Falschgeld erkennen

Vorsicht beim Bezahlen! Immer mehr falsche Euro-Scheine im Umlauf

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Wer gerne mit Bargeld bezahlt, sollte genau hinschauen: Bei einigen Geldscheinen könnte es sich um Falschgeld handeln. Die Chance, eine „Blüte“ zu erwischen, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Schnell nach dem Feierabend noch in den Supermarkt, den dringenden Einkauf erledigen. Bei der Geschwindigkeit der Kassierer von Lidl, Aldi und Co. kann dann schon mal ganz schön schnell Hektik aufkommen. Der ein oder andere Kunde greift daher in die Trickkiste, wie echo24.de bereits berichtet. Hin und wieder sorgt das dann auch für mächtig Ärger an der Supermarkt-Kasse.

Besonders brenzlig wird es aber, wenn der Trick zur Straftat wird. Selbst dann, wenn er dem Kunden unbewusst unterläuft. Bezahlen mit Falschgeld zum Beispiel: Wer mit den sogenannten „Blüten“ bezahlt, dem drohen strafrechtliche Konsequenzen – selbst dann, wenn der Kunde den Schein gar nicht als solchen erkannt hat. Worauf geachtet werden muss, erklärt echo24.de.

Generell lohnt es sich bei Bargeld einmal genauer hinzuschauen: Während einige Geldscheine unecht sein könnten, verbirgt sich hinter der ein oder anderen Münze vielleicht ein besonders wertvolles Geldstück. Eine Fehlprägung auf einer 1-Euro-Münze macht diese zum Beispiel besonders wertvoll, wie echo24.de bereits berichtete.

Bezahlen mit Falschgeld ist strafbar

Nach Paragraf 146 Abs. 1 Nr. 3 des Strafgesetzbuches (StGB) wird derjenige bestraft, wer falsches Geld, welches er in der Absicht, es als echt in den Verkehr zu bringen, nachgemacht, verfälscht oder sich verschafft hat.

Vorsicht beim Einkauf! Immer mehr Falschgeld im Umlauf

Dabei kann es in Sachen Falschgeld wirklich jeden treffen. Wie die Bundesbank berichtet, war im Jahr 2023 so viel Falschgeld im Umlauf, wie seit drei Jahren nicht! Besonders beliebte Fälschungen: der Fünfziger und der Zwanziger. Allein die Anzahl der 50-Euro-Blüten macht fast 40 Prozent aller Fälschungen in Deutschland aus. Beim Zwanziger sind es rund 20 Prozent.

Insgesamt zogen Polizei, Handel und Banken allein im ersten Halbjahr dieses Jahres 26.690 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie aus einer Mitteilung der Bundesbank hervorgeht. Damit ergibt sich ein Schaden von rund 2,9 Millionen Euro, der bereits den Gesamtschaden für 2022 übertrifft (2,7 Millionen Euro).

„Blüte“ oder nicht: So erkennen Kunden Falschgeld

Doch wie erkennen Kunden nun, ob sich der Schein in der eigenen Hand um echtes oder falsches Geld handelt? Vier Tipps können helfen, das Plagiat zu enttarnen:

  • Kippen
  • Fühlen
  • Sehen
  • Smaragdzahl

Beim Prüfen der Sicherheitsmerkmale sollten unbedingt alle Ausprägungen geprüft werden. Worauf ganz genau geachtet werden sollte, erklärt echo24.de bereits. Wer sich trotz allem unsicher ist, ob „Blüte“ oder nicht, kann den Schein auch einfach bei der nächsten Bank überprüfen lassen. Somit gehen auch Supermarkt-Kunden auf „Nummer Sicher“ und entgehen einer Straftat.

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