VfB Stuttgart, der Datenskandal und kein Ende in Sicht!
Datenskandal: Steht sogar der VfB Stuttgart vor dem Aus? Führungskräfte in Not!
VonTobias Beckerschließen
Dominik Jahnschließen
Im Datenskandal gibt es wohl eine erste Bewertung, nach der es für den VfB Stuttgart knüppeldick kommen könnte.
Update, 11. Februar: Der VfB Stuttgart versinkt immer weiter im Datenskandal und Machtkampf. Und es wird nicht besser, denn: Nun geht es wohl verschiedenen Führungskräften des Bundesliga-Aufsteigers an den Kragen. So soll dem Spiegel die erste von drei juristischen Bewertungen des vor wenigen Tagen abgeschlossenen Esecon-Berichts vorliegen.
Darin heißt es, dass die Weitergabe der Mitgliederdaten „datenschutzrechtlich unzulässig“ gewesen sei. So viel war zu erahnen. Aber: Es kommt noch härter! Durch die Vorgehensweise und Datenweitergabe seien die Mitglieder vor der Mitgliederversammlung 2017 „arglistig“ getäuscht worden. Heißt: Die Stimmabgabe wäre „anfechtbar“. Sollten die beiden anderen Bewertungen ebenfalls zu diesem Ergebnis kommen, dann könnte der VfB Stuttgart sowie die aktuellen Führungskräfte in der Form Geschichte sein...
Wie der Spiegel berichtet, wird wohl Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler eine Abberufung von den Kölner Anwälten nahegelegt. Selbiges gilt auch für die Jochen Röttgermann und Stefan Heim. Auch Oliver Schraft und Uwe Fischer müssen wohl mit Konsequenzen rechnen.
Währenddessen geht Präsident Claus Vogt einen weiteren Schritt im Machtkampf und plädiert für eine Veröffentlichung des Berichts. „Eine rechtlich korrekte Veröffentlichung des Esecon-Berichts im Internet, wie auch der DFB dies gemacht hat, wäre die sauberste Lösung für alle Mitglieder. Dafür setze ich mich ein“, so Vogt zum Spiegel.
Esecon-Bericht in der Presse aufgetaucht: So reagiert VfB-Präsident Vogt
Das hat den VfB Stuttgart unerwartet getroffen. Teile des Esecon-Berichts zum Datenskandal sind durchgesickert. Der Spiegel zitiert in einem Artikel aus den Ergebnissen der Berliner Kanzlei. Ergebnisse die so eigentlich noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Präsident Claus Vogt meldete sich am Freitag noch zu Wort.
Datenskandal: Bußgeldverfahren gegen den VfB eingeleitet
Für den amtierenden Präsidenten des VfB Stuttgart bleibt, unabhängig von der ungewollten Veröffentlichung des Esecon-Berichts, eine Sache ganz klar, die Ergebnisse sollen bekannt gegeben werden. Gegenüber dem SID verspricht er, das Datenthema solle „in aller Transparenz“ aufgeklärt werden: „Daran werden wir uns halten.“ Allerdings sei aktuell noch unklar, „in welcher Form wir informieren werden“.
Wer bewertet für den VfB dem Esecon-Bericht?
Noch vor wenigen Tagen ließ Claus Vogt verlauten, man müsse „erst einmal intern klären“, wer die Bewertung des Berichts übernimmt. „Es gibt unterschiedliche Anschauungen darüber, wer die rechtliche Bewertung vornehmen soll.“
Neue Dimensionen beim VfB: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft
Dieses Thema scheint aber inzwischen vom Tisch zu sein. Laut der Bild-Zeitung soll die Stuttgarter Kanzlei Gleiss Lutz beauftragt werden. Die Mehrheit im Aufsichtsrat hat sich dafür entschieden - gegen den Willen von Vogt. Zu dicht sei die Nähe zum Verein, beziehungsweise zum Anteilseigner der VfB AG, dem Daimler-Konzern (11,75 Prozent Anteile).


