Freiburger werden in Heilbronn deftig vernascht
Unglaublich starkes Eisbären-Team sorgt für Vogler-Festspiele
VonOlaf Kubasikschließen
Mit einem Sturmlauf über drei Drittel bescheren die Eisbären Heilbronn ihrem Trainer Heiko Vogler Glücksgefühle - und drei Tore.
Er macht's wieder am Freitagabend! Nach der erfolgreichen Premiere bei der Regionalliga-Auswärtspartie in Mannheim schnürt Heiko Vogler die Schlittschuhe erneut - um auch gegen den EHC Freiburg 1b für seine Eisbären Heilbronn aufs Eis zu gehen. Der Trainer erklärt: "Ich habe richtig Bock zu spielen, was zudem den Vorteil hat, dass ich der Mannschaft mein System unter Wettkampfbedingungen vermitteln kann." Ein bisschen Selbstkritik darf nach seinem ersten Auftritt dennoch nicht fehlen - denn: "Ich hätte ein paar Kisten machen müssen!" Das holt Vogler in der heimischen Kolbenschmidt-Arena beim 5:0-Sieg nach.
Verzichten muss der Coach allerdings auf die an Grippe erkrankten Felix Kollmar und Daniel Steinke, bietet aber dennoch vier Sturmreihen und sieben Verteidiger auf. Vogler erklärt: "Ich habe mich bei unserem U20-Nachwuchs bedient und lasse mit Lukas Seeger und dem erst 16-jährigen Loris Walter zwei große Talente auflaufen." Sehr zur Freude Kollmars, der seinem Team vom Krankenbett aus die Daumen drückt: "Bei uns sind alle heiß aufs erste Heimspiel der Saison! Unser Anspruch müssen die drei Punkte sein, um am Sonntag gut gerüstet zu den Zweibrücken Hornets zu fahren."
Eisbären Heilbronn: Dauerbeschuss aufs Freiburger Tor
Doch nun erstmal hinein in die Freiburg-Partie: Und die Eisbären sind sooo heiß, dass sie garantiert nach Spielschluss zum Abkühlen in die Sauna gehen müssen. Das Freiburger Tor sieht sich unter Dauerbeschuss, wird überrannt - jedoch ohne Zählbares. Bis, ja bis Sven Breiter die Gunst der Stunde nutzt, um endlich die verdiente Führung zu erzielen: 1:0 für die Hausherren (18.). Die besteht die ersten 20 Minuten.
Heiko Vogler mit zwei Treffern im zweiten Drittel für die Eisbären Heilbronn
Nach der Pause drehen die Eisbären weiter auf. Und die Freiburger sind jetzt chancenloser als US-amerikanische Waffengegner gegen Lobbyisten! Peng - da darf sogar "Benjamin" Loris Walter sein erstes Tor bei den "Großen" erzielen (25.). Und dann beginnen die Vogler-Festspiele dank eines eisbärenstarken Teams! John Kraiss, Stefano Rupp - der Trainer macht es schwuppdiwupp: 3:0 (30.). Kurz vor Schluss (40.) erhöht Vogler weiter. Mit einem beruhigenden 4:0 geht's nun in die Kabine.
Torjäger Stefano Rupp entpuppt sich für die Eisbären Heilbronn als genialer Vorbereiter
Vogler ist jetzt so auf Eishockey, dass ihn nicht einmal mehr Sigmund Freud therapieren könnte. Will er auch gar nicht, zimmert lieber noch ein weiteres Tor - und zwar auf Rupp-Vorlage eins, das dem Vitra Design Museum würdig wäre: 5:0 (44.). Schlusspfiff. Bei diesem astreinen Sieg muss sogar der "Weiße Riese" um seine Existenz bangen.
Bilder vom ersten Saison-Heimspiel der Eisbären gegen Freiburg




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