Raketen-Start mit Wehen Wiesbaden

Sehen wir Sie nächstes Jahr in der 2. Liga, Herr Rehm?

  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Der Fleiner befindet sich mit dem SV Wehen Wiesbaden weiter auf dem Höhenflug. Am Ende könnte es sogar für den Aufstieg reichen.

Trainer Rüdiger Rehm vom SV Wehen Wiesbaden.

Es läuft und läuft und läuft. Rüdiger Rehm und der SV Wehen Wiesbaden: Es bleibt eine Erfolgsgeschichte. Im Februar übernahm der Fleiner den Drittliga-Klub aus Hessen, führte sie mit einer Sensations-Serie in der Rückrunde vom vorletzten Platz noch auf Platz sieben. Rüdi Riese wurde zum Wehen-Volltreffer. Und in der neuen Saison? Geht's gerade so weiter! Bilanz bislang: 30 Punkte aus 15 Spielen. Die Hessen sind jetzt sogar ein heißer Aufstiegs-Kandidat!

Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Rüdiger Rehm (links), geboren am 22. November 1978 in Heilbronn, macht schon in der Juniorenzeit auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit der A-Jugend des VfR Heilbronn gewinnt er 1996 den DFB-Vereinspokal.
Im Heilbronner Frankenstadion gewinnt der VfR gegen Energie Cottbus am Ende überdeutlich mit 6:1. Dieses Pokal-Bild entsteht jedoch kurz darauf, als Rehm mit dem VfR den Supercup gegen Borussia Dortmund gewinnt.
Die ersten Sporen im Herren-Fußball erwirbt sich Rehm ebenfalls beim VfR. In der Verbandsliga läuft er viermal für die Heilbronner auf.
Danach kommt das muntere Verein-wechsel-dich-Spielchen. Seine erste Profi-Station ist Waldhof Mannheim. In der Quadratestadt bleibt er vier Jahre. Danach geht es im Ein-Jahres-Takt vom 1. FC Saarbrücken über den SSV Reutlingen zu Erzgebirge Aue (Foto).
Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Geht's für Rehm also bald wieder zurück in die zweite Liga? Dort trainierte er zu Beginn der vergangenen Saison für zehn Spiele Arminia Bielefeld. Ein Missverständnis. Dem 38-Jährigen gelang kein Sieg, schnell war Schluss in Ostwestfalen. echo24.de fragt Rehm: Gibt's im Sommer jetzt die Zweitliga-Rückkehr? Der erklärt: "Daran verschwenden wir keinen Gedanken. Es geht aktuell darum, jeden Tag seinen Job zu machen. Dann werden wir sehen, wo uns unser Weg hinführt."

Das Motto: gemach, gemach. Der Kampf um den Aufstieg ist enorm eng. Den Tabellenzweiten Fortuna Köln und Wiesbaden auf Platz vier trennt nur ein Punkt. Und dennoch: Beim Rehm-Klub passt's! Und das hinten und vorne. Die Hessen stellen die zweitbeste Offensive UND die zweitbeste Defensive! Der Grund für den Raketen-Start? Rehm: "Wir sind einfach unseren Weg weitergegangen. Dazu haben wir im Sommer gute Spieler dazugeholt. Die Jungs ziehen voll mit."

Ganz klar: Rehm in Hessen, das passt! Der Fleiner erklärt: "Wir sind hier sehr gut aufgenommen worden und fühlen uns hier sehr wohl. Wiesbaden ist zudem eine schöne Stadt. Dazu hat der Verein Potenzial. Es macht einfach tierisch Spaß gerade. Kurzum: Wir sind hier angekommen!" Und vielleicht kommt der Fleiner im Sommer ja auch wieder in der 2. Liga an...

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