echo24.de besucht den Fleiner

HIER präsentiert Rüdiger Rehm sein Wehen-Reich

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  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Der Fleiner ist seit einem guten Monat Trainer beim SV Wehen Wiesbaden. Jetzt gibt er exklusiv einen Einblick in sein neues sportliches Zuhause.

Nein, Großaspach ist das sicher nicht. Wenn Rüdiger Rehm aus dem Fenster seines großzügigen Arbeitszimmers beim SV Wehen Wiesbaden schaut, blickt er über eine Trainingsanlage, die top-modern ist. Rehm: "Es ist schon ein kleiner Unterschied zu Aspach. Dennoch ist vieles auch ähnlich. Es ist ein kleinerer, familiärer Verein. Hier oben hat man seine Ruhe." Seit einem guten Monat ist der Fleiner nun Trainer beim Drittligisten aus Hessen. echo24.de präsentiert er jetzt exklusiv sein Wehen-Reich!

Mit "hier oben" ist das Trainingszentrum in Wehen - ein Stadtteil von Taunusstein - gemeint. Dort trainiert die Rehm-Truppe, zu den Liga-Spielen geht's nach Wiesbaden. Und in der Liga hat der Ex-Aspach-Coach einen Einstand hingelegt, der in der hessischen Landeshauptstadt alle in einen Rehm-Rausch versetzt hat. Vier Siege in Folge zum Start - Rüdi Riese in Wehen! Für den bescheidenen Coach gibt's dafür aber eine einfache Formel: "Die Jungs wurden ein bisschen befreit. Ich kenne das ja selber. Da braucht eine Mannschaft so etwas manchmal."

Dennoch: Die ersten Wochen liefen richtig gut für den Fleiner, der selbst sagt: "Es war eine intensive und arbeitsreiche Zeit. Zum Glück aber auch eine sehr erfolgreiche." Die Abstiegsränge sind nun bereits sieben Punkte entfernt nach 13 Punkten aus den ersten sechs Spielen. Das Ziel jetzt: "Wir wollen nicht bis zum letzten Spieltag zittern. Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt."

Das wollte er auch mit Arminia Bielefeld. Dort lief's aber gar nicht. Nach dem unglücklichen Zweitliga-Intermezzo in Bielefeld ohne einen einzigen Liga-Sieg war er mehrere Monate ohne Job. Die Zeit bei der Arminia? Ist mittlerweile abgehakt! Auch wenn Rehm noch sagt: "Ich bin immer noch überzeugt, dass, wenn alle an einem Strang gezogen hätten, wir diesen Weg geschafft hätten."

Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Rüdiger Rehm (links), geboren am 22. November 1978 in Heilbronn, macht schon in der Juniorenzeit auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit der A-Jugend des VfR Heilbronn gewinnt er 1996 den DFB-Vereinspokal.
Im Heilbronner Frankenstadion gewinnt der VfR gegen Energie Cottbus am Ende überdeutlich mit 6:1. Dieses Pokal-Bild entsteht jedoch kurz darauf, als Rehm mit dem VfR den Supercup gegen Borussia Dortmund gewinnt.
Die ersten Sporen im Herren-Fußball erwirbt sich Rehm ebenfalls beim VfR. In der Verbandsliga läuft er viermal für die Heilbronner auf.
Danach kommt das muntere Verein-wechsel-dich-Spielchen. Seine erste Profi-Station ist Waldhof Mannheim. In der Quadratestadt bleibt er vier Jahre. Danach geht es im Ein-Jahres-Takt vom 1. FC Saarbrücken über den SSV Reutlingen zu Erzgebirge Aue (Foto).
Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Dass es nach dem Ausflug in die 2. Bundesliga wieder einen Schritt zurück ging, ist für den 38-Jährigen nicht schlimm. Im Gegenteil: Dem Familienvater war bewusst, dass seine Expertise in dieser Liga bald wieder gefragt sein wird: "Es war schon klar, dass wir wieder einen Drittligisten übernehmen können. Aber natürlich einen, der Potenzial hat. Und das passt hier." Ja, das passt. Auch die Distanz zur Heimat. Mit dem Auto ist er schnell bei der Familie. Auch ein Grund, der für seinen neuen Klub gesprochen hat.

Aber: Seit dieser Woche hat Rehm auch eine Wohnung im Großraum von Wiesbaden. Nur: Oft ist er dort nicht. Wenn er kann, fährt er heim nach Flein, zu Frau und Familie. Dann geht's morgens eben früher raus auf die Autobahn. Alles kein Problem! Denn: "Ich bin schon froh, wenn ich auch mal zu Hause bin." Auch wenn Wehen sein sportliches Reich ist, Flein bleibt das Zentrum in Rehms Welt!

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