Falschgeld identifizieren
Genau hinschauen: Vier Merkmale verraten, ob der Geldschein echt ist
VonMichaela Ebertschließen
Beim ein oder anderen Geldschein lohnt sich ein besonders genauer Blick: Es könnte sich um Falschgeld handeln. Verbraucher erkennen dies an vier bestimmten Merkmalen.
Wer mit Falschgeld bezahlt, begeht eine Straftat – egal, ob es bewusst oder unbewusst geschieht. Dass heutzutage wirklich jeder sogenannte „Blüten“ in die Hände bekommen kann, ist dabei gar nicht mal so unwahrscheinlich, wie echo24.de bereits berichtet. Immerhin ist im Jahr 2023 so viel Falschgeld im Umlauf, wie seit drei Jahren nicht!
Falschgeld erkennen: Vier Merkmale machen den Unterschied
Doch woran erkennen Verbraucher, ob der Schein, den sie in den Händen halten, echt oder eine Fälschung ist? echo24.de gibt einen Überblick: Mit vier einfachen Tipps, lässt sich erkennen, ob es sich um echtes Geld oder Plagiate handelt:
- Kippen
- Fühlen
- Sehen
- Smaragdzahl prüfen
Kippen: Hologramm auf Geldschein zeigt bestimmte Symbole
Generell lohnt es sich bei Bargeld immer mal wieder genauer hinzuschauen. Einige Münzen zum Beispiel sind deutlich mehr wert, als viele vermuten. Eine bestimmte Fehlprägung sorgt beispielsweise dafür, dass man eine seltene 1-Euro-Münze nicht ausgeben sollte.
Auch bei einigen Geldscheine lohnt sich ein gewissenhafter Blick – es könnte sich um eine sogenannte „Blüte“ handeln. Um dies zu erkennen, sollte der Geldschein langsam hin und her gekippt werden. Dabei muss das Hologramm auf der Europa-Seite – ein schmaler silberner Streifen – eindeutige Symbole zeigen. Diese sind: das Porträt der mythologischen Gestalt „Europa“, das €-Symbol, das Hauptmotiv des Scheins und die Wertzahl der Banknote.
Bei 100- und 200-Euro-Scheinen gibt es zusätzlich das sogenannte Satelliten-Hologramm. Dieses befindet sich auf der Vorderseite rechts oben. Beim Neigen der Banknoten bewegen sich kleine Euro-Symbole um die Wertzahl. Ältere 5- bis 20-Euro-Scheine weisen die Wertzahl und das €-Symbol auf. Bei 50- bis 500-Euro-Scheinen sieht man die Wertzahl und ein Fenster beziehungsweise ein Tor.
Fühlen: Echte Geldscheine bestehen aus Baumwolle – und haben ein fühlbares Relief
Wer Falschgeld erkennen will, sollte den Schein bewusst in die Hand nehmen und fühlen. Echtes Banknotenpapier besteht fast vollständig aus Baumwolle und fühlt sich daher griffig und fest an. Es ist weicher, aber auch reißfester als normales Papier. Hinzu kommt ein fühlbares Relief auf der Vorderseite. Zusätzlich gibt es erhöhte kurze Linien am rechten und linken Rand.
Sehen: Wasserzeichen verrät, ob „Blüte“ oder nicht
Wenn die Banknote gegen das Licht gehalten wird, sollte unbedingt ein Wasserzeichen erkennbar sein. Dabei handelt es sich bei jeder Wertnote das Porträt der „Europa“, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, die im unbedruckten Bereich mit entsprechender Wertzahl zu sehen ist.
Zudem sollte bei genauem Hinschauen auch der Sicherheitsfaden entdeckt werden. Dieser erscheint im Licht als dunkler Streifen. Auf ihm werden das Wort „EURO“ (bei älteren Scheinen das €-Logo) und die Wertzahl sichtbar. Außerdem sind auf Wertmarken ab 20 Euro sogenannte Porträt-Fenster. Diese befindet sich im oberen Bereich des Hologrammstreifens als kleines durchsichtiges Fenster mit dem Gesicht der „Europa“.
Smaragdzahl: Spezielles Merkmal auf Geldscheinen macht es Fälschern besonders schwer
Die sogenannte Smaragdzahl auf Geldscheinen ist besonders schwer zu fälschen, weshalb sie beim Verdacht einer „Blüte“ besonders genau unter die Lupe genommen werden sollte. Sie ist auf der Vorderseite unten links zu finden. Beim Kippen der Banknote verändert sich die Farbe des Symbols. Gleichzeitig wandert ein heller schimmernder Balken auf und ab.
Kippen, Fühlen, Sehen und die Smaragdzahl: Nur wenn alle Merkmale stimmen, ist der Schein echt
Beim Prüfen der Sicherheitsmerkmale sollten unbedingt alle Ausprägungen geprüft werden. Dafür kann natürlich auch eine Lupe - oder wenn vorhanden: UV-Licht – genutzt werden. Dieses zeigt zusätzlich bestimmte Stellen, an denen Fasern in die Euro-Scheine eingearbeitet wurden, die in dem speziellen Licht leuchten.
Wer sich trotz allem unsicher ist, ob „Blüte“ oder nicht, kann den Schein auch einfach bei der nächsten Bank überprüfen lassen. Somit gehen Verbraucher auf „Nummer Sicher“ und entgehen einer Straftat.
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