Tolles Spiel mit fragwürdigem Ende

Pfeife an der Pfeife: Schiri senst Eisbären Heilbronn raus

  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Ein Duell auf Augenhöhe zwischen zweier Eisbären-Teams entscheidet letztlich der Hauptschiedsrichter.

Moritz Muth und die Eisbären sind raus - aber das liegt auch an den (Un-)Parteiischen.

Bei einer Niederlage am Sonntagabend in Eppelheim ist die Eishockey-Regionalliga-Saison für die Eisbären Heilbronn beendet. Ein Sieg im Icehouse hingegen bedeutet eine dritte Playoff-Halbfinal-Partie. In der heimischen Kolbenschmidt-Arena. Es geht also um alles oder nichts! Und das ohne Igor Filobok und Patrick Luschenz (gesperrt) sowie Kapitän Stefan Schrimpf und Benjamin Brozicek (Saisonaus wegen Verletzung). Für Abwehr-Bollwerk Daniel Brendle kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: "Ich bin mir sicher, dass wir als Team den Ausfall dieser elementaren Führungsspieler durch Wille und Kampf kompensieren können. Wir haben die Qualität, die Serie zu drehen!" Ja, aber einer hatte bei der 3:1-Niederlage was dagegen...

Coach Bernhardt: "Wir stürmen, als gäbe es kein Morgen!"

Auch wenn Sascha Bernhardt mit Luschenz, Filobok und Brozicek eine ganze Reihe fehlt, setzt der Coach von Beginn an auf eine Kehrtwende: "Wir haben in dieser Spielzeit die besten Leistungen gezeigt, wenn wir einen dünnen Kader hatten." Wie ist die Marschroute für das Alles-oder-nichts-Aufeinandertreffen? Bernhardt: "Wir stürmen, als gäbe es kein Morgen!" Der Einzige auf Eppelheimer Seite, der weiß, was DAS bedeutet, ist der ehemalige Eisbären-Spielertrainer Manuel Pfenning...

Sören Breiter macht das wichtige 1:0, doch Patschull kontert...

Start mit 'ner guten Nachricht: Die Sahne-Reihe der Heilbronner steht. DENN Claudio Schreyer passt nach seiner Kapselverletzung wieder in Schlittschuhe - und läuft neben Sven Breiter und Stefano Rupp auf. Aber die ersten Früchte der Angriffswelle auf den Eppelheimer Kasten erntet Sören Breiter (4.). Tja, die Eisbären agieren anfangs wie Uruk-hais im zweiten "Herr der Ringe"-Teil beim Sturm auf Helms Klamm. Und sie spielen diszipliniert. Im Gegensatz zu ihren Eppelheimer Artgenossen! Die kassieren soviel zwei Minuten, dass die sofortige Umstellung auf Sommerzeit für morgen eingetütet sein sollte. Doch was bringt's? Nix - zumal Heilbronn jetzt strafentechnisch nachzieht. Konsequenz: Ausgleich durch Patrick Patschull (19.). Pause.

Zweites Drittel ist zum Fingernägelkauen

Diese Partie ist knapper als jegliches Outfit von Sophia Thomalla: Sven Breiter geht in die Box - Eppelheim scheitert, Stefano Rupp nimmt auch einen Zwischenstopp - nix. Gott sei Dank gibt es zehn Finger, die genügend Knabbermaterial bieten... Beide Eisbären-Teams sind mittlerweile dermaßen auf Augenhöhe, dass sie als Sehtest für sämtliche Optiker durchgehen könnten... Der Pausenpfiff bietet eine gewisse Erlösung,

Hauptschiri entscheidet Partie fragwürdig zugunsten Eppelheims

Das dritte Drittel? Das Abbild des zweiten und des Endes des ersten Spielabschnitts. Hier geht es um alles. ALLES! Aber Hauptschiri Martin Volkmar sollte WIRKLICH mal ein Augentest nahe gelegt werden! Immerhin wuppt er damit das 2:1 von Tim Brenner (46.) durch. Und spricht Strafen gegenüber Heilbronn aus, die keiner Strafe würdig sind. Empty-Net-Goal durch Eric Artman für Eppelheim (60.). Die Saison für die Eisbären Heilbronn ist damit beendet.

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