Regional gibt es deutlich mehr

Unterschiede beim Bürgergeld: Hier gibt’s in Baden-Württemberg das meiste Geld

  • VonLaura Bernert
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Arbeitslose sollen durch das Bürgergeld unterstützt werden. Doch nicht jeder erhält gleich viel. Der Wohnort kann entscheidend sein. Wie sich die Höhe der Leistungen in Baden-Württemberg unterscheidet.

Zum Jahresbeginn wurde die Höhe des Bürgergelds angepasst. Wie viel Bürgergeld Empfängern zusteht, ist individuell. So bekommen Bürgergeld-Empfänger je nach Wohnort mehr oder weniger Geld. Die regionalen Unterschiede können hoch sein. Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, wo es in Baden-Württemberg am meisten Geld für Bürgergeld-Empfänger gibt.

Durchschnittlich haben Baden-Württemberger pro Haushalt 1170 Euro zur Verfügung. Spitzenreiter ist der Kreis Ludwigsburg mit 1275 Euro. Am anderen Ende der Skala liegt der Kreis Sigmaringen. Hier können Bürgergeld-Empfänger nur mit 1060 Euro rechnen. Dahinter kommen der Neckar-Odenwald-Kreis (1077 Euro), der Kreis Ludwigsburg (1086 Euro) und der Zollernalbkreis (1090 Euro). Wer herausfinden will, wie viel Bürgergeld ihm zusteht, kann das selbst berechnen.

Zahlung an Arbeitslose: So viel Bürgergeld gibt es in Baden-Württemberg

Wie viel Geld ein Arbeitsloser bekommt, kann sich verändern, wenn er nur ein paar Kilometer weiter wohnt, beispielsweise in der Region Heilbronn. Während im Stadtkreis Heilbronn 1129 Euro ausgezahlt werden, bekommen Bürgergeld-Empfänger im Landkreis Heilbronn satte 67 Euro mehr, nämlich 1196 Euro. Fährt man aus dem Landkreis Heilbronn ein paar Kilometer weiter in den Hohenlohekreis, wird der Unterschied noch deutlicher: Hier gibt es nur 1102 Euro pro Haushalt.

Doch woran liegen diese Unterschiede? Haben es die Bürgergeld-Empfänger an manchen Orten einfach besser als anderswo? Das kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Denn die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen detailliert, wie sich die Zahlungen zusammensetzen. Zum Bürgergeld zählen nämlich auch die Kosten für die Unterkunft, die in vielen Fällen übernommen werden. Und gerade diese unterscheiden sich stark.

So erhalten Bürgergeld-Empfänger in der Stadt Heilbronn 516 Euro der 1129 Euro für die Miete. Im Hohenlohekreis sind es nur 459 Euro der 1102 Euro, da es sich in dem eher ländlichen Landkreis günstiger wohnen lässt, als in der Stadt. Wie hoch die Miete sein darf, damit sie vom Jobcenter übernommen wird, erklärt echo24.de.

Unterschiede beim Bürgergeld: So viel bekommen Arbeitslose deutschlandweit

Dabei sind die Bürgergeld-Empfänger in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern noch ganz gut dran. Durchschnittlich liegt der Bürgergeld-Anspruch in Deutschland bei 1136 Euro. Mit den Bürgergeld-Ansprüchen von 1170 Euro pro Haushalt liegt Baden-Württemberg nicht nur über dem Durchschnitt, sondern deutschlandweit auf Platz vier hinter Hamburg (1329 Euro), Berlin (1239 Euro) und Hessen (1201 Euro). Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit gerade einmal 971 Euro.

Doch der Landkreis, in dem die Menschen am wenigsten Geld erhalten, liegt in Thüringen. Im Kreis Sömmerda gibt es durchschnittlich laut den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 910 Euro. Am meisten erhalten Bürgergeld-Empfänger im hessischen Main-Taunus-Kreis mit 1359 Euro. Welche Voraussetzungen Arbeitslose erfüllen müssen, um Bürgergeld zu erhalten, hat echo24.de hier zusammengefasst.

Rubriklistenbild: © IMAGO, Frank Hoermann, SVEN SIMON/ Jens Kalaene, dpa/ Collage: echo24.de

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