Kosten steigen

Änderung bei der Post: Pakete und Briefe sollen 2025 deutlich teurer werden

  • VonSophia Lavcanski
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Schon bald soll das Porto für Briefe teurer werden. Die Bundesnetzagentur sieht dabei eine erhebliche Preisanhebung vor. Womit müssen Verbraucher rechnen?

Wer gerne Postkarten oder Briefe verschickt, muss sich bald auf höhere Preise einstellen, denn eine der Neuerungen ab 2025 soll eine Preisanhebung des Portos sein. Die Bundesnetzagentur sieht dabei eine Erhöhung von rund 10,5 Prozent vor. Bereits ab Anfang 2025 könnte ein Standardbrief, der derzeit 85 Cent kostet, auf etwa 95 Cent steigen. Die genauen Kosten für das Porto sind bislang unklar und werden im nächsten Schritt von der Post festgelegt.

Grund für die Anhebung des Portos sind höhere Kosten, die Logistiker derzeit erfahren. Da die Post als Universaldienstleister agiert, ist das Unternehmen dazu verpflichtet, in ganz Deutschland Sendungen zuzustellen – also auch in ländlichen Regionen, in denen nur vereinzelt Menschen leben.

Steigende Kosten bei der Post: Porto wird ab 2025 teurer

Bereits seit 2012, als der Standardbrief nur 55 Cent gekostet hat, steigt der Preis immer weiter an. Zuletzt hat sich der Briefversand im Jahr 2022 laut „dpa“ um 4,6 Prozent verteuert. Im Jahr 2023 habe die Post aufgrund der hohen Inflation und des Kostenanstiegs versucht, das Briefporto vorzeitig anheben zu dürfen – jedoch ohne Erfolg.

Nun steht mit Beginn des Jahres 2025 wieder die Chance auf eine Erhöhung des Portos um rund 10,5 Prozent an, die für zwei Jahre gelten soll. Die tatsächliche Erhöhung des Portos kann zwischen den verschiedenen Briefarten unterschiedlich hoch ausfallen, ein Standardbrief solle laut der Bundesregierung jedoch nicht mehr als einen Euro kosten. Alte Briefmarken behalten ihre Gültigkeit, müssen jedoch für ein höheres Porto mit Ergänzungsmarken aufgestockt werden.

Höhere Kosten für das Porto: Auch der Versand von Paketen soll teurer werden

Auch der Versand von Paketen des Marktführers DHL, der im Inland als Deutsche Post auftritt, soll teurer werden. Rund 7,2 Prozent Preiserhöhung sollen von der Bundesnetzagentur eingeräumt werden. Von der Erhöhung betroffen sind explizit nur Privatkunden, die Preise für Pakete, die Online-Händler einem Verbraucher senden, würden gleich bleiben.

Wann es zu der Erhöhung kommen soll, ist noch unklar, denn im Gegensatz zum Briefmarkt hat der Logistiker DHL große, gleichwertige Konkurrenten wie Hermes, DPD oder GLS, auf die Kunden umsteigen könnten.

Zu einer weiteren großen Änderung soll es im November 2024 kommen: Die Deutsche Post soll schon bald die Lieferung von Personalausweis und Reisepass ermöglichen. Mit nur einer kleinen Zusatzgebühr werden wichtige Dokumente dann ganz einfach bis an die Haustüre gebracht.

Post verzeichnet starken Rückgang der Briefpost – dafür steigt die Zahl der Pakete

Da heutzutage immer mehr Wert auf digitale Kommunikation wie Chats oder Mails gelegt wird, sinkt die Briefmenge seit Jahren stark. Nach eigenen Angaben habe die Post im letzten Jahr, abzüglich Werbepost, rund 5,9 Milliarden Briefe versendet, während es zehn Jahre zuvor noch rund 7,8 Milliarden waren.

Anders sieht es bei Paketen aus. Aufgrund von immer häufigeren Online-Einkäufen wurden im Jahr 2023 rund 1,7 Milliarden Pakete verschickt, was etwa zwei Drittel mehr als 2013 ist. Die beiden Trends sollen auch in Zukunft anhalten. Aufgrund der regelmäßigen Preisaufschläge kann die sinkende Briefpost dennoch weiterhin profitabel bleiben.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod / dpa

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