Der Fleiner spricht über eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen

Rehm exklusiv: "Die Saison war wie eine Achterbahnfahrt"

  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Im Gespräch mit echo24.de blickt der Fleiner auf eine für ihn turbulente Saison zurück.

Rüdiger Rehm beim Training des SV Wehen Wiesbaden.

Am Ende gab's das ganz große Highlight. Nicht nur, dass Rüdiger Rehm mit dem SV Wehen Wiesbaden souverän die Klasse in der dritten Liga hielt, am Ende holte der Fleiner mit seinem neuen Klub sogar den Landespokal. Bierdusche inklusive! Die große Rehm-Rückkehr - mit der noch im Herbst nach seinem Rauswurf in Bielefeld niemand gerechnet hatte. Nach der turbulenten Saison blickt der Fußball-Trainer im Gespräch mit echo24.de zurück und sagt: "Da war alles mit dabei. Es war schon wie eine Achterbahnfahrt."

Der Reihe nach: Erst gibt's im Sommer den großen Schritt. Weg von der SG Sonnenhof Großaspach, raus aus der Komfortzone, rein in die 2. Bundesliga. Arminia Bielefeld ruft - und Rehm kommt. Große Bühne, neue Mannschaft, unruhiges Umfeld. Es will nicht funktionieren, der Familienvater wird nach zehn Spielen gefeuert. Ohne einmal gewonnen zu haben. Bitter!

Sein Ex-Klub sichert sich mit dem dritten Coach in der Saison am Ende mit Ach und Krach den Klassenerhalt. Rehm: "Wenn man etwas gemeinsam begonnen hat, wünscht man sich ein erfolgreiches Ende, auch wenn man daran nicht mehr teilnimmt. Deswegen hat es mich natürlich für alle im Verein gefreut." Dennoch: In Bielefeld lief es einfach nicht.

Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Rüdiger Rehm (links), geboren am 22. November 1978 in Heilbronn, macht schon in der Juniorenzeit auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit der A-Jugend des VfR Heilbronn gewinnt er 1996 den DFB-Vereinspokal.
Im Heilbronner Frankenstadion gewinnt der VfR gegen Energie Cottbus am Ende überdeutlich mit 6:1. Dieses Pokal-Bild entsteht jedoch kurz darauf, als Rehm mit dem VfR den Supercup gegen Borussia Dortmund gewinnt.
Die ersten Sporen im Herren-Fußball erwirbt sich Rehm ebenfalls beim VfR. In der Verbandsliga läuft er viermal für die Heilbronner auf.
Danach kommt das muntere Verein-wechsel-dich-Spielchen. Seine erste Profi-Station ist Waldhof Mannheim. In der Quadratestadt bleibt er vier Jahre. Danach geht es im Ein-Jahres-Takt vom 1. FC Saarbrücken über den SSV Reutlingen zu Erzgebirge Aue (Foto).
Die Karriere von Rüdiger Rehm in Bildern

Danach? Kommt erst einmal das lange Warten. Rehm nimmt sich eine Pause, schaltet ab, zieht sich erst einmal zurück. Verarbeitung ist angesagt. Und dann bekommt diese kuriose Saison ihr dickes, fettes Happy End. Den 38-Jährigen zieht es zu Wehen Wiesbaden. Der Hessen-Klub steckt tief im Abstiegssumpf, hat eine lange Pleiten-Serie hinter sich. Und Rehm? Der wird zu Rüdi Riese, gewinnt zum Start viermal in Folge. Am Ende steht Platz sieben in der dritten Liga. Wahnsinn!

Eine Woche nach Saison-Schluss gewinnt die Rehm-Truppe auch noch den Hessen-Pokal. Die Achterbahnfahrt kommt mit vollem Karacho zum Stehen - und zu einem positiven Ende. Und jetzt? Rehm: "Aktuell steht noch die Kaderplanung an, dann geht es mit der Familie in den Urlaub. Da ist dann auch das Handy mal aus." Er hat es sich redlich verdient!

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