer, Pavlu; Kurz, Gelke; Mapes, Eberhardt;
S: Ranta, Damon, Kirsch; Bettahar, Helms, Ross; Bernhardt, Gibson, Lavallée; Soramies, Preto
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