Kühlere Wohnung bekommen

Hitze-Trick für mobile Klimaanlage: So kühlt sie die Wohnung noch besser

  • Michaela Ebert
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Die Hitze kann im Sommer in vielen Wohnungen unerträglich werden. Eine mobile Klimaanlage sorgt für Abkühlung, allerdings nur begrenzt. Mit einem Trick wird sie effizienter.

Der Sommer dreht noch mal auf – in Baden-Württemberg soll das Thermometer wieder auf über 30 Grad klettern. Und während die Temperaturen außen steigen, heizen sich auch die eigenen vier Wände auf. In vielen Wohnungen wird es vor allem nachts unerträglich heiß. Selbst die ausgefeiltesten Hitze-Tricks zeigen dann nur noch wenig Wirkung.

Viele Menschen haben sich in den vergangenen Jahren deshalb eine mobile Klimaanlage zugelegt. Diese dürfen Mieter schließlich auch ohne Absprache mit dem Vermieter nutzen, bauliche Veränderungen sind nicht nötig. Stattdessen wird das Gerät einfach in das gewünschte Zimmer geschoben und die warme Luft über einen Schlauch aus dem Fenster abgeleitet. Oftmals sinkt die Raumtemperatur dann um ein paar Grad. Bei besonders schwerer Hitze stößt jedoch auch eine solche Klimaanlage an ihre Grenzen.

Mit Trick: So sorgt die mobile Klimaanlage für noch mehr Abkühlung in der Wohnung

Wer kein Geld für eine neue, teurere Anlage auszugeben möchte und über etwas handwerkliches Geschick verfügt, kann das Kühlgerät jedoch mit einem Trick effizienter machen. Zum Umbau brauchen Bastler laut einer Anleitung des YouTube-Kanals „Gadgets Technik Review“ lediglich:

  • ein Karton oder eine Plexiglasscheibe in der Größe des Fensters
  • ein Karton zur Abdeckung der Zuluft-Ansaugung
  • ein zweiter Klimaanlagenschlauch für die Zuluft
  • eine Schere
  • Klebeband

Ziel ist es dabei, aus der Ein-Schlauch-Klimaanlage eine deutlich effizientere Zwei-Schlauch-Klimaanlage zu bauen. Statt der warmen Luft aus dem Zimmer saugt diese schließlich über den zweiten Schlauch die oftmals kühlere Luft von außerhalb an. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Raum schneller herunterkühlt – auch Energiekosten werden dabei gespart. Besonders in den Morgen- und Abendstunden, in denen es außerhalb der Wohnung deutlich abgekühlt ist, funktioniert das gut.

Ein-Schlauch-KlimaanlageZwei-Schlauch-Klimaanlage
warme Luft aus dem Zimmer wird über die Anlage angesaugt und gekühltsaugt über einen zweiten Schlauch kühlere Luft von außen an
aufgeheizte Luft wird über einen Schlauch aus dem Fenster geleitetaufgeheizte Luft wird ebenfalls über einen Schlauch aus dem Fenster geleitet
im Raum entsteht Unterdruck: Heiße Luft von außen kann über Spalten in Fenstern und Türen ins Zimmer gesaugt werdendeutlich effizientere Arbeitsweise: Klimaanlage kann schneller kühlen und Energie sparen

Hitze-Trick für mehr Abkühlung: So gelingt der Umbau der mobilen Klimaanlage

Um eine simple Ein-Schlauch-Klimaanlage in eine effizientere Zwei-Schlauch-Klimaanlage zu verwandeln, müssen letztlich folgende Schritte durchgeführt werden:

  1. Ein Karton in der Größe der Fensterscheibe am geöffneten Fenster anbringen und zwei Öffnungen in der Größe der beiden Zu- und Abluftschläuche hineinschneiden. Wer es etwas langlebiger mag, kann dafür auch eine Plexiglasscheibe verwenden – die maßangefertigten Zuschnitte kann man dazu im Internet bestellen.
  2. In den weiteren Karton ebenfalls ein Loch für den zweiten Klimaanlagenschlauch schneiden.
  3. Den Karton mit dem Loch für den Zuluftschlauch auf der Zuluft-Zufuhr der mobilen Klimaanlage anbringen. Darauf achten, dass der Karton mit einigen Zentimetern Abstand zur Lüftung angebracht wird.
  4. Den Zuluftschlauch an der selbstgebauten Konstruktion anbringen.
  5. Den bereits vorhandenen Abluftschlauch wie gewohnt an der vorgefertigten Konstruktion anbringen.
  6. Beide Schläuche mit der Papp- oder Plexiglasscheibe im Fenster verbinden.
Die Ein-Schlauch-Klimaanlage kann einfach zu einer Zwei-Schlauch-Klimaanlage umgebaut werden.

Zum Umbau gibt es zahlreiche Bastel- und Erklärvideos im Internet. Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese oftmals von Hobbyhandwerkern stammen – die Hersteller selbst raten von einem eigenmächtigen Umbau eher ab. Es bleibt also in erster Linie jedem selbst überlassen.

Rubriklistenbild: © privat / IMAGO / Collage echo24.de

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